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Amoklauf Vier Tote bei bewaffnetem Angriff auf türkische Universität

Bei einem Angriff auf eine Universität im türkischen Eskisehir soll es vier Tote gegeben haben. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter schoss um sich.
Update: 05.04.2018 - 19:09 Uhr Kommentieren
Ein Wissenschaftlicher Mitarbeiter soll am Donnerstag in das Gebäude der Erziehungswissenschaften eingedrungen sein und um sich geschossen haben. Quelle: AP
Eskisehir Osmangazi Universität

Ein Wissenschaftlicher Mitarbeiter soll am Donnerstag in das Gebäude der Erziehungswissenschaften eingedrungen sein und um sich geschossen haben.

(Foto: AP)

Istanbul/Ankara Ein Doktorand hat auf dem Campus der Osmangazi Universität im türkischen Eskisehir vier seiner Kollegen erschossen. Die Motive des Täters, der sich in Polizeigewahrsam befindet, seien noch unklar, sagte der Gouverneur der Provinz Eskisehir am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft befasse sich mit dem Fall.

Bei den Toten handelte es sich um den stellvertretenden Dekan, eine Sekretärin und zwei Lehrkräfte des Instituts, an dem der mutmaßliche Täter auch Forschungsassistent beschäftigt war, wie Universitätspräsident Hasan Gönen sagte. Der Täter wurde auf der Flucht gefasst. Hintergrund dürfte ein persönlicher Disput mit dem Dekan des Instituts gewesen sein.

Gönen sagte dem Sender CNN Türk, der Angreifer sei in das Gebäude der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät eingedrungen und habe erst das Zimmer des Dekans aufgesucht. Als er diesen nicht vorfand, habe er vier seiner Kollegen erschossen. Anschließend habe die Polizei den Mann festgenommen.

Ein terroristischer Hintergrund der Tat wurde zunächst ausgeschlossen. Vielmehr vermutete der Universitätspräsident persönliche Motive hinter der Tat. Der Angreifer soll Probleme mit seinen Kollegen gehabt haben. Gegen ihn war eine Untersuchung eingeleitet worden, weil er mehrere Universitätsangestellte beschuldigt hatte, Anhänger des Geistlichen Fethullah Gülen zu sein. Die Regierung in Ankara macht Gülen für den vereitelten Putschversuch im Jahr 2016 verantwortlich und hat bereits Zehntausende seiner Anhänger inhaftieren lassen oder von Posten in Bildungseinrichtungen, Behörden und der Justiz entfernt.

Unklar blieb zunächst, wie der Angreifer mit der Waffe auf das Universitätsgelände gelangen konnte. An türkischen Hochschulen gibt es in der Regel eine Eingangskontrolle.

Der Handelsblatt Expertencall
  • dpa
  • ap
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