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Annäherung Nordkoreas Machthaber Kim will 2019 nach Seoul reisen

Kim äußert in einem Schreiben an den südkoreanischen Präsidenten sein Bedauern, dass er es 2018 nicht geschafft habe, nach Seoul zu reisen. Dies will er 2019 nachholen.
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Ziel der Gespräche sei die Denuklearisierung Koreas sowie Frieden und Wohlstand. Quelle: AP
Kim Jong Un (links) und Moon Jae-in

Ziel der Gespräche sei die Denuklearisierung Koreas sowie Frieden und Wohlstand.

(Foto: AP)

SeoulDer nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un will im neuen Jahr erstmals zu Gesprächen in die südkoreanische Hauptstadt Seoul reisen. Ziel sei die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, betonte Kim in einem am Sonntag bekanntgewordenen Schreiben an den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in. Darin bedauert er, dass er im zu Ende gehenden Jahr nicht wie vereinbart nach Seoul gekommen sei. Kim äußerte aber seine „starke Entschlossenheit“, dies im neuen Jahr nachzuholen.

Kim habe zudem erklärt, sich öfter mit dem südkoreanischen Präsidenten treffen zu wollen, hieß es in dem Schreiben weiter. Dabei solle darüber gesprochen werden, wie Frieden und Wohlstand erzielt werden könnten. 2018 hatten sich die beiden Spitzenpolitiker insgesamt dreimal getroffen. Allerdings belasten die zuletzt ins Stocken geratenen Gespräche zwischen Nordkorea und den USA auch die Beziehungen der beiden koreanischen Staaten. So kam es 2018 nicht zu einem eigentlich geplanten Besuch Kims in Seoul.

Die koreanischen Länder befinden sich noch immer im Kriegszustand. Die Kämpfe endeten 1953 mit einem Waffenstillstand. Einen Friedensvertrag gibt es aber nicht.

Moon dankte Kim auf Twitter für sein Schreiben und erklärte, der nordkoreanische Machthaber habe Bereitschaft gezeigt, Vereinbarungen aus den diesjährigen Gipfeltreffen umzusetzen. Welche genau das sein sollen, sagte er nicht. „Es wird noch viele Schwierigkeiten geben“, erklärte Moon. Aber Südkorea sei weiter entschlossen, Kim zu empfangen.

Mit seinem Tweet postete Moon auch ein Foto, das offenbar den Anfang des Briefes von Kim zeigt. Darauf war das Emblem der mächtigen nordkoreanischen Kommission für Staatsangelegenheiten zu sehen und der Text: „Eure geschätzte Exzellenz Präsident Moon Jae-in. Es fühlt sich an, als hätte unser Treffen in Pjöngjang gestern stattgefunden, doch rund 100 Tage sind schon vergangen und nun stehen wir am Ende eines unvergesslichen Jahres 2018.“

Eine offizielle Stellungnahme aus dem Norden lag zunächst nicht vor. Kim dürfte sich aber nach dem Jahreswechsel wie üblich in einer Neujahrsansprache an seine Landsleute wenden. Im vergangenen Jahr hatte er damit die diplomatische Offensive gegenüber dem Süden und den USA eingeläutet.

Bei einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in Singapur im Juni hatte Kim zugesagt, an einer Denuklearisierung zu arbeiten, jedoch keine Details genannt. Beide Seiten haben bislang kaum Fortschritte erzielt. Chinas Präsident Xi Jinping sprach staatlichen Medien zufolge am Samstag mit Trump auch über das Thema. Dabei erklärte er, sein Land unterstütze die Bemühungen der Regierungen in Pjöngjang und Washington.

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