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Afghanistan Islamist aus Deutschland festgenommen

Der internationalen Schutztruppe Isaf ist ein Islamist marokkanischer Herkunft aus Deutschland in Netz gegangen. Seine Aussagen sollen nun dabei helfen, Informationen über Schleuser-Netzwerke in Deutschland zu sammeln.
24.05.2011 - 15:23 Uhr Kommentieren
Die Festnahme des früher in Deutschland lebenden Islamisten durch die Isaf-Truppen ist für Deutschland von besonderem Interesse. Quelle: dpa

Die Festnahme des früher in Deutschland lebenden Islamisten durch die Isaf-Truppen ist für Deutschland von besonderem Interesse.

(Foto: dpa)

Kabul/Berlin Wie die internationale Schutztruppe Isaf am Dienstag in Kabul mitteilte, wurde der Mann am 8. Mai in der Provinz Sabul festgenommen. Das Auswärtige Amt in Berlin prüft den Fall. Ein Sprecher sagte, bislang lägen keine Erkenntnisse über eine deutsche Staatsangehörigkeit des Mannes vor.

Laut Isaf verriet der Mann bei seiner Vernehmung unter anderem Details über seinen eigenen Reiseweg aus Deutschland. Die Isaf setzt darauf, dass die bei den Verhören gewonnenen Informationen im Kampf gegen ein Schleuser-Netzwerk genutzt werden können, mit dem ausländische Kämpfer nach Afghanistan gebracht werden.

Deutsche Sicherheitskreise bestätigten, dass der Mann in Deutschland gewohnt hat. Er sei allerdings schon vor längerer Zeit ausgereist. Unklar war demnach, ob der Islamist als Kämpfer in vorderster Front eingesetzt war oder sich eher mit organisatorischen Aufgaben befasst habe. Es sei auch nicht auszuschließen, dass der Mann in Afghanistan den Märtyrertod sterben wollte. Weitere Details - etwa der Wohnort in Deutschland - waren zunächst nicht bekannt. Nach Angaben von Spiegel.online besaß der Mann einen deutschen Reisepass.

Der ausländische Kämpfer der Al-Kaida sei bei einer gemeinsamen Aktion internationaler mit afghanischen Sicherheitskräften festgenommen worden, heißt es in der Isaf-Mitteilung weiter. Zehn weitere Aufständische seien dabei getötet worden. Bei ihnen wurden Pässe aus Frankreich, Pakistan und Saudi-Arabien gefunden.

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    Der Festgenommene erklärte laut Isaf, er sei bei seiner Reise durch den Iran aufgefordert worden, sich zum Selbstmordattentäter „ausbilden“ zu lassen. Dies habe er abgelehnt, weil er am weltweiten Dschihad (Heiliger Krieg) teilnehmen wollte.

    • dpa
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