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Afghanistan Mehrere Tote bei Luftangriff auf Taliban in Afghanistan

Bei einem Luftangriff in Afghanistan sind nach unterschiedlichen Angaben 15 bis 30 Menschen gestorben. Er galt einem Taliban-Trainingszentrum.
02.04.2018 - 17:56 Uhr Kommentieren
Es gab Meldungen, dass in einem lokalen Krankenhaus verletzte Kinder behandelt worden seien. Quelle: AP
Provinz Kundus

Es gab Meldungen, dass in einem lokalen Krankenhaus verletzte Kinder behandelt worden seien.

(Foto: AP)

Kabul/Kundus Bei einem Luftangriff afghanischer Streitkräfte auf Taliban in Kundus sind Polizeiangaben zufolge 15 Menschen getötet worden. Zehn seien verletzt worden, teilten die Behörden am Montag mit. Es könnten auch Zivilisten unter den Opfern sein. Details dazu habe er nicht, sagte ein Vertreter der Polizei. Der Angriff habe einer Gruppe Taliban gegolten, die eine Aktion vorbereitet hätten.

Bewohner des Vororts von Kundus berichteten, dass bei dem Angriff eine Moschee getroffen wurde und mehrere Zivilisten getötet und verletzt wurden. Die radikalislamischen Taliban teilten mit, dass 150 Religionsgelehrte und Zivilisten getötet wurden. Taliban-Kämpfer seien nicht anwesend gewesen. Die Sprecherin der US-Truppen in Afghanistan erklärte, die amerikanischen Streitkräfte hätten am Montag keine Angriffe in der Provinz Kundus geflogen.

Die Nachrichtenagentur AP berichtet gar von mindestens 30 Opfern. Unter den Toten seien neun Kommandeure der Rebellen. Außerdem habe es bei dem Angriff zahlreiche Verletzte gegeben. Die Taliban hätten gerade eine Parade abhalten wollen. Zivilisten seien nicht in der Nähe gewesen.

Dagegen erklärten die Taliban, der Angriff habe eine Religionsschule getroffen, in der gerade eine Abschlussfeier stattgefunden habe. Mehr als 100 Geistliche, Religionsschüler und andere Zivilisten seien tot.

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    Es war zunächst nicht möglich, die widerstreitenden Berichte zu prüfen. Allerdings gab es Meldungen, dass in einem lokalen Krankenhaus verletzte Kinder behandelt worden seien. Das deutet darauf hin, dass doch Zivilisten in der Gegend waren.

    Zudem berichteten Behörden in der südafghanischen Provinz Helmand, nach einer Massenvergiftung seien mindestens 48 Schülerinnen ins Krankenhaus gekommen. Der Arzt Nissar Ahmad Barak vom Hospital in Laschkarga sagte, die Jugendlichen hätten über Kopfschmerzen geklagt und sich erbrochen. Nach Behandlungen seien sie in stabilem Zustand. Die Elftklässlerinnen seien absichtlich vergiftet worden. Der Chef der Provinzschulbehörde, Ahmad Bilal Hakbin, bestätigte dies und sagte, eine Untersuchung laufe.

    Große Teile von Helmand stehen unter Kontrolle der Taliban, die Schulunterricht für Mädchen ablehnen.

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