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Alexej Nawalny EU bereitet neue Sanktionen gegen Russland vor

Die Mitgliedstaaten der EU scheinen sich bei neuen Sanktionen gegen Russland einig zu sein. Im Raum stehen Einreiseverbote und Vermögenssperren.
18.02.2021 - 12:27 Uhr Kommentieren
Die EU-Außenminister werden bei einem Treffen am kommenden Montag den Auswärtigen Dienst auffordern, eine Liste mit zu sanktionierenden Personen und Organisationen vorzulegen. Quelle: dpa
Tagung der EU-Außenminister

Die EU-Außenminister werden bei einem Treffen am kommenden Montag den Auswärtigen Dienst auffordern, eine Liste mit zu sanktionierenden Personen und Organisationen vorzulegen.

(Foto: dpa)

Brüssel In der EU zeichnet sich angesichts der jüngsten Entwicklungen im Fall Nawalny eine klare Unterstützung für neue Russland-Sanktionen ab. Wie Diplomaten am Donnerstag nach Beratungen in Brüssel berichteten, ist derzeit kein Widerstand einzelner Staaten gegen weitere Strafmaßnahmen ersichtlich.

Die EU-Außenminister werden demnach vermutlich bei einem Treffen am kommenden Montag den Auswärtigen Dienst auffordern, eine Liste mit Personen und Organisationen vorzulegen, die mit Einreiseverboten und Vermögenssperren belegt werden sollen. Im Idealfall könnten die Sanktionen dann in den nächsten Wochen in Kraft treten, hieß es.

Gründe für die Sanktionsvorbereitungen der EU sind die Verurteilung des Kremlkritikers Alexej Nawalny zur Verbüßung einer früheren Strafe von dreieinhalb Jahren Haft und das Vorgehen der russischen Behörden gegen Proteste von Anhängern Nawalnys. Nach Auffassung der Mitgliedstaaten ist das Urteil politisch motiviert und steht im Widerspruch zu den internationalen Menschenrechtsverpflichtungen Russlands.

Nawalny war Anfang Februar in Russland verurteilt worden, weil er aus Sicht der Richterin mehrfach gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren von 2014 wegen Betrugs und Veruntreuung von Geldern verstoßen hat. Der Oppositionspolitiker hatte sich im Januar zur Rückkehr in seine Heimat entschieden, obwohl er dort im vergangenen August Opfer eines Anschlags mit dem als Chemiewaffe verbotenen Nervengift Nowitschok geworden war. Er war dann bei seiner Ankunft festgenommen worden.

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    Wegen des Anschlags auf Nawalny, der danach in Deutschland behandelt wurde, hatte die EU bereits im vergangenen Jahr Einreise- und Vermögenssperren gegen mutmaßliche Verantwortliche aus dem Umfeld von Präsident Wladimir Putin verhängt. In Brüssel wird davon ausgegangen, dass staatliche Stellen in Russland hinter dem Attentat stehen.

    Mehr: Eklat in Moskau: Russland weist drei EU-Diplomaten aus

    • dpa
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