Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Alexander Italianer Ex-Generalsekretär der EU-Kommission heuert bei Arnold & Porter an

Der ehemals oberste Beamte der EU-Kommission berät künftig Kunden einer US-Wirtschaftskanzlei. Für Kritiker kommt der Wechsel zu früh.
Kommentieren
Der Ex-Spitzenbeamte werde den Kunden der Kanzlei „strategische Einblicke“ liefern. Quelle: Brussels Economic Forum
Alexander Italianer

Der Ex-Spitzenbeamte werde den Kunden der Kanzlei „strategische Einblicke“ liefern.

(Foto: Brussels Economic Forum)

BrüsselDreißig Jahre hat Alexander Italianer in der EU-Kommission verbracht, und dabei ging es stets bergauf. Der letzte Posten des Niederländers war der höchste, den die Brüsseler Behörde zu vergeben hat: Von 2015 bis 2018 war der 63-Jährige Generalsekretär.

Genau ein Jahr nach seinem Ausscheiden aus der Kommission wird Italianer nun Berater der US-Wirtschaftskanzlei Arnold & Porter. Der Ex-Spitzenbeamte werde den Kunden der Kanzlei „strategische Einblicke“ liefern in Bereiche wie „Wettbewerb, internationalen Handel, Auslandsinvestitionen und Regulierung“, teilte Arnold & Porter mit.

Auf einem dieser Gebiete kennt sich Italianer besonders gut aus: Vor seinem Job als Generalsekretär war der Ökonom fünf Jahre Generaldirektor der EU-Wettbewerbsbehörde.

Die Gefahr von Interessenkonflikten sieht die Kommission gleichwohl nicht. Italianer habe sich verpflichtet, nie für Kunden oder an Themen zu arbeiten, mit denen er als Beamter persönlich zu tun gehabt habe, sagte ein Sprecher. Die Ethikregeln der Kommission für ehemalige Beamte seien im Übrigen „beispielhaft“. Kritiker überzeugt das nicht.

„Eine starke EU-Wettbewerbsbehörde darf nicht in Misskredit gebracht werden, weil Einzelne ihren Abgang vergolden“, meint EU-Parlamentarier Sven Giegold von den Grünen. In der Wettbewerbsbehörde müssten die Regeln für einen Seitenwechsel verschärft werden.

Brexit 2019
Startseite

0 Kommentare zu "Alexander Italianer: Ex-Generalsekretär der EU-Kommission heuert bei Arnold & Porter an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.