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Afghanistan Zehn Tote bei Taliban-Angriff in Kabul

Zwei Anschläge binnen drei Tagen und ein Vormarsch: Die Taliban senden eine klare Botschaft. Die Extremisten halten nichts von den Friedensgesprächen, die der afghanische Präsident Ghani wiederaufleben lassen will.
12.12.2015 - 08:13 Uhr
Mindestens zehn Menschen kamen bei einer Anschlagsserie ums Leben. Quelle: AFP
Britische Soldaten tragen ein Opfer des Angriffs davon

Mindestens zehn Menschen kamen bei einer Anschlagsserie ums Leben.

(Foto: AFP)

Kabul Nach fast zehnstündigen Gefechten haben afghanische Sicherheitskräfte den Taliban-Angriff im Botschaftsviertel der Hauptstadt Kabul niedergeschlagen. Mindestens zehn Menschen kamen dabei ums Leben. Der Sprecher der Kabuler Polizei, Basir Mudschahid, sagte am Samstagmorgen, zwei Spanier, vier Polizisten sowie alle vier Angreifer seien getötet worden. Zudem wurden demnach neun Zivilisten und ein Polizist verletzt. Kämpfer der radikal-islamischen Taliban hatten am Freitagabend ein Gästehaus in dem Viertel angegriffen.

Es war der zweite große Anschlag der Extremisten in dieser Woche. Am Dienstag und Mittwoch hatten sie den zweitgrößten Flughafen des Landes in Kandahar überfallen. 61 Menschen starben, darunter die elf Angreifer. Am Mittwoch brachten sie zudem einen Distrikt in der Provinz Helmand unter ihre Kontrolle. Der Vormarsch und die Anschläge ereigneten sich inmitten neuer Friedensbemühungen des afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani.

Einem Augenzeugenbericht zufolge zündete das Taliban-Kommando am Freitagabend gegen 18 Uhr (Ortszeit) zunächst eine Autobombe vor dem Tor des Gästehauses im zentralen Stadtteil Scherpur. Dabei sei ein Wachmann ums Leben gekommen, sagte ein Sicherheitsmann des benachbarten Hauses. Ob er in der Opferliste des Kabuler Polizeisprechers aufgeführt war, blieb zunächst unklar. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy teilte am Freitagabend mit, ein spanischer Polizist sei getötet worden. Details gab er zunächst nicht bekannt. Von einem zweiten spanischen Opfer wurde aus Madrid bislang nichts bekannt.

Verwirrung herrscht weiterhin um das Ziel der Attacke. Zunächst hatte das Außenministerium in Madrid bestätigt, dass der Angriff der Botschaft des Landes gegolten habe. Später dementierte Ministerpräsident Rajoy. Die spanische Botschaft arbeitet in Scherpur in mehreren Gebäuden, von denen einige auch als Gästehäuser dienen.

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    (Foto: dpa)
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    (Foto: AFP)
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    (Foto: AFP)
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    (Foto: dpa)
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    (Foto: dpa)

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    • dpa
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