Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Afghanistan Nato und USA feiern Ende des Kampfeinsatzes

Nach 13 Jahren neigt sich der Kampfeinsatz der Isaf-Truppen in Afghanistan dem Ende zu. Jetzt fand der erste offizielle Festakt statt. Innerhalb des kommenden Jahres sollen etwa 10.000 US-Soldaten das Land verlassen.
9 Kommentare
Der internationale Nato-Befehlsbereich ließ seine Fahne herab, damit wurde der Kampfeinsatz offiziell beendet. Quelle: ap

Der internationale Nato-Befehlsbereich ließ seine Fahne herab, damit wurde der Kampfeinsatz offiziell beendet.

(Foto: ap)

Kabul Nach 13 Jahren hat die Nato ihren Kampfeinsatz in Afghanistan am Sonntag offiziell beendet. Bei einer Zeremonie in Kabul holte Kommandeur John Campbell die grün-weiße Flagge der Schutztruppe Isaf ein. Ab 1. Januar läuft die Nachfolgemission „Resolute Support“, für die 13.500 Soldaten als Berater und Ausbilder im Land bleiben - darunter allein 11.000 aus den USA.

„Resolute Support wird das Fundament einer andauernden Partnerschaft sein“, sagte Campbell bei der Feier. Der General erinnerte an die Opfer des Kriegs gegen die radikalislamischen Taliban und betonte: „Der Weg vor uns bleibt eine Herausforderung, aber wir werden triumphieren.“

Der Nato-Einsatz hatte nach der US-Invasion in Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 begonnen. In den 13 Jahren Krieg am Hindukusch verloren rund 3500 ausländische Soldaten ihr Leben, darunter 2200 Amerikaner und 55 Deutsche. Zum Höhepunkt des Nato-Einsatzes waren 2010 etwa 140.000 ausländische Soldaten im Land.

Mit Beginn des neuen Jahres sind die rund 350.000 afghanischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen die Taliban auf sich gestellt - unterstützt von den ausländischen Ausbildern und Beratern. Die US-Soldaten dürfen zudem für mindestens zwei Jahre weiter Anti-Terror-Missionen gegen die Taliban und das Terrornetzwerk Al-Kaida ausführen und afghanischen Truppen Unterstützung bieten, falls dies nötig wird.

Nach langem Hin und Her mit der afghanischen Regierung hatte Präsident Aschraf Ghani entsprechende Stationierungsabkommen mit den USA und der Nato geschlossen. Danach hatten die radikalislamischen Taliban ihre Angriffe nochmals verstärkt.

Viele Afghanen sehen den Abzug der Nato-Kampftruppen mit gemischten Gefühlen. „Zumindest haben wir in den vergangenen 13 Jahren Verbesserungen in unseren Lebensumständen gesehen - Meinungsfreiheit, Demokratie, den Menschen geht es insgesamt finanziell besser“, sagte der 42-jährige Ladenbesitzer Gul Mohammed. „Aber wir brauchen hier weiter die internationalen Truppen - zumindest, bis unsere eigenen Kräfte stark genug sind, während unsere Wirtschaft an Stärke gewinnt, während unsere Politiker versuchen, eine Regierung zu bilden.“

Der Konflikt fordert nach wie vor viele Opfer. Dieses Jahr wurden bereits 5000 getötete Sicherheitskräfte registriert, darunter 3200 Polizisten. Nach Schätzung der Vereinten Nationen verloren zudem bis zu 10 000 Zivilisten vor allem durch Attacken der Taliban ihr Leben.

Auch am späten Samstagabend feuerten Aufständische in der im Osten gelegenen Provinz Wardak eine Rakete auf ein Volleyballmatch von Heranwachsenden und töteten zwei Jungen, wie die Regionalregierung mitteilte. Fünf weitere Kinder im Alter von elf bis 14 Jahren wurden durch Splitter verletzt. In Kapisa, ebenfalls im Osten des Landes, wurden nach Angaben der örtlichen Regierung acht Aufständische bei einem Armeeeinsatz getötet.

  • ap
Startseite

Mehr zu: Afghanistan - Nato und USA feiern Ende des Kampfeinsatzes

9 Kommentare zu "Afghanistan: Nato und USA feiern Ende des Kampfeinsatzes"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Nato und USA feiern Ende des Kampfeinsatzes


    ----------------------------------------------------

    Nato und USA feiern Ende des Kampfeinsatzes===>>> Genau...

    wozu noch Soldaten dort halten...

    wenn sich doch die Politiker mit der TALIBAN AM TISCH HOCKEN

    und mit einander verhandeln wie der Kuchen zu verteilen ist.

