Alte Strukturhilfen Athen soll milliardenschwere EU-Hilfen abrufen dürfen

Laut eines Berichts darf Athen milliardenschwere EU-Hilfen aus den Jahren 2000 bis 2006 nachträglich abrufen. Damals hatte der Staat das Geld nicht in Anspruch genommen. Nun soll es die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
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Bauarbeiten an der Akropolis in Athen. Die griechische Wettbewerbsfähigkeit soll durch alte EU-Hilfe unterstützt werden. Quelle: dpa

Bauarbeiten an der Akropolis in Athen. Die griechische Wettbewerbsfähigkeit soll durch alte EU-Hilfe unterstützt werden.

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DüsseldorfGriechenland soll nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ alte EU-Strukturhilfen aus den Jahren von 2000 bis 2006 in Höhe von 1,14 Milliarden Euro nachträglich abrufen dürfen. Das berichtet das Blatt unter Berufung auf das Umfeld von EU-Regionalkommissar Johannes Hahn. Für die Fördermittel hatte Griechenland in den betreffenden Jahren fristgerecht keine Verwendung gefunden. Normalerweise wären die Strukturhilfen daher zum Jahresende verfallen. Nun solle versucht werden, die Fristen zu verlängern.

Mit dem Geld solle ausdrücklich nicht der griechische Haushalt saniert werden, heißt es weiter. Ziel der Strukturhilfen ist es, die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zu erhöhen. Aktuell finanziere die EU mit 216 Millionen Euro ein Programm für mehr als 50 000 Erwerbslose, die von Oktober an für fünf Monate im öffentlichen Sektor arbeiten sollen. In der Periode von 2014 bis 2020 kann Griechenland dem Bericht zufolge mit 14,4 Milliarden Euro Strukturhilfen aus Brüssel rechnen.

  • dpa
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26 Kommentare zu "Alte Strukturhilfen: Athen soll milliardenschwere EU-Hilfen abrufen dürfen"

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  • Nur weiter rein ins Fass ohne Boden...

    Frage:

    WOHIN geht letztlich das ganze Geld aus den Rettungsaktionen? WOHIN? Wird es irgendwo wieder investiert oder konsumiert? Oder verlässt es die Kreisläufe der Realwirtschaft?



  • Hier ein Ausschnitt zum Thema Schuldenschnitt aus einem Interview mit Athens Ex-Außenminister Dimitris Droutsas:

    Die Höhe der griechischen Schulden beläuft sich auf über 380 Milliarden Euro "

    Welty: Aber genau das streitet Ihr Finanzminister doch ab?

    Droutsas: Ja, wie gesagt, auch hier muss man vielleicht noch offenere Worte finden. Ich kann auch seine Situation verstehen, ich möchte jetzt auch nicht in seine Gedanken eingreifen. Es ist natürlich Wahlkampf auch in Deutschland, dieses Thema ist hier sehr, sehr hoch in der Agenda des deutschen Wahlkampfes jetzt gekommen. Jeder versucht hier vielleicht auch, gewisse Wahlkampfhilfe zu leisten …

    Welty: Auch der griechische Finanzminister?

    Droutsas: Auch der griechische Finanzminister, natürlich, auch er muss natürlich mit der deutschen politischen Führung hier ein gutes Auskommen finden. Und natürlich, wenn Sie die Statements des griechischen Finanzministers sich ganz genau anschauen, sagt er ja im nächsten Satz: Natürlich würden wir gerne einen Schuldenschnitt sehen, wir brauchen ihn, aber es braucht zwei Leute, um zu tanzen, sagt er. Deswegen muss er sich fügen im Moment dem, was auch die deutsche Politik im Hinblick auf den Wahlkampf sagt.

    Aber wie gesagt, Frau Welty, wenn Sie mir erlauben, ich möchte weniger auf die Aussagen des einen oder andern früheren Kollegen zu sprechen kommen. Ich sage Ihnen meine Ansicht: Ich glaube, wenn wir hier seriös sein wollen und die volle Wahrheit allen sagen wollen, wird man sagen müssen: Griechenland braucht einen mutigen, rigorosen Schuldenschnitt, und es wird wahrscheinlich noch weitere Finanzhilfen in der Zukunft bedürfen. Viel kleineren Volumens, aber doch!

  • @ lensoes

    Ja richtig, V E R L O T T E R U N G !!!

    Dieses EUROPA ist kein EUROPA für den EU - BÜRGER !

    Sondern, für den unantastbaren "ADELSTAND" in Brüssel, für unsere LOBBY - "Volksvertreter" und LOBBY-Parasiten!!

    Diese kriminellen Zustände müssen endlich beseitigt werden !

