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Angriff auf Dschihadisten US-Luftwaffe greift Extremisten im Irak an

Das US-Militär hat mit Luftangriffen im Irak begonnen. Flugzeuge attackierten Artilleriegeschütze von Extremisten nahe der Stadt Erbil. Wenige Stunden zuvor hatte Präsident Obama den Streitkräften grünes Licht gegeben.
08.08.2014 Update: 08.08.2014 - 19:16 Uhr 11 Kommentare

„Heute eilt Amerika zur Hilfe!“

Washington Erstmals seit Beginn der Gräueltaten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak haben die USA Luftangriffe gegen die Extremisten geflogen. Kampfjets hätten Artilleriegeschütze der Terroristen bombardiert, teilte Pentagonsprecher John Kirby am Freitag mit. Mit den Geschützen seien kurdische Kräfte nahe der Stadt Erbil angegriffen worden. Auch US-Soldaten hätten sich in der Nähe befunden.

US-Präsident Barack Obama hatte die Luftschläge zum Schutz amerikanischer Militärs und bedrohter Minderheiten im Nordirak genehmigt. In einer Ansprache im Weißen Haus kündigte er am Donnerstagabend zugleich einen Hilfseinsatz für die Flüchtlinge im Nordirak angekündigt. Seit der Eroberung der nordirakischen Stadt Mossul durch die IS-Milizen im Juni sind Hunderttausende Menschen auf der Flucht.

Zugleich verstärkten kurdische und irakische Einheiten ihre Angriffe auf die Dschihadisten. Zehntausende Angehörige der jesidischen und christlichen Minderheiten versuchten weiter, sich vor den äußerst brutalen Dschihadisten in Sicherheit zu bringen. Die UN bereiteten einen humanitären Korridor für die Hilfsbedürftige vor.

Zwei F18-Kampfjets hätten 220 Kilogramm schwere, lasergelenkte Bomben auf eine mobile Artillerieeinheit abgeworfen, erklärte das Pentagon. „(Die extremistische Gruppe) IS hat diese Artillerie benutzt, um kurdische Kräfte zu bombardieren, die Erbil verteidigen und wo sich US-Personal befindet.“ Laut CNN wurden die Angriffe mit Kampfjets vom Flugzeugträger „George H.W. Bush“ geflogen, der bereits im Juni in den Persischen Golf verlegt worden war.

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    Zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat in New York alle Staaten aufgerufen, die Regierung in Bagdad gegen die Extremisten zu unterstützen. „Wir sind empört, dass Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen wurden“, hieß es in der Erklärung. Menschen würden nur wegen ihrer Volkszugehörigkeit, ihres Glaubens oder ihrer politischen Ansichten verfolgt und ermordet. „Alle Seiten müssen zusammenarbeiten, um Iraks Souveränität, Einheit und Unabhängigkeit zu sichern.“

    Die Entscheidung zum Angriff war nach der Ermächtigung des Oberbefehlshabers der US-Streitkräfte, Präsident Barack Obama, gefallen. Dieser hatte die Luftschläge am späten Donnerstagabend zum Schutz amerikanischer Militärs und bedrohter Minderheiten im Nordirak genehmigt. Bei seiner Ansprache im Weißen Haus hatte er zugleich einen Hilfseinsatz für die Flüchtlinge im Nordirak angekündigt.

    „Wie der Präsident klargemacht hat, wird das Militär der Vereinigten Staaten weiterhin direkte Maßnahmen gegen IS ergreifen, wenn sie unser Personal und unsere Einrichtungen bedrohen“, teilte das Pentagon mit. Das Militär habe „grünes Licht“, um bei einer Bedrohung der Flüchtlinge weitere Angriffe zu starten, berichtete CNN.

    Hilfe aus Deutschland und Frankreich
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    11 Kommentare zu "Angriff auf Dschihadisten: US-Luftwaffe greift Extremisten im Irak an"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Frau Annette Bollmohr

      "Wofür sonst sollen die verdammten Waffen, vor denen die ganze Welt nur so starrt, sonst eigentlich gut sein???"

      Zum Geld verdienen - nur zum Geld verdienen - nicht zum Benutzen, sondern nur um gekauft zu werden, nach ein paar Jahren als veraltet im Schrott zu landen um dann das neueste Model zu kaufen.

      Einfach nur zum Geld verdienen...

      Wäre das nicht eine schöne friedliche Welt???

    • da werden alle gruppen und Grüppchen artig mit Waffen verosrgt welche eingesetzt werden um dann einzugreifen. der lang angelegte Plan geht nun auf. die Frage ist nur in welche Richtung. es würde mich nicht wundern wenn nun die USA Welteit überall angegriffen werden würden.

    • "Ohne das Eingreifen der Amis hätte dieses Pack"

      Hm, und woher hat dieses sogenannte "Pack" wohl die hervorragende Ausrüstung, so dass sie in Unterzahl eine Armee nach der anderen wegfegen ?

    • Hier meine Kommentare zu 2 Zitaten aus dem Artikel:

      Zitat: „
      Mit seiner neuen Strategie setzt Obama einerseits seinen Ruf aufs Spiel, als Oberbefehlshaber den langen und unpopulären Irak-Krieg beendet zu haben,…“:

      Kommentar:
      Diese Prinzipienreiterei und diese idiotische Sorge um irgendeinen „Ruf“, also dieses sture Festhalten an irgendwelchen einmal getroffenen Entscheidungen, bei denen bereits nach kurzer Zeit dringender Reflexions- und Korrekturbedarf herausgestellt hat (Realitätssinn? Flexibilität? Was ist das?) sind eine Beleidigung für jeden halbwegs informierten und selbständig denkenden Menschen!

