Afghanistan Anschlag in bei Ausländern beliebtem Viertel in Kabul

Das Kabuler Viertel Taimani in Afghanistan gilt als Treffpunkt für Ausländer, NGO-Mitarbeiter und die Elite des Landes. Nun hat es dort offenbar einen Selbstmordanschlag gegeben. Anwohner berichten von Schusswechseln.
Im „Le Jardin“ speiste die Elite Afghanistans. Nun wurde das Restaurant im Kabuler Viertel Taimani zum Anschlagsziel. Quelle: AFP
Beliebtes Restaurant

Im „Le Jardin“ speiste die Elite Afghanistans. Nun wurde das Restaurant im Kabuler Viertel Taimani zum Anschlagsziel.

(Foto: AFP)

KabulIn der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich in einem bei Ausländern und der Elite des Landes beliebten Restaurant nach Polizeiangaben eine schwere Explosion ereignet. Das „Le Jardin“ im Stadtviertel Taimani gehört dem ehemaligen Protokollchef des Präsidentenpalastes. Mit mehreren Stahltoren und Sicherheitsschleusen gilt es als sehr gut gesichert.

Der Sprecher des Innenministeriums, Sidik Siddiki, wollte zunächst nicht bestätigen, dass sich die Detonation dort ereignete. Er sprach von einem Selbstmordanschlag in Taimani. „Die Details kommen jetzt erst rein. Wir wissen noch nicht, ob es sich um eine Autobombe handelt, um einen Angriff mit mehreren Tätern oder um einen Einzeltäter.“ Die Polizei sei im Einsatz.

Das sind die gefährlichsten Länder der Welt
Libyen
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Das Land ist vom Krieg zerrissen. Seit dem Sturz von Diktator Muhammad Gaddafi gilt Libyen als sogenannter „failed state“. Eine funktionierende Regierung gibt es nicht, Investoren machen um das Land einen großen Bogen. Mittlerweile ist das Land auch ins Visier der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ gerückt. Kein Wunder also, dass Libyen laut der aktuellen Karte des Gesundheitsrisikos von „International SOS“ auch hinsichtlich der medizinischen Versorgung eines der gefährlichsten Länder der Welt ist.

Sierra Leone
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In kaum einem anderen afrikanischen Land wütete hat das Ebola-Virus so brutal, wie im westafrikanischen Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt. Die fehlende medizinische Versorgung und das zu späte Einschreiten der internationalen Staatengemeinschaft haben erst möglich gemacht, dass das Virus derart tödliche Ausmaße annahm. Die Ebola-Epidemie konnte mittlerweile eingedämmt werden. Dennoch ist Sierra Leone nach wie vor kein risikoloses Reiseziel.

Liberia
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Wie Sierra Leone leidet auch Liberia unter der Ebola-Epidemie. Auch hier wurde zu spät reagiert. Zur fehlenden medizinischen Versorgung kommen noch katastrophale hygienische Zustände und die fehlende Sensibilisierung der Bevölkerung hinzu. Viele Liberianer blieben in Kontakt mit erkrankten Angehörigen und weigerten sich, auf Beerdigungszeremonien zu verzichten, weshalb sich das Virus immer weiter verbreiten konnte.

Simbabwe
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Während Simbabwes Diktator Robert Mugabe in Saus und Braus lebt, lässt er seine Bevölkerung in bitterer Armut darben. Eine absurd hohe Inflation, eine hohe Sterblichkeitsrate und fehlende öffentliche Investitionen – das alles interessiert den greisen Diktator wenig. Zwar leidet Simbabwe nicht unter dem Ebola-Virus, angesichts der Armut des Landes ist es als Reiseziel allerdings nicht empfehlenswert.

Syrien
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Der Bürgerkrieg in Syrien hat bisher Tausende Menschenleben gekostet. Frieden ist nicht in Sicht. Besonders problematisch ist, dass die ungeordneten Verhältnisse in Syrien eine Brutstätte für Terrorismus sind. Für Reisende ist das Land daher besonders gefährlich. Auch die desolate Gesundheitsversorgung macht Syrien zu keinem sicheren Reiseziel.

Irak
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Irakische Fußballfans in den Straßen der Hauptstadt Bagdad: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sorgt in dem krisengeschüttelten Land für bürgerkriegsähnliche Zustände. Wilde Flüchtlingslager, eine schlechte medizinische Infrastruktur und die erhöhte Unsicherheit durch Anschläge und Bombendrohungen machen die Lebensumstände im Irak besonders prekär. Das ist keine Reise wert.

Gaza
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Zerstörungen in Gaza: Palästina ist nicht sicher. Insbesondere der Gazastreifen gilt als Pulverfass. Hier kommt es immer wieder zu Scharmützeln zwischen der radikal-islamischen Hamas und der israelischen Armee. Außerdem sorgen die durch das jüngste Bombardement zerstörten Gebäude für Gefahr. Aufgrund zerstörter Leitungen, Schwelbränden und offener Kanalisationen empfiehlt sich das eingemauerte Gaza derzeit umso mehr nicht für Reisende aus dem Ausland.

Der afghanische Sender Tolo TV berichtete, Häuser in der Nachbarschaft seien beschädigt worden. Verletzte würden ins Krankenhaus gebracht. Ein dpa-Mitarbeiter bestätigte, dass die betreffende Straße von der Polizei abgeriegelt wurde. Anwohner berichten von Schusswechseln.

Taimani ist eine zentrale Wohngegend für ausländische Mitarbeiter von NGOs, Medien und Firmen. Die Gegend ist beliebt, weil sich dort auch viele Restaurants befinden. Die Taliban hatten erst vor zwei Wochen in Kabul die spanische Botschaft gestürmt.

  • dpa
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