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Alain Minc Sarkozy-Vertrauter sieht kaum noch Siegeschance

Selbst bei den engen Vertrauten des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy schwindet die Hoffnung auf eine Wiederwahl. Unternehmer Alain Minc gibt sich im Handelsblatt-Interview skeptisch.
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Rien ne va plus? Präsident Sarkozy muss eine Wahlniederlage fürchten. Quelle: Reuters

Rien ne va plus? Präsident Sarkozy muss eine Wahlniederlage fürchten.

(Foto: Reuters)

Paris Alain Minc, Unternehmer und enger Vertrauter von Staatspräsident Nicolas Sarkozy, sieht nur noch eine "Chance von 30 Prozent" für dessen Wiederwahl in der zweiten Runde am 6.Mai. Im Interview mit dem Handelsblatt führte er aus, dass Sarkozy im ersten Wahlgang mit dem knappen Rückstand von anderthalb Punkten auf seinen  Herausforderer Hollande ein deutlich besseres Ergebnis erreicht habe als andere europäische Regierungschef, die in Wahlen abgestraft wurden.

Minc sieht die rechtsextreme Front National, deren Kandidatin Marine Le Pen auf fast 18 Prozent der Stimmen kam, als keine große Gefahr an: Erstens seien Radikale von links und rechts in Frankreich schon immer auf rund 30 Prozent der Stimmen gekommen, und zweitens sei die Partei "auf dem Weg, sich zu einer rechtspopulistischen" Formation zu wandeln. Unter Marines Vazer sei die FN dagegen noch eine "von Quasi-Faschisten geführte" Partei gewesen.

Den Erfolg der antieuropäischen Polemik Le Pens führt Minc auf die traditionelle Europafeindlichkeit eines Teils der Franzosen zurück. Hinzu komme, dass die EU "ein Projekt der Eliten von links und rechts" sei, dass der Bevölkerung aufgestülpt worden sei. Es gebe denoch keine Alternative zu einer noch tieferen Integration, die aber besser erklärt werden müsse.    

 

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