      Zitat: „
      Sein Land sei verpflichtet, drohende Massaker zu verhindern.“:

      Kommentar: Endlich mal ein vernünftiges Wort!!!
      Wofür sonst sollen die verdammten Waffen, vor denen die ganze Welt nur so starrt, sonst eigentlich gut sein??? (Okay, okay, das war jetzt ’ne rein rhetorische Frage….)

    • Sorry, ziemlich dämliche Kommentare... Ja, ohne Frage haben die USA unter Bush, Rumpsfeld, Cheyney, Wolfowitz... mit ihrem illegalen, erlogenen Feldzug erst die Grundlagen gelegt für diese Lage. Obama hat es geerbt und hatte nur die Option, noch lange weiterzumachen oder um jeden Preis abzuziehen. Versprochen hat er letzteres und wurde vor allem dafür gewählt. Also hat er es umgesetzt obwohl vollkommen klar war, dass es viel zu früh ist und was passieren würde (und was in Afghanistan passieren wird...). Nun wird er vom Unvermeidlichen eingeholt und Stand jetzt ist ein militärisches Eingreifen die einzige Option - ob einem das gefällt oder nicht. Die USA stehen im Irak absolut in der Schuld.

      Und warum greifen sie in Syrien nicht ein ? 1. Stehen sie dort eben nicht in dem Maße in der Schuld, 2. ist im Irak momentan im Gegensatz zu Syrien ziemlich klar, wer die Bösesten sind und 3. weil unser aller Regierungen insgeheim wissen, dass ein Umsturz Assads genauso wenig wie im Irak, in Lybien oder Ägypten dazu führen würde, dass es anschließend besser wird.

    • Das war klar. Denn ISIS ist ja auch schon im Libanon:
      Terroristen vom Islamischen Staat gewinnen auch im Libanon Boden
      http://www.wsj.de/article/SB10001424052702304697704580071091548707022.html?mod=trending_now_4

      Und dann ists bis Israel ja nicht mehr weit. Und Israel kann man als 51. Bundesstaat der USA bezeichnen.
      Brisante Enthüllung zu Nahost: Washington hilft Israel bei Angriffen
      http://www.n-tv.de/politik/Washington-hilft-Israel-bei-Angriffen-article13364186.html

      Gaza-Konflikt: USA wirken direkt bei Israels Militäraktionen mit
      http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-08/nsa-israel-geheimdienst-kooperation-igint-isnu?user_suggested=true#comments

      Da hat man dann für die Hamas nicht mehr so viel Zeit übrig, speziell nach diesen unangenehmen Veröffentlichungen.

    • Reicht das dafür, wer mal wieder der wahre Kriegstreiber ist
      ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

      bi-sex macht doppelte Chancen
      kämpf auf beinden Seiten und du verdienst noch mehr
      *++++++++++++++++++++++++++++

      Herr Scholl-Latour, wie gefährlich und wie stark sind die ISIS-Truppen?

      Die sind gefährlich, vor allem sind sie gut ausgebildet. Sie stehen ja unter dem Kommando von Abu Bakr al-Baghdadi und seine Kerntruppe besteht im Wesentlichen aus Ausländern. Die kommen vom Kaukasus, die kommen aus Nordafrika, aus Algerien, die kommen aus Pakistan, aus Afghanistan, aus allen möglichen Ländern und etliche eben auch aus Russland, russischen Tschetschenen sind dabei, auch vom Balkan, aus Bosnien. Wir haben gar keinen Durchblick, wer das alles ist, außerdem haben sie auch eine Reihe von syrischen und irakischen Anhängern, die dabei sind.

      Wer finanziert sie?

      Zunächst einmal haben sie Geld von den Banken von Mossul beschlagnahmen können. Also einen ganzen Tresor, aber man weiß ja nichts Genaues. Dann werden sie systematisch finanziert, durch Spenden aus Saudi-Arabien, aus den Emiraten, aus Katar.++++



      Die Amerikaner werden es nicht direkt finanzieren, die lassen es durch die Petro-Monarchien bezahlen

    • Ich sehe das Ganze ein wenig positiver. Ohne das Eingreifen der Amis hätte dieses Pack in absehbarer Zeit das überforderte Militär (und die versprengten Milizen-Gruppen) überrannt und einen feinen "Gottesstaat" auf die Beine gestellt.

      Warten bis die Meute auf den Weg in Stadt zieht, Bombenteppich drauf. Eine andere Sprache sprechen die doch selbst nicht! Auf diplomatischem Wege ist da nichts zu holen.

    • Endlich kann Obomba mal wieder mit Bomben um sich werfen. Und dem Deutschen Michel wird die Zeit der Langeweile zwischen WM und Bundesliga etwas leichter gemacht.
      Da wird sich Mutti aber freuen....

    • Und was bitte schön machen die Amis jetzt schon wieder im IRAK. Ich denke mal die müssen bestimmt wieder tausende von Kilometern entfernt vom eigenen Land die nationale Sicherheit gewährleisten. Genau so wie mit ihren verdeckten Aktionen in der Ukraine und sonst wo auf der Welt. Wie lange wollen denn bitte schön die Völker der Welt diesem aggressivem Vorgehen noch zu sehen.

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