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Analyse zur Asylpolitik Ein Flüchtlingsfonds für Europa

Die Massenflucht von Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, aber auch aus den Balkan-Staaten überfordert Europa. Die EU-Länder brauchen dringend eine gemeinsame Asylpolitik, um die Herausforderung zu meistern.
04.09.2015 - 10:50 Uhr
Das Flüchtlingsthema ist komplex, emotional, kontrovers. Quelle: dpa
Unterkunft in Berlin-Spandau

Das Flüchtlingsthema ist komplex, emotional, kontrovers.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Unwürdige Zustände in griechischen Flüchtlingslagern, Chaos am Budapester Bahnhof, 2000 Tote im Mittelmeer in diesem Jahr: Die Massenflucht von Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, aber auch aus den Balkanstaaten überfordert Europa sichtbar. Sie legt die Uneinigkeit der 28 Mitgliedsländer der Europäischen Union und ihre Unfähigkeit zu gemeinsamem Handeln offen.

Ungarns Regierungschef Victor Orbán hat recht, wenn er sagt, dass sein Land an den Außengrenzen der EU alleingelassen werde mit dem Strom der Flüchtlinge. Doppelt so viele Flüchtlinge wie Frankreich etwa hat das kleine Land in diesem Jahr bisher aufgenommen. Wahrlich nicht, weil es ein Paradies für Flüchtlinge wäre.

Die EU-Kommission beendet Dublin Stück für Stück

Das 18 Jahre alte Abkommen von Dublin besagt, dass Flüchtlinge in dem EU-Land einen Asylantrag stellen müssen, in dem sie erstmals die Europäische Union betreten haben. Es gehört schleunigst abgeschafft, wenn sich mit Berufung auf Dublin einige andere EU-Staaten aus der Verantwortung stehlen.

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