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Almasbek Atambajew Mordanklage gegen Kirgistans ehemaligen Präsidenten

Der Politiker und Putin-Vertraute Almasbek Atambajew ist in Haft. In Kirgistan wächst nun die Angst vor einer russischen Intervention.
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Dem Ex-Präsidenten Anstachelung zu Massenunruhen, Planung eines Staatsstreichs und Geiselnahme vorgeworfen. Quelle: dpa
Almasbek Atambajew

Dem Ex-Präsidenten Anstachelung zu Massenunruhen, Planung eines Staatsstreichs und Geiselnahme vorgeworfen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Er gilt als Vertrauter von Russlands Präsident Putin und war einst die Hoffnung aller demokratischen Kräfte Kirgistans: Gegen den ehemaligen Präsidenten des Landes, Almasbek Atambajew, wurde am Dienstag Mordanklage erhoben. Auch muss sich der 62-Jährige wegen Anstachelung zu Massenunruhen, Planung eines Staatsstreichs und Geiselnahme verantworten, wie örtliche Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichten.

Zum Verhängnis wurde Atambajew eine behördlich angeordnete Durchsuchung seines Hauses, bei der seine Unterstützer einen Korruptionsermittler erschossen haben sollen. Als anschließend Geheimdienst und 2000 Polizisten das Anwesen im Dorf Koi-Tasch nahe der Hauptstadt Bischkek erstürmten, eskalierte die Lage: Es flogen Steine, es gab Schüsse und Explosionen.

In Kirgistan wächst nun die Angst vor einem Eingreifen Russlands. Präsident Putin lasse sich über die Lage fortwährend informieren, teilte der Kreml mit. Russland sieht Kirgistan als seinen Einflussbereich an. Der Sozialdemokrat Atambajew war von 2011 bis 2017 Präsident der früheren Sowjetrepublik, Kanzlerin Angela Merkel hatte ihn noch 2016 besucht.

Nachfolger wurde sein Verbündeter Sooronbai Scheenbekow, mit dem er sich dann aber überwarf. Atambajew habe gegen die Gesetze verstoßen, weil er zum bewaffneten Widerstand aufgerufen habe, teilte Scheenbekow jetzt mit.

Mehr: Nach der Festnahme Atambajews, gingen viele seiner Anhänger auf die Straßen. Dabei kam es zu Ausschreitungen.

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