Anschläge auf dem ägyptischen Sinai Islamisten töten zwölf Menschen

Sie haben dem Islamischen Staat die Treue geschworen und setzen dessen grausames Handeln in Nordafrika fort: Islamisten der Terrorgruppe Ansar Beit al-Makdis haben auf dem Sinai in Ägypten zwölf Menschen getötet.
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13 Tote bei Bombenanschlägen auf Sinai

El-ArischAuf der ägyptischen Halbinsel Sinai sind bei zwei separaten Anschlägen auf Sicherheitskräfte mindestens zwölf Menschen getötet worden. Unter den Toten seien sechs Soldaten und fünf Polizisten, teilten die Behörden am Sonntag mit. Zu beiden Attentaten bekannte sich die Gruppe Ansar Beit al-Makdis, die vor kurzem der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen und sich anschließend in Provinz Sinai umbenannt hatte.

Durch eine Bombe am Straßenrand nahe der als Islamistenhochburg geltenden Stadt Scheich Suweid wurden sechs Soldaten in einem gepanzerten Fahrzeug getötet und zwei weitere verletzt, wie die Armee mitteilte.

Wenige Stunden später steuerte ein Selbstmordattentäter in der Stadt El-Arisch einen mit Sprengstoff präparierten Lastwagen auf eine Polizeistation zu und riss fünf Polizisten sowie einen Zivilisten mit in den Tod. Das teilte das Innenministerium mit. Angaben von Ärzten zufolge wurden zudem 44 Menschen verletzt, darunter mindestens 15 Polizisten.

Das sind die gefährlichsten Länder der Welt
Libyen
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Das Land ist vom Krieg zerrissen. Seit dem Sturz von Diktator Muhammad Gaddafi gilt Libyen als sogenannter „failed state“. Eine funktionierende Regierung gibt es nicht, Investoren machen um das Land einen großen Bogen. Mittlerweile ist das Land auch ins Visier der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ gerückt. Kein Wunder also, dass Libyen laut der aktuellen Karte des Gesundheitsrisikos von „International SOS“ auch hinsichtlich der medizinischen Versorgung eines der gefährlichsten Länder der Welt ist.

Sierra Leone
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In kaum einem anderen afrikanischen Land wütete hat das Ebola-Virus so brutal, wie im westafrikanischen Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt. Die fehlende medizinische Versorgung und das zu späte Einschreiten der internationalen Staatengemeinschaft haben erst möglich gemacht, dass das Virus derart tödliche Ausmaße annahm. Die Ebola-Epidemie konnte mittlerweile eingedämmt werden. Dennoch ist Sierra Leone nach wie vor kein risikoloses Reiseziel.

Liberia
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Wie Sierra Leone leidet auch Liberia unter der Ebola-Epidemie. Auch hier wurde zu spät reagiert. Zur fehlenden medizinischen Versorgung kommen noch katastrophale hygienische Zustände und die fehlende Sensibilisierung der Bevölkerung hinzu. Viele Liberianer blieben in Kontakt mit erkrankten Angehörigen und weigerten sich, auf Beerdigungszeremonien zu verzichten, weshalb sich das Virus immer weiter verbreiten konnte.

Simbabwe
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Während Simbabwes Diktator Robert Mugabe in Saus und Braus lebt, lässt er seine Bevölkerung in bitterer Armut darben. Eine absurd hohe Inflation, eine hohe Sterblichkeitsrate und fehlende öffentliche Investitionen – das alles interessiert den greisen Diktator wenig. Zwar leidet Simbabwe nicht unter dem Ebola-Virus, angesichts der Armut des Landes ist es als Reiseziel allerdings nicht empfehlenswert.

Syrien
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Der Bürgerkrieg in Syrien hat bisher Tausende Menschenleben gekostet. Frieden ist nicht in Sicht. Besonders problematisch ist, dass die ungeordneten Verhältnisse in Syrien eine Brutstätte für Terrorismus sind. Für Reisende ist das Land daher besonders gefährlich. Auch die desolate Gesundheitsversorgung macht Syrien zu keinem sicheren Reiseziel.

Irak
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Irakische Fußballfans in den Straßen der Hauptstadt Bagdad: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sorgt in dem krisengeschüttelten Land für bürgerkriegsähnliche Zustände. Wilde Flüchtlingslager, eine schlechte medizinische Infrastruktur und die erhöhte Unsicherheit durch Anschläge und Bombendrohungen machen die Lebensumstände im Irak besonders prekär. Das ist keine Reise wert.

Gaza
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Zerstörungen in Gaza: Palästina ist nicht sicher. Insbesondere der Gazastreifen gilt als Pulverfass. Hier kommt es immer wieder zu Scharmützeln zwischen der radikal-islamischen Hamas und der israelischen Armee. Außerdem sorgen die durch das jüngste Bombardement zerstörten Gebäude für Gefahr. Aufgrund zerstörter Leitungen, Schwelbränden und offener Kanalisationen empfiehlt sich das eingemauerte Gaza derzeit umso mehr nicht für Reisende aus dem Ausland.

Ansar Beit al-Makdis hat auf dem Sinai sowie im Niltal bereits eine Reihe von Anschlägen verübt, seit der islamistische Präsident Mohammed Mursi im Juli 2013 von der Armee abgesetzt wurde. Die Anschläge vom Sonntag ereigneten sich einen Tag, nachdem ein Gericht in Kairo die Todesurteile gegen mehrere ranghohe Anhänger der Muslimbrüderschaft bestätigt hatte. Bei zwei separaten Anschlägen im Norden der Halbinsel Sinai sind am Sonntag mindestens zwölf Menschen gestorben. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich mit seinem Fahrzeug vor einer Polizeiwache in der Provinzhauptstadt Al-Arisch in die Luft und riss fünf Polizisten mit in den Tod. 37 weitere Menschen erlitten Verletzungen, bestätigten Sicherheitskreise in Al-Arisch. Die Polizeiwache stand in Flammen, wie Augenzeugen berichteten.

Wenige Stunden zuvor hatte ein Sprengsatz sechs Soldaten in ihrem gepanzerten Fahrzeug getötet. Zwei weitere Armeeangehörige erlitten bei dem Anschlag in einem Vorort von Al-Arisch Verletzungen, teilten die Streitkräfte mit. Zu beiden Anschlägen bekannte sich die Terrormiliz Ansar Beit al-Makdis.

Der örtliche Ableger des Netzwerks Islamischer Staat (IS) ist vor allem im Norden und Inneren des Sinai aktiv. Zuletzt waren bei einer Angriffswelle von Ansar-Kämpfern auf Armeeposten auf dem Sinai Anfang des Monats 15 Soldaten ums Leben gekommen.

  • dpa
  • afp
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