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Andrew Sabisky Rassistische Sprüche: Britischer Regierungsberater tritt zurück

Andrew Sabisky soll Afroamerikaner als weniger intelligent bezeichnet haben. Rücktrittsforderungen kommen von den Konservativen und der Opposition.
18.02.2020 - 13:09 Uhr Kommentieren
Britischer Regierungsberater tritt nach Rassismusvorwürfen zurück Quelle: Reuters
Downing Street

Andrew Sabisky arbeitete als Regierungsberater und Wahlkampfstratege.

(Foto: Reuters)

London Der britische Regierungsberater Andrew Sabisky ist nach dem Auftauchen rassistischer Sprüche von seinem Posten zurückgetreten. Britische Zeitungen hatten berichtet, dass Sabisky früher unter anderem eine Zwangsverhütung befürwortete, um ungeplante Schwangerschaften und eine „permanente Unterschicht“ zu verhindern. Menschen mit afroamerikanischer Abstammung in den USA habe er als im Durchschnitt weniger intelligent als weiße Amerikaner bezeichnet.

Kritiker aus den Reihen der regierenden Konservativen und der Opposition warfen ihm Rassismus vor und forderten seinen Rauswurf. Premierminister Boris Johnson äußerte sich am Dienstag zunächst nicht selbst zu dem Vorfall. Ein Regierungssprecher antwortete ausweichend.

Sabisky selbst twitterte: „Die Medien-Hysterie um meine alten Online-Sachen ist verrückt.“ Es mache keinen Sinn, wenn er nicht richtig arbeiten könne. Er habe daher beschlossen, als Auftragnehmer zurückzutreten. Den Medien warf er selektives Zitieren vor.

Der 27-Jährige soll auch alleinerziehende Mütter als ignorant und aggressiv bezeichnet haben. Frauensport hielt er den Berichten zufolge für eher vergleichbar mit den Paralympics als mit Männersport. Die Menschen in Papua-Neuguinea soll Sabisky „Kannibalen“ genannt haben.

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    Er soll sich auf eine Stellenanzeige von Johnsons umstrittenen Berater Dominic Cummings beworben haben. Cummings hatte unter anderem Projektmanager, Politik-Experten und „supertalentierte Spinner“ gesucht.

    Der Wahlkampfstratege gilt als genialer, aber auch unberechenbarer Kopf hinter dem überwältigenden Erfolg Johnsons bei der Parlamentswahl im Dezember und dem Brexit-Votum im Jahr 2016.
    Mehr: Johnsons Brexit-Blase wird platzen.

    • dpa
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