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Angst der Sparer Griechische Banken bluten aus

Die Griechen stürmen Geldautomaten, Tankstellen und Supermärkte – Hellas befindet sich seit dem Ende der Verhandlungen zwischen der Regierung Tsipras und der Euro-Gruppe im Ausnahmezustand.
29.06.2015 - 10:00 Uhr
Die geplante Volksabstimmung ist absurd. Quelle: Reuters
Finanzminister Janis Varoufakis im griechischen Parlament

Die geplante Volksabstimmung ist absurd.

(Foto: Reuters)

Athen Ungeduldig tritt Stefanos Petrounakos von einem Bein auf das andere. Der 66-jährige Rentner steht an der Gounaris-Straße im Athener Stadtteil Glyfada vor einem Geldautomaten der National Bank of Greece. Und er muss warten, lange warten. Die Schlange ist lang. Noch stehen 15 Menschen vor ihm.

Petrounakos bemüht sich an diesem Sonntag jetzt schon das vierte Mal, sein Tageslimit von 700 Euro abzuheben. „Die drei anderen Automaten waren bereits leer“, sagt er. Am frühen Samstagmorgen sah er im Fernsehen eher zufällig die Ansprache von Premierminister Alexis Tsipras. „Ich wusste sofort, was das bedeutet“, sagt Petrounakos, der früher bei einer Bank gearbeitet hat. Deshalb nahm er sich nicht einmal Zeit, sich ordentlich anzuziehen. Stattdessen eilte er in Schlappen und Bademantel aus seiner Wohnung zum nächsten Geldautomaten. „Da standen bereits drei vor mir an“, berichtet der Rentner.

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