    TONY BLAIR...hatte auch versprochen

    die dortige DROGEN-PLANTAGEN zu vernichten...

    damit unsere Kinder auf Europas Strassen davor bewahrt werden...

    das war aber alles nur...

    BLA-BLA-BLA in the AIR...von TONY BLAIR !!!!!!!!!!







  • Frage an Herrn Vitorio warum sind immer nur die Amerikaner Schuld ? meiner Meinung nach sind ihr Deutschen nur zu feige sich richtig an den Weltproblemen zuhelfen in jeder Art ihr denkt doch nur an euer Wohlergehen um super dazustehen ....damit bei euch keine Bombenanschlägen sind bezahlt ihr oder lässt terroristenangehöriger bei euch Leben und unterstützt sie noch so sehe ich deutschland ........

  • Wir sollten uns von der USA nicht unseren Handel und unsere Wirtschaft kaputt machen lassen. Es sind UNSERE Arbeitsplätze und es ist UNSER Wohlstand, der auf dem Spiel steht (und der der Russen, aber die sind ja jetzt für “Böse” erklärt worden).

    Wir sollen zugunsten von Privatinteressen einiger steinreicher Amerikaner (George Soros, Jo Biden z.B.) unsere Wirtschaft gefährden.

    Diese Leute haben in der Ukraine investiert bzw. Georg Soros hat mit einer großen Summe auf dem sogg. "Finanzmarkt” auf einen Krieg spekuliert.

    Damit er die Spekulations-Option nicht verliert, macht er nun den Kriegstreiber.

  • Wenn Waffenlieferungen automatisch Sanktionen auslösen, wäre die USA, England, Israel, Frankreich und Deutschland von der restlichen Welt ausgeschlossen.

    Was für ein Wandel beim skull and bones Mitglied Keery. Zur Vietnamzeit versuchte er sich als aktiver Friedenskämpfer, jetzt ist er ein abstossender neo-kon Falke geworden, der einen Flächenbrand innerhalb Europas provoziert.

    Glaubt der wirklich, das Russland sich seine Wirtschaft zerstören lässt. Glaubt er wirklich, das ein Mann wie Putin vor diesen Typen einknickt. Eher bleibt kein Stein auf den anderen, nur diesmal wird nicht nur Europa vernichtet werden.

  • Was feiern denn die USA und die NATO da?
    Das sie vor 13 Jahren mal einfach so ein Land überfallen haben? Dadurch Unruhe in der gesamten islam. Welt ausgelöst haben?
    Können die Amis eigentlich nichts anderes als in der ganzen Welt Krieg spielen?

  • Obama hat doch kürzlich wieder Kampfeinsätze in Afghanistan genehmigt. Was für ein Ende wird hier gefeiert, Ende von Afghanistan 1.0 ? Kommt jetzt Afghanistan 2.0 ?

    Täglich werden unschuldige Menschen in Afghanistan und Pakistan mit Drohnen ermordet. Letztlich wurden 1400 Unschuldige ermordet damit 40 Terroristen getötet werden konnten. Laut USA sind diese Einsätze "rechtmäßig, präzise und effektiv". Unserer Friedenstifter und Nobelpreisträger Obama muss es ja wissen da er diese Einsätze persönlich genehmigen muss.

  • Na wenn das mal kein Grund zum Feiern ist. Die Bilanz nach dreizehn Jahren ist mehr als rosig.
    Die Opiumproduktion verzeichnet einen Produktionsrekord nach dem anderen, weite Teile des Landes liegen in Schutt und Asche oder sind mit Minen verseucht und der nächste Stammeskrieg wird nicht lange auf sich warten lassen.
    Die genannte Truppenstärke bezieht sich auf reguläre Armeeangehörige. Wie groß ist die Zahl der ausgegliederten "privaten Sicherheitsdienste", die unkontrolliert tun und lassen können, was sie wollen?
    Gratulation zum Erfolg liebe NATO.

  • >> Nato und USA feiern Ende des Kampfeinsatzes >>

    Was ist erreicht : NICHTS !

    Was hat es gekostet : Hunderte Milliarden €

    Wer hat gewonnen : Die Spekulanten und die Rüstungsindustrie

    Was ist die Lehre : Yankees, Hände weg von der Welt ! Marionetten, laßt die Yankees selber machen !

  • Richtig muß es heißen: 13 Jahre nach dem Überfall auf Afganistan.

Serviceangebote