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Alchanow Favorit - Einziger Oppositionspolitiker mit Chancen ausgeschlossen Selbstmordanschlag bei Wahl in Tschetschenien

Vier Monate nach dem Attentat auf Präsident Kadyrow sind die Tschetschenen an diesem Sonntag zur Wahl eines Nachfolgers aufgerufen. Vor einem Wahllokal in Grosny sprengte sich ein Mann in die Luft.

HB BERLIN. Nach Beginn der Präsidentenwahl in Tschetschenien ist es vor einem Wahllokal in der Hauptstadt Grosny zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Mann habe sich selbst in die Luft gesprengt, teilten die Behörden mit. Zuvor war er wegen eines mitgeführten Pakets von Polizisten gestoppt worden.

Die Wahl sei nach der Explosion ungehindert weitergegangen, wie der russische Fernsehsender NTV berichtet. Insgedamt 570.000 Wähler sind demnach aufgerufen, einen Nachfolger für den im Mai ermordeten Präsidenten Achmat Kadyrow zu bestimmen.

Als klarer Favorit gilt der vom Kreml unterstützte Generalmajor Alu Alchanow, bislang Innenminister der zu Russland gehörenden Kaukasusrepublik. Regierungskritiker werten die Wahl auch als Machtdemonstration Moskaus ohne demokratische Legitimation. Keinem der sechs Gegenkandidaten Alchanows waren größere Veranstaltungen oder Auftritte in den Medien möglich.

Die Opposition nimmt zudem nicht an der Wahl teil. Der einzige Politiker, dem neben Alchanow ernsthafte Chancen eingeräumt wurden, der Geschäftsmann Malik Saidullajew, wurde von der moskautreuen Regierung in Grosny von der Wahl ausgeschlossen.

Die Sicherheitsvorkehrungen wurde wegen der Wahl massiv verstärkt. als 17.000 Polizisten seien zum Schutz der Wahllokale abkommandiert, hieß es.

Die Wahl war überschattet von Sprengstoff-Anschlägen auf zwei Flugzeuge mit insgesamt 90 Toten. Als Täterinnen wurden zwei tschetschenische Selbstmord-Attentäterinnen vermutet. Der russische Geheimdienst FSB hatte lange versucht, die Anschläge als «Unfälle» herunterzuspielen.

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