Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Alkoholregelungen Die neue Prohibition

Egal ob in den USA, China oder Russland: Geht es um Alkohol, gibt es die absurdesten Regelungen und die haarsträubendsten Handhabungen. Die einen fördern das Trinken, andere wollen es unterbinden.
9 Kommentare
Während der Prohibition protestierten die Menschen für Alkohol.

Während der Prohibition protestierten die Menschen für Alkohol.

Öffentliche Saufgelage will Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nicht mehr dulden. Deshalb hat er nun Vertreter von Kommunen, Landespolitik und Polizei für den 24. Januar zu einem Runden Tisch eingeladen. Der Grund: Die Kommunen hätten zu viel unter Alkoholexzessen in der Öffentlichkeit zu leiden.

Dass die Mehrheit der rot-grünen Regierung diesen Anti-Alk-Vorstoß ablehnt, beeindruckt Kretschmann wenig. Stattdessen heißt es in der Einladung: Es sei ihm „ein persönliches Anliegen“, die von regelmäßigen Saufgelagen betroffenen Kommunen mit ihren Problemen „nicht alleine zu lassen, sondern den Dialog zu suchen, um Lösungsmöglichkeiten auszuloten“.

Doch damit macht er sich in seiner Partei keine Freunde. Volker Beck beispielsweise versteht die Welt nicht mehr: „An diesem Rad sollten wir Grüne als Freiheitspartei nicht weiter drehen“, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion und kritisiert: „Für viele Menschen kommt ein Alkoholverbot einem Platzverbot gleich, weil das gemeinschaftliche Trinken neben den Gesprächen eine wichtige soziale Aktivität an diesen Orten darstellt.“

Zudem löse ein Alkoholverbot keine sozialen Probleme, sondern schaffe Verlagerungen an andere Orte. Als Kölner könne er sich nicht vorstellen, wie man ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum zu Karneval oder beim Christopher Street Day durchsetzen wolle. „Das übersteigt meine Fantasie.“ Die Deutschen führen die europäische Alkoholkonsum-Statistik an. 12,9 Liter Alkohol konsumieren sie pro Jahr. Im Vergleich: Der europäische Schnitt liegt bei 12,5 Liter pro Jahr.

Soviel dazu. Doch im Vergleich sind die Probleme des baden-württembergischen Ministerpräsidenten gering.

USA: Wie im Kommunismus

Ab einem gewissen Alter ist es ja ganz schmeichelhaft, für jünger gehalten zu werden als man in Wirklichkeit ist. Doch was Charles Johnson vergangenen November in Florida passierte, ging dem Rentner dann doch zu weit. Der 80-Jährige wollte in einem Hooters-Restaurant ein Bier bestellen – doch das wurde ihm verweigert. Grund: Er hatte seinen Führerschein nicht dabei. Er konnte somit nicht beweisen, dass er über 21 Jahre alt ist – das Mindestalter für Alkoholkonsum in den USA.

Johnson protestierte vergebens, der Restaurantleiter blieb seinen Regeln treu: kein Bier ohne Ausweis. Schließlich drohen Gastronomen hohe Strafen bis zum Verlust der Lizenz, sollten sie Alkohol an Minderjährige ausschenken. Da nimmt man lieber einen renitenten Rentner in Kauf.

Mit dem Alkohol ist es in Amerika so eine Sache. Abgesehen von den Bildern feiernder College-Studenten, die sich an Spring Break wegballern, ist er gesellschaftlich akzeptiert und gehört bei gesellschaftlichen Anlässen dazu. Gleichzeitig behandeln ihn viele Bundesstaaten als einen doch irgendwie anrüchigen Stoff, der streng reglementiert werden muss. Wer durch das Land reist, sollte sich in jedem der 50 Staaten mit den Gesetzen vertraut machen, bevor er eine Bar betritt oder im Laden Bier kaufen will – denn sie sind so unterschiedlich wie zum Teil absurd.

