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Afghanistan Attentäter war CIA-Informant

Der Selbstmordattentäter, bei dessen Anschlag im Osten Afghanistans acht CIA-Mitarbeiter starben, war nicht durchsucht worden. Wie ein Fernsehsender berichtete war der Mann als Informant eingeladen und trug eine Uniform der afghanischen Armee.
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Der Platz des Attentats - der Stützpunkt Forward Operation Base Chapman - spielt angeblich eine Schlüsselrolle bei der Steuerung von unbemannten Drohnen. Quelle: Reuters Quelle: Reuters

Der Platz des Attentats - der Stützpunkt Forward Operation Base Chapman - spielt angeblich eine Schlüsselrolle bei der Steuerung von unbemannten Drohnen. Quelle: Reuters

(Foto: Reuters)

WASHINGTON/ KABUL. Ein afghanischer Selbstmordattentäter hat auf einer US-Geheimdienstbasis im Osten des Landes acht Amerikaner mit in den Tod gerissen, davon sieben CIA-Mitarbeiter. Der Täter, der eine afghanische Armeeuniform getragen habe, sei als Informant eingeladen gewesen und entgegen den Sicherheitsvorschriften bei seiner Ankunft auf der schwer bewachten Basis nicht durchsucht worden, berichtete der US-Fernsehsender ABC am Donnerstag. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Angriff vom Mittwoch, bei der außerdem mindestens acht Menschen verletzt wurden, darunter sechs CIA-Mitarbeiter. Der Attentäter habe seine Bombenweste in einem Fitness-Raum der Anlage gezündet.

Unter den Todesopfern ist Medienberichten zufolge auch die Chefin der Geheimdienstbasis in der ostafghanischen Provinz Chost an der Grenze zu Pakistan. Das Attentat vom Mittwoch gilt als eines der blutigsten gegen die CIA seit Beginn des Krieges vor acht Jahren. Der Stützpunkt Forward Operation Base Chapman spielt nach Angaben der „Washington Post“ ein Schlüsselrolle bei der Steuerung der unbemannten Drohnen, mit denen die US-Streitkräfte Stellungen und Verstecke der Taliban in dem unwegsamen Grenzgebiet unter Feuer nehmen.

Obama: „mutige Amerikaner“ und Patrioten

US-Präsident Barack Obama würdigte am Donnerstag die Toten als „mutige Amerikaner“ und Patrioten, die ein großes Opfer für ihre Landsleute gebracht hätten. Er hob die Leistungen der Opfer hervor: „Ihr habt uns geholfen zu verstehen, wie die Welt ist und habt große Risiken auf euch genommen, um unsere Nation zu schützen.“ Die Toten seien „weit von daheim und dem Feind nahe gewesen“, schrieb CIA-Chef Leon Panetta in einer Mitteilung. Sie hätten „die harte Arbeit erledigt, die nötig ist, unser Land zu schützen“.

Nach offiziellen Angaben kamen zuvor seit Beginn des US-Einsatzes in Afghanistan Ende 2001 vier CIA-Agenten ums Leben. Seit Beginn 2009 starben am Hindukusch 310 US-Soldaten, so viele wie noch nie binnen eines Jahres. Präsident Obama schickt im Laufe diese Jahres rund 30 000 weitere Soldaten nach Afghanistan.

Kanadische Reporterin getötet

Derweil kamen bei einem weiteren Anschlag im Süden des Landes vier kanadische Soldaten und eine Journalistin ums Leben. Bei der Reporterin handelt es sich laut kanadischem Fernsehen um die 34- jährige Michelle Lang von der Zeitung „Calgary Herald“, die erst seit gut zwei Wochen aus Afghanistan berichtete.

Sie befand sich am Mittwoch zusammen mit den Soldaten auf einer Kontrollfahrt durch eine vermeintlich sichere Gegend im Süden Kandahars. Fünf Soldaten wurden bei dem Anschlag verletzt. Die Reporterin ist den Berichten zufolge die zweite Zivilperson, die seit Beginn des kanadischen Afghanistan-Einsatzes 2002 getötetet wurde.

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