Alexander Van der Bellen im Interview „Man sagt mir nach, ich denke, bevor ich spreche“

Alexander Van der Bellen will auch im zweiten Anlauf zum Bundespräsidenten in Österreich gewählt werden. Der ehemalige Grünen-Chef in einem Gespräch über Europa, russische Schriftsteller und Donald Trump.
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Der Kandidat für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten und ehemalige Parteichef der Grünen will sich für eine pro-europäische Regierung einsetzen. Quelle: dpa
Alexander Van der Bellen

Der Kandidat für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten und ehemalige Parteichef der Grünen will sich für eine pro-europäische Regierung einsetzen.

(Foto: dpa)

WienIn knapp zwei Wochen bekommt Österreich einen neuen Präsidenten. Der ehemalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen (72) könnte als neuntes Staatsoberhaupt nach 1945 in die noble Wiener Hofburg einziehen. 15 Fragen an den Wirtschaftsprofessor.

Frage: Fast zwölf Monate Wahlkampf sind...?
Der wohl längste Wahlkampf in der jüngeren österreichischen Geschichte – und schon fast amerikanische Verhältnisse.

Was schätzen Sie an Ihrem Kontrahenten?
Sein Engagement für Menschen mit Behinderung.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an sich selbst?
Man sagt mir nach, ich denke, bevor ich spreche.

Wie wird die First Lady ihre Rolle ausfüllen?
Meine Frau ist berufstätig und will das auch weiterhin bleiben.

Was stört Sie an Ihrer Partei?
Ich habe meine Parteimitgliedschaft am 23. Mai ruhend gestellt. Ich trete als unabhängiger Kandidat zu dieser Wahl an und werde dabei von einer breiten Bürgerbewegung unterstützt.

Welcher Satz eines Lehrers hallt bei Ihnen bis heute nach?
Mein Geschichte- und Geografie-Lehrer hatte die ungewöhnliche Angewohnheit stets zu sagen „Da hast du richtig“ statt „Da hast du recht“, ein amüsanter Beleg für „Deutsche Sprache, schwere Sprache“.

Die Obergrenze für Flüchtlinge in Österreich ist...?
Ich bin zuversichtlich, dass es bei Bemühen aller Seiten zu einer breit akzeptierten Lösung kommt. Solange sich die Kriegssituation im Nahen Osten nicht ändert, müssen darüber hinaus die Bemühungen auf EU-Ebene verstärkt werden, solidarisch vorzugehen. Bundeskanzler, Vizekanzler und Außenminister sind gefordert, sich auf europäischer Ebene stärker für eine gesamteuropäische Lösung einzusetzen.

„Das Gerede von einem EU-Austritt schadet der Wirtschaft“
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