Die meisten kennen die verräterischen braunen Papiertüten, in denen Weinflaschen zum Transport stecken, schließlich darf der gekaufte Tropfen vielerorts nicht öffentlich gezeigt, geschweige denn getrunken werden. Aber man muss überhaupt erst einmal an ihn rankommen: In der Hauptstadt Washington etwa gibt es im Supermarkt nur Bier und Wein – härteren Stoff bieten so genannte „Liquor Stores“ an, spezielle Alkohol-Geschäfte. Aber auch nur bis 22 Uhr: Dann schließen die Stores, und der 24-Stunden-Supermarkt zieht um sein Bier-Regale ein Absperrband.

In Idaho und Pennsylvania wiederum gibt es Spirituosen nur in staatlich kontrollierten Geschäften, in New York darf ein Betreiber eines Alkohol-Ladens nicht mehrere Geschäfte besitzen. In Florida ist der Verkauf zwischen drei und sieben Uhr morgens verboten, außer im Miami-Dade County. In manchen Gegenden von Alabama muss, wer nach zwei Uhr morgens ein Bier bestellen will, in der Bar erst eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen.

Besonders weit aber treibt es der Staat Utah: Hier müssen Restaurants, die keine der äußerst knappen Schanklizenzen besitzen, unter anderem einen Sichtschutz an der Bar anbringen. Der Gast soll weder den Kellner sehen noch verfolgen, wie er den Drink zubereitet. Überdies spielen die staatlichen Alkohol-Geschäfte in dem Mormonen-Staat eine große Rolle: Selbst Bier darf nur dort verkauft werden. Supermärkten ist es zwar erlaubt, auch Bier in die Regale zu stellen – allerdings nur Leichtes, mit einem Alkoholgehalt von maximal vier Prozent.   

Erstaunlich weit greift der Staat also in Sachen Alkohol  ins Privat- und Geschäftsleben ein, mit einer Regulierungswut, wie sie im liberalen Amerika sonst schnell als „Kommunismus“ geschmäht wird. Doch sind hier eben auch andere Kräfte am Werk, unter anderem alt hergebrachte religiöse Traditionen. Das noch immer in einigen Bundesstaaten geltende Verkaufsverbot an Sonntagen etwa rührt noch aus der Zeit der Siedler, die am Tag des Herrn jegliche Aktivität verbannten, darunter Alkoholkonsum.

Zu Zeiten der Prohibition indes waren die Regeln einfacher: Im Jahr 1920 hatte der Staat mit dem 18. Verfassungszusatz den Alkohol vorübergehend gleich ganz verboten. Dagegen sind die Regeln von heute wiederum geradezu liberal.    

China: Pflichttrinken auf das Wohl der Partei

Heftiges Saufen gehört in China zu sozialen Ereignissen dazu – wie in anderen Gesellschaften auch. Doch die Spielregeln liegen völlig anders als im Westen, was den Besucher aus dem Westen regelmäßig verblüfft. Chinesen trinken nur, wenn sie auch essen. Deshalb gibt es Spirituosen in großen Mengen vor allem bei Festessen; traditionell gibt es dagegen keine Kneipen.

Doch auch wenn Alkoholismus bisher insgesamt eher weniger Probleme bereitet als anderswo: Gerade bei Geschäftsessen und Staatsbanketten saufen vor allem die Männer manchmal geradezu barbarisch. Denn ein lautes „Ganbei!“ jagt das nächste (auf die Freundschaft, auf den Vorsitzenden, auf die Partei, auf den Erfolg...), so dass die Teilnehmer die zweite Hälfte des Abends oder der Nacht garantiert nur im Rausch erleben. "Ganbei" heißt nicht nur "prosit", sondern sogar "leeres Glas", so dass die Teilnehmer ihren Schnaps auch gerne mal tatsächlich auf ex wegkippen.

