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Angeblich Verhandlungen Verbleib von Mladic unklar

Der wegen Kriegsverbrechen gesuchte General Ratko Mladic verhandelt einem Agenturbericht zufolge mit serbischen Behörden darüber, sich zu stellen. Das serbische Innenministerium bestreitet dies jedoch.

HB BELGRAD. Der Aufenthaltsort des früheren Generals der bosnischen Serben sei weiterhin unbekannt, erklärte Ressortchef Dragan Jocic am Montag vor dem parlamentarischen Sicherheitsausschuss in Belgrad. Er dementierte damit einen Bericht der montenegrinischen Nachrichtenagentur Mina, wonach Mladic erwäge, sich den serbischen Behörden zu stellen.

Der flüchtige Exgeneral verhandele derzeit über die Bedingungen für einen solchen Schritt, berichtete Mina am Sonntagabend unter Berufung auf den früheren Belgrader Polizeichef Marko Nicovic. Mladic fordere von den Behörden „materielle Garantien bezüglich seiner Familie und seiner Anhänger“, die ihm in den vergangenen Jahren geholfen hätten, der Justiz zu entgehen.

Vermutlich gehe es Mladic um Sicherheit für seine Familie und Schutz vor strafrechtlicher Verfolgung für Anhänger, denen andernfalls eine Anklage drohe, hieß es in dem Bericht weiter. Nach Ansicht von Expolizeichef Nicovic, einem Experten für Sicherheitsfragen in der Balkanrepublik, würde eine gewaltsame Festnahme des von Mladic zum Tod von dessen Leibwächtern oder von Polizisten führen, was dem Ansehen der serbischen Regierung schaden würde. Sollte er sich freiwillig stellen, gäbe es diese Gefahr nicht.

Jocic erklärte, es bestehe durchaus die Möglichkeit, dass sich Mladic und seine flüchtigen Mitstreiter auf serbischem Territorium aufhielten. Sie seien jedoch erfahrene Kriegsherren und wüssten sicherlich auch jetzt, wie sie am besten überleben könnten, sagte der serbische Innenminister. Die Regierung in Belgrad steht unter internationalem Druck, Mladic sowie den einstigen bosnisch-serbischen Präsidenten Radovan Karadzic ausfindig zu machen. Beide wurden vom Haager UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien wegen Kriegsverbrechen angeklagt.

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