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Afrika Mehrere Tote nach Anschlag auf französische Botschaft in Burkina Faso

In Burkina Fasos Hauptstadt gab es Tote und viele Verletzte bei einem Terroranschlag – unter ihnen auch mehrere Angreifer.
Update: 02.03.2018 - 19:30 Uhr 3 Kommentare

Angriff auf französische Botschaft in Burkina Faso

OuagadougouBei einem Terroranschlag in der Hauptstadt des westafrikanischen Staates Burkina Faso sind mindestens 90 Menschen verletzt worden und mehrere Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen auch acht Angreifer. Der Angriff richtete sich gegen die Zentrale der Streitkräfte und die französische Botschaft in der Hauptstadt Ouagadougou. „Nach jetzigen Erkenntnissen sind keine Deutschen unter den Opfern“, teilte das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes am Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Mindestens sieben Soldaten seien bei dem Angriff auf den Sitz des Generalstabs der Streitkräfte getötet worden, zwei weitere bei der Botschaft, wie Regierungssprecher Remy Danguinou am Freitag dem örtlichen Sender „Radio Omega“ sagte. Man könne von einem Terroranschlag sprechen, erklärte er. Ob es auch Opfer unter der Zivilbevölkerung gab, blieb zunächst unklar.

Am Freitagmorgen war im Regierungsviertel der Hauptstadt automatisches Feuer zu hören, etwa aus Maschinenpistolen, wie Reporter berichteten. Vom Gelände des Generalstabs stieg zudem schwarzer Rauch auf, der auf eine Detonation hindeutete. Örtliche Medien sprachen von einer explodierten Autobombe. Auf dem Gelände waren Ambulanzen zu sehen. Sicherheitskräfte riegelten das Viertel weitgehend ab. Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, sich von dem Stadtviertel in der Nähe des Amtssitzes des Premierministers fernzuhalten. Spezialeinheiten des Militärs kamen zum Einsatz.

Die Extremisten griffen nach Angaben von Minister Danguinou in separaten Attacken die Botschaft und das Büro des Generalstabschefs an. Augenzeugen sagten, fünf Personen in einem Kleinlastwagen seien an dem Botschaftsgebäude vorgefahren, hätten ihr Fahrzeug in Brand gesteckt und das Feuer eröffnet. Zuvor riefen sie demnach „Allahu Akbar“ (Gott ist groß). Ähnlich lief auch der Angriff auf das Büro des Generalstabschefs ab.

Stundenlang waren danach Explosionen und Schüsse zu hören. Am Nachmittag sagte Danjuinou, dass wieder Ruhe in der Hauptstadt eingekehrt sei. Im Botschaftsviertel hätten Angestellte ihre Büros verlassen können. Auf der anderen Seite der Stadt, im Westen Ouagadougous, stieg schwarzer Rauch aus dem Gebäude des Generalstabchefs auf.

Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian sagte, französische Sicherheitskräfte hätten ihre Kollegen aus Burkina Faso unterstützt. In seinem Ministerium sei ein Krisenzentrum eingerichtet worden. Oberste Priorität habe für ihn die Sicherheit der Franzosen in Burkina Faso, sagte Le Drian.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verfolge die Lage und werde ständig informiert, hieß es aus dem Élyséepalast. Das Auswärtige Amt forderte Reisende auf, „Bewegungen in Ouagadougou vorerst zu vermeiden, in sicheren Unterkünften zu bleiben und die lokalen Medien zu verfolgen.“ Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein, wie die Behörde bestätigte. Das ist bei Fällen im Ausland üblich, in denen Franzosen Opfer oder Ziel waren.

Der Bürgermeister Ouagadougous, Armand Béouindé, sagte der französischen Zeitung „Le Monde“, es handle sich offenbar um einen Anschlag radikalislamischer Dschihadisten. Zunächst bekannte sich jedoch keine Gruppe zu dem Anschlag. Der Sitz des Generalstabs in der Nähe des französischen Kulturinstituts liegt nur knapp zwei Kilometer westlich der französischen Botschaft.

Ouagadougou wurde in den vergangenen Jahren bereits zweimal von Extremisten attackiert. Im August 2017 eröffneten Bewaffnete das Feuer auf die Gäste eines Restaurants und töteten dabei 18 Menschen. Im Januar 2016 kamen bei einer Attacke auf ein auch bei Ausländern beliebtes Café in der Hauptstadt 30 Menschen ums Leben. Beide Male dauerte es Stunden, bis die Sicherheitskräfte die Lage wieder unter Kontrolle hatten.

Auch abseits der Hauptstadt kam es zuletzt immer wieder zu extremistischen Angriffen. Besonders gefährlich ist die Grenzregion zu Mali, aus der seit dem vergangenen Jahr Tausende Menschen geflohen sind. Von dort stammt auch der burkinische Extremistenführer Malam Dicko, der mit radikalislamischen Gruppen auf der malischen Seite der Grenze zusammenarbeitet. Eines seiner erklärten Ziele ist eine Abschaffung von Französisch als Unterrichtssprache.

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  • ap
  • dpa
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3 Kommentare zu "Afrika: Mehrere Tote nach Anschlag auf französische Botschaft in Burkina Faso"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Santos, es wird weiterhin Terrorismus geben und die Weltwirtschaft wird weiterhin
    wachsen. In Berlin, Paris, London, Madrid etc sind sehr viel mehr Menschen umgekommen,
    als bei diesem Anschlag in Ouaga. In der BRD hatten wir die RAF. Natuerlich muessen alle
    Staaten bei der Terrorisbekaempfung zusammenarbeiten, aber ausmerzen werden wir den
    Terrorismus wohl nie. Und mit den Folgen der Kolonialzeit hat das nichts zu tun.

  • Ist eines der neuen Sozial Ämter betroffen für die neuen Gäste ?

  • AFRIKA
    Mehrere Tote bei Anschlag auf französische Botschaft in Burkina Faso
    In der Hauptstadt von Burkina Faso haben Islamisten einen Anschlag auf das Regierungs- und Botschaftsviertel verübt. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben.

    ..........................

    @ alle Familienangehörige der Opfer : MEIN BEILEID !!!

    @ AFRIKANISCHE UNION : EIN KONTINENT KANN ERST BEGINNEN ZU WACHSEN WENN MAN DEN TERRORISMUS BEKÄMPFT, und zwar direkt dort wo es sich etwa in Afrika eingenistet hat !

    @ EUROPA : Wer glaubt daß Weltwirtschaft durch Handelskriege wegen dem USA blockiert werde, hat noch nicht verstanden WELCHE VERPFLICHTUNGEN AUCH EUROPA HAT " BOKO HARAM IN GANZ AFRIKA ALS AUCH ANDERE ZU BEENDEN ! "

    EUROPA IST AN AFRIKA ANTI-TERRORISMUS BEKÄMPFUNGS HILFE SCHULDIG !!!

    Der HASS AUF KOLONIAL ZEITEN DER EUROPÄER IN AFRIKA ist heute noch vorhanden und kann nur abgestellt werden wenn Europa alle Afrikanische Staaten ( 55 ) dabei behilflich ist den dortigen Terrorismus abzuschaffen !!!

    VORHER WÄCHST KEINE WELTWIRTSCHAFT, solange Terrorismus besteht und sich sogar erweitert !
    Irgendwann ist es dann in Europa wieder da !!!




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