Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Afghanistan Schwerer Verlust für die CIA

Nun ist es bestätigt: Bei den sieben US-Bürgern, die am Mittwoch bei einem Attentat in Afghanistan ums Leben kamen, handelte es sich um CIA-Agenten. Die Attacke zählt zu den schwersten in der Geschichte des US-Geheimdienstes.
1 Kommentar
US-Soldaten bei einer Patrouille in der Nähe eines Dorfes in der afghanischen Provinz Khost. Quelle: dpa Quelle: dpa

US-Soldaten bei einer Patrouille in der Nähe eines Dorfes in der afghanischen Provinz Khost. Quelle: dpa

(Foto: dpa)

WASHINGTON/ KABUL. Der US-Geheimdienst CIA hat in Afghanistan einen der schwersten Verluste seiner Geschichte erlitten: Sieben Agenten kamen ums Leben, als sich am Mittwoch ein Selbstmordattentäter auf einem Stützpunkt im Osten des Landes in die Luft sprengte. US-Präsident Barack Obama würdigte die getöteten Geheimdienstler, die der CIA bei ihren Aktionen am Hindukusch nach Einschätzung von Experten bitter fehlen dürften.

CIA-Direktor Leon Panetta bestätigte am Donnerstag den Tod von sieben Agenten. Sechs weitere Mitarbeiter des US-Auslandsgeheimdienstes seien verletzt worden. Der Attentäter sprengte sich den Angaben zufolge auf dem Gelände der Chapman-Militärbasis in der Provinz Chost in die Luft. Als afghanischer Soldat soll er die Sicherheitskräfte getäuscht und schließlich in einem Fitnessraum einen Sprengstoffgürtel gezündet haben. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

Die Attacke ist der schwerste Verlust der CIA seit dem Anschlag auf eine Militärbasis in der libanesischen Hauptstadt Beirut 1983, als acht Agenten umkamen. Insgesamt waren damals 241 US-Bürger und 58 Franzosen gestorben. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 waren laut US-Medienberichten bislang erst vier CIA-Mitarbeiter getötet worden. Vor dem CIA-Hauptquartier in Langley im US-Bundesstaat Virginia hingen die Flaggen auf Halbmast.

Obama: "Eure Leistung wird zutiefst geschätzt"

Obama ehrte in einem Brief an die CIA-Mitarbeiter den „Mut und die Ehre“ der gestorbene Agenten. Die CIA sei so stark wie nie herausgefordert worden, schrieb der US-Präsident und lobte die Geheimdienstler für ihren Einsatz: „Eure Triumphe und Eure Namen sind den amerikanischen Mitbürgern wohl unbekannt, aber Eure Leistung wird zutiefst geschätzt.“ Die US-Regierung baut bei dem Militäreinsatz in Afghanistan zunehmend auf die Aufklärungsarbeit der CIA. Der Geheimdienst leitete in der Vergangenheit zudem Drohnenangriff gegen mutmaßliche Taliban-Verstecke im benachbarten Pakistan.

Der frühere CIA-Agent und heutige Talkshow-Moderator Jack Rice sagte, das Attentat könnte „enorme Folgen“ für die Arbeit der CIA in Afghanistan haben. Die getöteten Agenten seien wahrscheinlich „die besten Jungs der Welt“ für ihre Aufgabe gewesen und daher kaum zu ersetzen. Außerdem seien die Kontakte, die sie sich vor Ort aufgebaut hätten, mit ihrem Tod verloren.

Mehrere Menschen verschleppt

Bei einem zweiten Anschlag im Süden des Landes starben vier kanadische Soldaten und eine Journalistin. Das kanadische Militärfahrzeug wurde nach Armeeangaben in der südlichen Stadt Kandahar von einem am Straßenrand versteckten Sprengsatz getroffen. Nach Angaben der kanadischen Armee ereignete sich die Attacke bereits am Dienstag bei einer Streifenfahrt. Auch zu dem Anschlag auf die Kanadier bekannten sich die Taliban. Seit Beginn des Militäreinsatzes in Afghanistan vor acht Jahren starben damit 138 kanadische Soldaten.

Im Osten Afghanistans wurden zwei französische Fernsehjournalisten und ihre drei afghanischen Begleiter verschleppt. Radikalislamische Taliban hätten die fünf Männer am Mittwoch rund 60 Kilometer vor Kabul entführt, sagte eine französische Journalistin. Der französische Verteidigungsminister Hervé Morin, der am Donnerstag auf Truppenbesuch in Afghanistan war, bestätigte, dass die beiden Franzosen seit Mittwoch verschwunden seien.

Brexit 2019
Startseite

1 Kommentar zu "Afghanistan: Schwerer Verlust für die CIA"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wo ist den der unterschied zwischen "radikalislamisticher" und "islamistischer"?
    Und noch eine Frage: Muß man jetzt die Köln-Eherenfelder "Edelweoßpiraten" (mögen sie in frieden Ruhen) zu radikalchristlicher Fundamentalisten Umbennnen, nur weil Sie den Nazis in den Arsch getreten haben um sie aus unserem wundervollem Ehrenfeld raus kicken wollten ? You know what i mean!