Die Chinesen trinken dabei meist Hochprozentiges: Ein grobes Destillat namens „Weißschnaps“ (Baijiu) oder den milderen Maotai-Schnaps – der ist aber zu teuer für den Alltag. Bier ist auch beliebt, aber eher wochentags zum Essen als auf den Banketten mit steifen Tischdecken und adretten Kellnerinnen.

Doch die chinesische Sauf-Kultur steht vor einem Wandel – sowohl auf offizieller Ebene als auch in der Einstellung der Chinesen. Da das Volk sich maßlos über die üppigen Bankette der Beamten und Parteimitglieder auf Staatskosten ärgert, hat der populäre neue Machthaber Xi Jinping nicht nur die Menüs, sondern auch die angebotenen Getränke strikt regulieren lassen. Den Offizieren der Armee hat er den Alkohol bei offiziellen Anlässen sogar schlicht verboten.

Auch Geschäftsleute wissen immer öfter einen klaren Kopf mehr zu schätzen als die Verbrüderung im Suff. Den Schnaps mit Hinweis auf ein ärztliches Gebot ganz abzulehnen ist auch bei Geschäftsessen inzwischen völlig in Ordnung und schadet auch dem Verhandlungserfolg nicht mehr. Westliche Manager sollten also wissen, dass sie durchaus ablehnen können oder statt mit dem höllisch starken Beijiu einfach mit dem vertrauten Bier mittrinken – das bekommt ihnen garantiert besser.

Einige Manager in Peking stellen inzwischen auch jüngere Mitarbeiter hauptsächlich zum Mittrinken und zur Betreuung von Geschäftskontakten aus der Provinz ab, die in ihrer altmodischeren Haltung immer noch eine zünftige Orgie erwarten. „Privat trinke ich so gut wie gar nichts mehr“, verrät uns ein 26-jähriger Mitarbeiter einer europäischen Firma für Metallverarbeitung. „Mein Chef zwingt mich oft zum Trinken mit seinen Kumpels, während er selbst sich zurückhält. Danach ist mir jedes Mal für einen Tag schlecht.“

Russland: Der Staat will erziehen

Im Wodka-Land Russland hat der Staat übermäßigem Alkoholkonsum den Kampf angesagt. Der Preis für das Nationalgetränk und anderer harter Getränke steigt mit dem Jahresbeginn um knapp ein Drittel. Eine Halbliterflasche kostet nun mindestens 4,20 Euro. Darüber hinaus ist Werbung für alkoholische Getränke in den Medien verboten. Die Regierung will die Bürger zum Alkoholverzicht erziehen, gleichzeitig aber die Staatseinnahmen steigern.

Denn die Steuern auf Alkohol, vor allem auf Spirituosen und Bier, sind wichtige Einnahmequellen für den Staatshaushalt. Die Einnahmen aus dem vergangenen Jahr sollen sich auf mehr als sechs Milliarden Euro belaufen – ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Auch für Bier gelten seit Jahresbeginn neue Regeln. Das Gesetz untersagt den Verkauf zwischen 23 und 8 Uhr, außerdem dürfen kleine Kioske kein Bier mehr vertreiben. Für internationale Großbrauereien könnte dies die Bilanz verhageln. Sie sind auf Wachstumsmärkte wie Russland angewiesen, um ihr schwächelndes Geschäft im Westen auszugleichen. In Russland haben sich vor allem Großstädter und jüngere Russen in den vergangenen Jahren vom Wodka ab- und dem zugewandt.

Statistisch gesehen trinkt jeder Russe im Jahr 16 Liter reinen Alkohol. Das Land steht damit an der Spitze beim weltweiten Alkoholverbrauch. Jeder fünfte Todesfall unter russischen Männern ist auf Alkoholkonsum zurückzuführen – und führt zu einem Demographieproblem.

