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Afrika Offenbar Putschversuch im Sudan verhindert

Nach Angaben der Militärregierung sollen Mitglieder der Streitkräfte und Sicherheitskräfte versucht haben, gegen die Staatsführung zu putschen.
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Seit Monaten kommt es in dem afrikanischen Land immer wieder zu Demonstrationen und Protesten. Quelle: AP
Sudan

Seit Monaten kommt es in dem afrikanischen Land immer wieder zu Demonstrationen und Protesten.

(Foto: AP)

Khartum Im Sudan ist nach Angaben des regierenden Militärs ein Putschversuch verhindert worden. Verantwortlich dafür seien Mitglieder der Streitkräfte und Sicherheitskräfte, teilte der Leiter des Sicherheitskomitees des militärischen Übergangsrats, Dschamal Omar Ibrahim, am späten Donnerstagabend mit.

Ziel sei gewesen, die kürzlich erzielte Einigung zwischen der Militärführung und der Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung in dem ostafrikanischen Land zu blockieren, hieß es. Etliche Menschen wurden demnach festgenommen. Der Anführer des Putschversuchs und einige andere Militärs würden noch gesucht. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Im April wurde Langzeit-Präsident Omar al-Baschir vom Militär gestürzt. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste und eine Sitzblockade in der Hauptstadt Khartum vorausgegangen. Daraufhin rangen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung. Am 3. Juni töteten Sicherheitskräfte bei der Auflösung der Sitzblockade mehr als 120 Menschen.

Vergangene Woche einigten sich das Militär und die zivile Opposition dann auf eine gemeinsame Übergangsregierung, die den Weg für Neuwahlen in drei Jahren ebnen soll.

Mehr: Die Übergangsregierung des Sudan bittet um den Erlass von Milliardenschulden. Nur so könne der Neuanfang in dem afrikanischen Staat gelingen.

  • dpa
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