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Afghanistan Mehrere Verletzte nach Raketenbeschuss in Kabul

In Afghanistans Hauptstadt beginnt das dreitägige Opferfest Eid al-Adha mit einem Raketenangriff. Mindestens sechs Menschen werden verletzt.
Update: 21.08.2018 - 17:37 Uhr Kommentieren
Rauch steigt in der Nähe des Präsidentenpalastes auf. Quelle: AP
Raketenangriff

Rauch steigt in der Nähe des Präsidentenpalastes auf.

(Foto: AP)

Kabul, SotschiAngreifer haben nach offiziellen Angaben mindestens zwanzig Raketen auf die afghanische Hauptstadt Kabul gefeuert. Sie seien am Dienstagmorgen (Ortszeit) aus Ostkabul in Richtung diplomatisches Viertel geflogen, sagte der Chef der Kabuler Polizei. Nach dem Abfeuern der Raketen verschanzten sich demnach zwei Angreifer in einem Haus hinter der Eid Gah-Moschee. Nach Polizeiangaben wurden durch die Raketen und die darauffolgenden Kämpfe mindestens sechs Menschen verletzt.

Die Vorrichtung zum Abfeuern der Raketen sei von Spezialeinheiten der Polizei zerstört worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Davor hatte es Berichte gegeben, ein Kampfhubschrauber habe die auf einem Laster montierte Vorrichtung zerstört. Nach mehreren Stunden tötete die Polizei die zwei Angreifer.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag über ihren Propagandakanal Amak für sich. Die radikalislamischen Taliban hatten davor bestritten, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Die Raketen schlugen ein, als Präsident Aschraf Ghani eine Rede zum Beginn des Opferfestes Eid al-Adha hielt. „Die Gruppen, die weiter Gewalt ausüben, auch wenn sie Raketen abfeuern, können die Entwicklung Afghanistans nicht aufhalten“, sagte Ghani.

In den vergangenen Wochen wurden mehrere Male Raketen auf Kabul abgefeuert. Manche landeten in Feldern, andere in Wohnhäusern. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.

Präsident Ghani hatte am Sonntag den radikalislamischen Taliban eine drei Monate lange Waffenruhe angeboten. Die Aufständischen ließen das Angebot bisher unbeantwortet.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow rechnet aber mit einer Teilnahme der Islamisten an der Afghanistan-Konferenz am 4. September in Moskau. Neben der afghanischen Regierung seien auch die Taliban eingeladen, sagte Lawrow am Dienstag in Sotschi. „Die ersten Reaktionen sind positiv; sie planen, an dem Treffen teilzunehmen.“

Lawrow dementierte aber Angaben, dass Moskau in Afghanistan mit Hilfe der Taliban die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückdrängen wolle. So hatte es der afghanische Botschafter in Russland, Abdul Kajum Kotschai, am Vortag dargestellt. Das könne er sich nicht einmal hypothetisch vorstellen, sagte Lawrow der Agentur Interfax zufolge. Die Taliban wie der IS sind in Russland als Terrorgruppen verboten. Die USA werfen Moskau indes vor, die Taliban mit Waffen zu versorgen.

Lawrow sagte, die Kontakte zu den Taliban seien bekannt. Sie gehörten zur russischen Afghanistan-Strategie, weil die Fundamentalisten dort Teil der Bevölkerung seien. Außerdem gehe es bei den Kontakten oft um Fragen der Sicherheit russischer Bürger.

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  • dpa
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