Ob die neuen Regeln daran etwas ändern ist fraglich. Der Preisanstieg, so befürchten Experten, wird allenfalls dazu führen, dass die Menschen sich ihren Alkohol anderswo beschaffen, etwa zu Frostschutzmitteln greifen. Oder sie brennen selbst. Der Jahresumsatz illegaler alkoholischer Getränke wurde zuletzt auf 1,3 Milliarden Flaschen geschätzt. In diesem Jahr soll er um weitere 200.000 bis 300.000 Flaschen wachsen.

Italien: Viel anständiger als Deutschland

In Italien geht der Alkoholkonsum generell in der Bevölkerung eher zurück. Sich voll laufen zu lassen, ist deutlich weniger verbreitet als etwa in Deutschland. Nur bei den jungen Menschen ist diese Tendenz steigend.
Laut Statistikamt Istat haben 2011 knapp 70 Prozent der Italiener über 14 Jahren mindestens ein alkoholisches Getränk verzehrt. Das war stabil gegenüber dem Vorjahr und rückläufig gegenüber zehn Jahren zuvor, als noch 72 Prozent der Italiener angaben, etwas getrunken zu haben.

Auch der Anteil der Menschen, die täglich Alkohol trinken ist seit 2001 um 18,4 Prozent gesunken, bei den Frauen sogar um mehr als ein Viertel.

Bei den jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren ist allerdings das Binge-Drinking ein Thema. Diesen exzessiven Genuss von Alkohol praktiziert in dieser Altersgruppe immerhin 15 Prozent. Daher wurden auch immer mehr Stimmen laut, den Alkoholkonsum zu begrenzen. Mittlerweile darf daher Alkohol nicht mehr an Menschen unter 18 Jahren verkauft werden. Bis zum vergangenen Jahr lag die Grenze bei 16 Jahren.

Mit Material von dpa.

 
Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Alkoholregelungen - Die neue Prohibition

9 Kommentare zu "Alkoholregelungen: Die neue Prohibition"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es ist aber auch aus psychologischer Sicht ein Fakt, dass nie so viel gesoffen wurde, wie zu Zeiten der Prohibition.
    Verbot alleine greift zu kurz.

    Es fängt schon im Elternhaus an. Wie ist der Stellenwert von Alkohol in der Familie? Wie wird er dargestellt? Als nötiges soziales Bindemittel, wie es scheinbar bei Beck der Fall war?

    Zum derzeitigen Stand der Forschung kann man nur sagen, dass je früher Kinder Alkohol trinken, desto grösser die Chance, dass sie damit nicht umgehen können.
    Die Vision, lassen wir die Kleinen mittrinken durch sie ab und zu mal am Glas nippen zu lassen, um so den Umgang mit Alkohol zu lernen, hat sich als falsch erwiesen.

    Wie gesagt, je früher man Alkohol trinkt, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein problematischer Umgang mit Alkohol abzeichnet.
    Als Faustregel gilt also, dass vor dem 16. Lebensjahr keinerlei Alkoholkonsum stattfinden sollte und danach auch nur begrenzt.
    Wobei dies natürlich schon an Glaubwürdigkeit verliert, wenn die Eltern jeden Tag mit einem Bier in der Hand irgendwo rumsitzen. Oder Alkohol als Belohnung für vollbrachte Taten propagieren.
    Abgesehen davon kann ein gepflegtes Glas von Zeit zu Zeit oder eine mit Freunden geleerte Flasche zum Wohlbefinden beitragen.

  • Jetzt bitte noch einen Beitrag von Ihnen zum Stichwort: Wegzehrung!
    Wie kann man Wege verzehren? ;)

  • "alkoholisches Getränk verzehrt"

    Liebes HB, wie kann man ein Getränk verzehren?

    In der Bahn höre ich manchmal die Durchsage:"Der Verzehr von Alkohol..."

  • Also wenn, dann bitte fair und richtig: Also alle Biergärten schließen, Volks- und Strassenfeste nur noch mit Tee und Kaffee und alle anderen Massenveranstaltungen bei denen Wein ausgeschenkt wird, wie z.B. Kirchenveranstaltungen auch verbieten.