    Leider sind die seriösen Volksvertreter und LOBBY-Gruppen in der Minderheit !



  • ... Strukturhilfen nachträglich abrufen können...

    Grandiose haushaltsrechtliche Einlassung.

    GR war nicht etwas in den vergangenen Jahren zu einfälit ein Programm aufzulegen, die hatten a. die Taschen durch "Korruptionsfestspiele in Athen" gerappelt voll, b. sahen keinen Bedarf in der schon so üppig zweifach überlagert ausgestatteten Infrastruktur etc.

    Der EU Haushalt scheint eher die Buchführung eines Kleingärtner-"Reptilienfonds" anzunehmen.

    Da kreischt ein fuchtelnder EU-Parlamentspräsident SPD Martin Schulz wegen fehlender Haushaltsdefizite wild rum ( der Kerl ist übrigens in allen "Korruptionssenken" verschwunden ), siehe da, plötzlich tauchen alte Beträge auf. Die Gelder waren anscheinlich irgendwo gebunkert. Auf welchen Konten ?

    Oder werden neuere Projekte in anderen Ländern zugunsten des so darbenden "Landes EU-Sonne und EU-Meer" gekürzt?

    Absehbar, ohne saubere Buchführung/ Controlling versickern schnell Mio-Beträge in den richtigen Taschen.
    Dies wird sich in Athen so einstellen.

    So ein verlottertes "Schäuble-Europa" will ich nicht.

    Es "güllt" nach Korruption und Vetternwirtschaft, nicht nur im goldigen Griechenland.

  • So kommt das nächste Griechenland Packet unter anderem Namen sogar noch vor der Bundestagswahl.
    Diese Vorksverarschung in der EU ist einfach unerträglich.

  • Es wird einfach nur versickern

  • Na, da bin ich aber überrascht!

    Da hat doch am Donnerstag bei Maybritt Ilner irgend so ein "Chefvolkswirt" einer Bremer Bank verkündet, daß Griechenland sich soll entwickelt.

    Hm, das steht doch ein ganz klein wenig im Widerspruch zu Realität.
    Sorry, aber die ganze Rettungswahngeschichte ist vollkommen indiskutabel. Wenn es nach den bisherigen politischen Fraktionen gehen würde, dann würde wir die nächsten 40 Jahre für Griechenland bezahlen.

    Da fällt mir gerade zufällig ein, daß Herr Prof. Dr. Sinn (ich meine er war es) vor Kurzem noch die Laufzeit der Hilfen berechnet hat. Dabei kam raus, daß Griechenland 37 Jahre lang einen Haushaltsüberschuß von 8-10% erzielen müßte, um sich dann im Anschluß wieder selber tragen zu können...

    Das ist der pure Wahnsinn! Wofür gehe ich eigentlich noch arbeiten? In Deutschland kann man Strom, Miete und Lebensmittel kaum noch bezahlen (geschweige denn Luxusgüter), aber unsere Steuergelder können wir ja mal eben so verschenken.
    Wie ich vorhin gelesen habe, schließt jetzt der griechische Oppositionsführer auch einen einseitigen Zahlungsstop durch Griechenland nicht mehr aus. Er möchte gerne einen 50%tigen Schuldenschnitt haben, damit er danach wieder neue Schulden machen kann.

    Wenn Griechenland in 10 Jahren dann wieder pleite ist, wen interessiert es denn? Da gibt es ja noch die dämlichen Deutschen, die ganz Europa bezahlen.

    Und es scheint in diesem Land tatsächlich noch Leute zu geben, welche am 22.09. auch noch eine Fortsetzung dieser Katastrophe wählen wollen.
    Für mich absolut unverständlich. Meine Stimme bekommt definitiv die AfD.

  • Ich sach mal so... am Wochenende hat meine Familie und Freunde sowie Nachbarn gewählt ( Briefwahl ).
    Alle diese Menschen gehen arbeiten und haben auch studiert bzw. sind Meister .
    Wir haben fast alle die AfD gewählt.
    Griechenland ist ein schönes Land.
    Unsere Ost-Europäischen Nachbarn haben auch schöne Länder, bekommen aber diese Massen an Geld nicht.

  • Immer rein mit den Milliarden und Abermilliarden in das korrupte Fass ohne Boden namens Griechenland. Jeder Drittklässler wüsste sehr gut, wann es mit diesen Losern ein Ende haben muss, es endlich einmal GENUG sein muss!

  • Bleibt nur noch hinzuzufügen: Blockparteien wählen und GR wird weitere 4 Jahre mehr oder weniger dramatisch gerettet. Wer den Stecker ziehen will - und irgendwann muß er gezogen werden, kann das am 22. Sept. tun. Da ist nämlich Volksabstimmung über den Rettungswahn.

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