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Angriff von Regierungstruppen Türkei meldet fünf getötete Soldaten in Syrien

Regierungstruppen haben in Idlib türkische Soldaten angegriffen. Russland wirft der Türkei vor, nicht über die Truppenbewegung informiert zu haben.
03.02.2020 - 13:12 Uhr Kommentieren

Tote beim Angriff auf Rebellenhochburg Idlib

Istanbul Fünf türkische Soldaten sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara bei einem Angriff syrischer Regierungstruppen im Nordwesten Syriens getötet worden. Zudem sei ein ziviler Mitarbeiter des Militärs bei dem Beschuss in der Provinz Idlib ums Leben gekommen, teilte das Ministerium am Montag mit. Sieben Soldaten wurden demnach verletzt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte vor einer Reise in die Ukraine, die Türkei habe einen Gegenangriff gestartet, der andauere. Dabei seien 30 bis 35 Syrer „außer Gefecht gesetzt“ worden, sagte Erdogan. Ob es sich dabei um Regierungssoldaten handelte, blieb zunächst unklar. Es sei nicht möglich, einen solchen Angriff unbeantwortet zu lassen, sagte Erdogan. „Wir werden weiter Rechenschaft dafür verlangen.“ An Russland gerichtet mahnte er: „Ihr solltet uns nicht im Wege stehen.“

Die syrische Armee, die von Russland unterstützt wird, hatte im vergangenen Jahr eine Offensive auf die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten des Landes begonnen.

Das russische Militär teilte am Montag mit, die türkische Seite habe die Russen nicht über ihre Bewegungen informiert. Dabei seien sie unter Beschuss der syrischen Regierungstruppen gekommen, die gegen „Terroristen“ westlich des Orts Sarakib in der Provinz Idlib vorgehen wollten.

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    Idlib ist nach fast neun Jahren Bürgerkrieg in Syrien das letzte große Rebellengebiet. Kontrolliert wird es von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Syrien und Russland argumentieren, ihre Angriffe in der Region richteten sich gegen Terroristen.

    Die Gewalt hatte zuletzt zugenommen. Sie ging auch weiter, nachdem Russland vor drei Wochen eine neue Waffenruhe verkündet hatte. Erdogan hatte Russland vergangene Woche vorgeworfen, sich nicht an mit Ankara getroffene Absprachen zu halten. Die Türkei unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Rebellen.

    Mehr: Europa darf sich im Syrien-Konflikt nicht von Erdogan einschüchtern lassen.

    • dpa
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