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Amos Hochstein US-Außenminister ernennt Berater für „Risiken“ von Nord Stream 2

Die US-Regierung will Russland davon abhalten, Energievorräte als Waffe einzusetzen. Amos Hochstein soll dieses Vorhaben unterstreichen.
10.08.2021 - 22:58 Uhr Kommentieren
Die USA und Deutschland streiten seit Jahren über die Ostsee-Pipeline. Quelle: Reuters
Nord Stream 2

Die USA und Deutschland streiten seit Jahren über die Ostsee-Pipeline.

(Foto: Reuters)

Washington US-Außenminister Antony Blinken hat einen Top-Berater für Energiesicherheit ernannt, der sich um eine „Reduzierung der Risiken“ der deutsch-russischen Gaspipeline Nord Stream 2 bemühen soll. Die Berufung des Diplomaten Amos Hochstein unterstreiche die Entschlossenheit der US-Regierung, Russland davon abzuhalten, seine Energievorräte als geopolitische Waffe einzusetzen, erklärte Blinken am Dienstag in Washington.

Hochstein werde sich darum bemühen, der Ukraine und den östlichen Nato- und EU-Staaten zu einer sichereren und nachhaltigeren Energiezukunft zu verhelfen, erklärte Blinken. Hochstein ist für seine kritische Haltung gegenüber Russland bekannt. Für die Regierung des damaligen Präsidenten Barack Obama war er im Außenministerium als Sondergesandter für internationale Energieangelegenheiten zuständig. Seit 2017 war er in der Privatwirtschaft tätig, auch bei Energieunternehmen.

Im jahrelangen Streit um die deutsch-russische Ostseepipeline hatten Berlin und Washington im Juli einen Durchbruch verkündet. Sie veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der der Ukraine Unterstützung zugesagt wurde. Deutschland verpflichtete sich unter anderem dazu, alle Einflussmöglichkeiten zu nutzen, um eine Verlängerung des 2024 auslaufenden Gastransitabkommens der Ukraine mit Russland um bis zu zehn Jahre zu ermöglichen. Blinken erklärte, Hochstein solle sich nun um die Umsetzung der Vereinbarung bemühen.

Die beinahe fertiggestellte Ostsee-Pipeline soll russisches Gas nach Deutschland bringen - unter Umgehung der Ukraine, die auf die Einnahmen aus dem Gas-Transit angewiesen ist. Die USA hatten Nord Stream 2 jahrelang massiv kritisiert und sind weiterhin gegen das Projekt, wollen inzwischen aber auf weitere Sanktionen verzichten. Kritiker sehen in der Pipeline ein geopolitisches Projekt Russlands, das die Energiesicherheit Europas gefährde.

Mehr: US-Präsident Joe Biden verstärkt den protektionistischen Kurs seines Vorgängers Donald Trump. Vor allem die deutsche Wirtschaft leidet darunter.

  • dpa
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