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Afghanistan Mindestens zwei Tote bei Anschlag auf australischen Konvoi

In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei einem Autobombenanschlag auf einen australischen Konvoi mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.
Update: 02.03.2018 - 15:36 Uhr Kommentieren
Nahe dem Anschlagsort an der großen Dschalalabad-Straße liegen zwei große Wohn- und Arbeitsanlagen der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen. In eines war im Sommer auch die deutsche staatliche Entwicklungshilfsorganisation GIZ eingezogen. Quelle: dpa
Anschlag in Kabul

Nahe dem Anschlagsort an der großen Dschalalabad-Straße liegen zwei große Wohn- und Arbeitsanlagen der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen. In eines war im Sommer auch die deutsche staatliche Entwicklungshilfsorganisation GIZ eingezogen.

(Foto: dpa)

KabulBei einem Bombenanschlag auf einen Konvoi der australischen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein kleines afghanisches Mädchen getötet worden. Das sagte am Freitag ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, Ismail Kawusi. Auch der Attentäter kam ums Leben. 22 afghanische Zivilisten seien verletzt worden, hieß es am frühen Abend aus dem Innenministerium.

Innenministeriumssprecher Nadschib Danisch hatte während des Tages zunächst von einem Anschlag auf internationale Soldaten gesprochen. Nach einer gegenteiligen Stellungnahme von Nato-Sprecher Tom Gresback rückte er am frühen Abend von seinen Angaben ab und sagte: „Ich kann sagen, dass ein Konvoi von Ausländern angegriffen wurde.“

Die australische Außenministerin Julie Bishop bestätigte dann am Abend (Ortszeit), dass der Anschlag auf der Dschalalabad Road, einer der größten Straßen durch die Stadt, einen Konvoi der australischen Botschaft getroffen hatte. In einer Stellungnahme auf der Webseite der Botschaft sagte sie: „Heute ist eine mutmaßliche Autobombe nahe Fahrzeugen der australischen Botschaft, die durch Kabul fuhren, detoniert.“ Australier seien nicht verletzt worden.

Die Angehörigen fast aller Botschaften in Kabul sind wegen der vielen Anschläge nur noch in gepanzerten Fahrzeugen unterwegs. Das könnte dazu beigetragen haben, dass die Autos weiterfahren konnten.

Polizeisprecher Basir Mudschahid hatte am Morgen gesagt, dass nach ersten Erkenntnissen ein Selbstmordattentäter in einem weißen Kleinlastwagen seine Sprengstoffladung gegen 9.00 Uhr (Ortszeit) neben dem Konvoi gezündet hatte. Bilder auf sozialen Medien zeigten eine hohe, dunkle Rauchwolke und beschädigte Häuser. Der Donner war weithin zu hören gewesen.

In einem internen Sicherheitsbericht einer internationalen Organisation, der der dpa vorliegt, war auch die Rede von „Schäden an einem vorbeifahrenden NGO-Konvoi“. Nahe dem Anschlagsort an der Dschalalabad-Straße liegen zwei große Wohn- und Arbeitsanlagen der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen. In eine war im Sommer auch die deutsche Entwicklungshilfeorganisation GIZ eingezogen. Aus der Pressestelle der GIZ hieß es, die Mitarbeiter seien „wohlauf“. Wer hinter der Tat steckte, blieb zunächst unklar.

In Kabul waren erst am Mittwoch Delegierte aus 26 Ländern für eine Friedenskonferenz zusammengekommen. In seiner Auftaktrede machte Präsident Aschraf Ghani den radikalislamischen Taliban ein umfassendes Friedensangebot. Der afghanische Krieg hat sich seit dem offiziellen Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 stark intensiviert. Die Taliban halten nach unterschiedlichen Schätzungen 13 bis 40 Prozent des Landes. Auch ein Ableger des IS breitet sich aus.

Im Januar hatten Taliban und IS in Kabul je zwei schwere Anschläge mit zusammen rund 150 Toten verübt. Bei einem Talibanüberfall auf ein Hotel war auch eine deutsche Entwicklungshelferin ums Leben gekommen.

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  • dpa
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