Afrikanische Währung Der Traum vom „Afro“ soll dem Kontinent helfen

Afrikas Wirtschaft gilt nicht gerade als Erfolgsgeschichte. Doch inzwischen trauen einige Experten dem Kontinent zu, den Aufstieg Asiens zu kopieren. Allerdings sind bis dahin noch einige Probleme zu lösen.
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In der neuen Zentrale der Afrikanischen Union in Addis Abeba träumt man von einer Gemeinschaftswährung. Quelle: dpa

In der neuen Zentrale der Afrikanischen Union in Addis Abeba träumt man von einer Gemeinschaftswährung.

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KapstadtWenn die Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) ein verlässlicher Anhaltspunkt für den Zustand des Kontinents wären, müsste Afrika boomen: Pomp, Pathos und teure Limousinen bestimmten im äthiopischen Addis Abeba zu Wochenbeginn das Bild. Die Staats- und Regierungschefs trafen sich zum ersten Mal in einem nagelneuen, 200 Millionen Dollar teuren Konferenzgebäude, das von Chinesen gebaut worden war.

Um den schönen Schein zu wahren, packten die afrikanischen Führer die heiklen Themen gar nicht erst an - die schweren Unruhen in Nigeria etwa, die blutigen Stammeskämpfe im erst vor sechs Monaten unabhängig gewordenen Südsudan oder die angespannte Lage im Senegal und in Somalia.

Stattdessen beschworen sie den Jahrzehnte alten Traum einer einzigen afrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft mit einem „Afro“ als Gemeinschaftswährung. Bereits in fünf Jahren will Afrika nach Bekunden des stellvertretenden AU-Vorsitzenden Erastus Mwecha das Ziel einer Freihandelszone erreichen: „Wenn unsere Pläne bis dahin umgesetzt werden, erwarte ich binnen eines Jahrzehnts eine Verdoppelung des innerafrikanischen Handels“, sagte der Kenianer voller Optimismus.

Viele Fondsmanager, Investmenthäuser und Unternehmensberater teilen die Zuversicht für Afrikas wirtschaftliche Entwicklung. Die Strategieberater von AT Kearney etwa schrieben in einer Studie, dass es für viele Firmen nicht länger darum ginge, ob, sondern allein wo und wie sie nach Afrika gingen. Ernst & Young prognostizierte, dass Afrika auf der Entwicklungskurve 30 Jahre hinter China und 20 Jahre hinter Indien liege und dass diese beiden Länder schon bald einfache Produktionsprozesse nach Afrika auslagerten.

Die Hindernisse für eine afrikanische Erfolgsgeschichte sind aber hoch. Wie hoch, zeigt sich bereits daran, dass der Anteil des innerafrikanischen Handels am Gesamthandel des Kontinents 2010 bei lediglich zwölf Prozent lag. In Asien liegt der Anteil des regionalen Warenaustauschs bei mehr als 50 Prozent, in Europa sogar bei gut 70 Prozent. Selbst für Südafrika ist der eigene Kontinent wirtschaftlich kaum von Bedeutung: Das einzige Industrieland wickelt rund 85 Prozent des Handels mit Partnern außerhalb Afrikas ab. Da verwundert es nicht, dass der Kontinent insgesamt kaum zwei Prozent zur weltweiten Wirtschaftsleistung beiträgt.

Es fehlen Facharbeiter und sogar Strom
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7 Kommentare zu "Afrikanische Währung: Der Traum vom „Afro“ soll dem Kontinent helfen"

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  • Nicht wirklich, in dem ein oder anderen Land funktioniert die Demokratie besser und die Korruption ist nicht so weit verbreitet.

  • ....das war auch sein Untergang.

  • Ja hatte er! Er wollte den "Golddinar" für Afrika einführen....Solche Ideen sind für die betroffenen sehr gefährlich, untergraben diese doch die Hegemonialpolitik des "westens"...

  • Cool, dann kann Griechenland ja bald dem Afro beitreten. Da ist man in guter Gesellschaft...

  • Hatte Ghaddafi nicht ähnliches vor?

  • Das soll wohl ein Witz sein: Asien kopieren. Zwischen den Mentalitaeten liegen Galaxien!! Und dann "Afro", wie einfallslos. Warum nicht BATA-BUTU. Ein BATA-BUTU sind 100 MBELE und umgerechnet 0.004 Dollar...

  • Ich hoffe nur, die Jungs da unten gucken sich /genau/ an, wie das mit so 'ner Gemeinschaftswährung bei uns läuft.

    Südafrika und Zimbabwe mit einer gemeinsamen Währung? Viel Spaß.

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