    [....]. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Dass der Konsum von Alkohol eine wichtige soziale Aktivität sein soll, werden nicht nur Anwohner ( Touristen, Bahnfahrer usw.) seltsam finden.
    Sozialarbeiter, Psychologen und verwandte Professionen werden zurecht gegen diese Titulierung Sturm laufen. Sie ist nämlich aus wissenschaftlicher Sicht völlig deplatziert.
    Ginge man von ihrer Richtigkeit aus, wäre "Saufgelage" eine prima Methode für die Jugend- und Altenarbeit. Das geht aber an der Realitä völlig vorbei.
    Ich unterstütze daher das Vorhaben, Alkoholkonsum zumindest in der Öffentlichkeit zu regeln, ebenfalls.

  • "Sich voll laufen zu lassen, ist deutlich weniger verbreitet als etwa in Deutschland."
    So eine Aussage hat mit objektiven Journalismus nichts zu tun. Das Niveau sinkt anscheinend täglich.

    Wenn Italien schon als Referenz für "züchtiges" Verhalten herangezogen wird, dann sollte der Schreiberling wenigstens anmerken, dass der dortige Drogenkonsum "etwas höher" ist als in Deutschland.

    Artikel ist von 2007 aber viel hat sich bis heute nicht verändert"
    ".... Gleichwohl führen die nüchternen Briten weiter die Liste der europäischen Spitzenkonsumenten an, vor Spanien auf Platz zwei und den Italienern auf Platz drei, von dem sie gerade die Holländer verdrängt haben. Monatlich werden hier allein 300 Kilogramm Kokain beschlagnahmt: die Spitze eines Eisberges aus Schnee. Fallende Preise in Neapel haben die Sucht explodieren lassen. ...."
    http://www.welt.de/vermischtes/article912210/Rom-ist-offenbar-voll-auf-Droge.html


  • Daß Volker Beck seine grüne Gegenalles-Partei zur Freiheitspartei hochstilisiert, finde ich wirklich drollig. Herrn Kretschmann muß ich zwar leider Recht geben, ich bezweifle jedoch, daß ein Verbot alleine ausreicht. Wichtiger wäre es, die Jugendlichen von der Straße zu holen und sinnvoll zu beschäftigen, denn gesoffen wird zumeist aus Langeweile und Frust. Und man sollte dieses Verbot auch flexibel handhaben, denn es ist schon ein Unterschied, ob sich zwei oder drei Leute ruhig unterhalten und dabei ein Bier trinken oder ob eine besoffene Horde grölend randaliert.

  • Hitler, Stalin, Al Capone, Gandhi, all dass hatten wir schon, jeden Tag geht die Sonne auf und nach Sommer kommt wieder ein Winter.

    Alles wiederholt sich, welche Rolle spielst "DU" in diesem Spiel? Opfer, Täter, Mitläufer?

  • Volker Beck beispielsweise versteht die Welt nicht mehr: „An diesem Rad sollten wir Grüne als Freiheitspartei nicht weiter drehen“, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion und kritisiert: „Für viele Menschen kommt ein Alkoholverbot einem Platzverbot gleich, weil das gemeinschaftliche Trinken neben den Gesprächen eine wichtige soziale Aktivität an diesen Orten darstellt.“ Das gemeinschaftliche Saufen ist also eine wichtige soziale Aktivität. Erklären Sie das mal bitte den Anwohnern, wenn diese vom Asi-Gegröle nicht schlafen können. Dann wird mal wieder die Polizei gerufen und die "soziale Verantwortung" auf diese abgeladen. Und wehe sie schreitet ein, dann stehen die Grünen wieder auf der Matte und schmieden Lichterketten.Es geht hier nicht um Veranstaltungen oder Karneval, sondern um das regelmäßige Saufen von Gruppierungen in der Öffentlichkeit. Und da gebe ich Herrn Kretschmann Recht!