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Anschläge nach Saddams Festnahme Gewalt im Irak reißt nicht ab

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US-Präsident George W. Bush hatte am Sonntag gewarnt, die Festnahme Saddams bedeute kein Ende der fast täglichen Anschläge in dem Golf-Staat. Auch ein US-Militärsprecher im Irak erklärte, Saddam habe die Anschläge im Irak wohl nicht koordiniert. Dagegen sagte Iraks Öl-Minister Ibrahim Bahr el Ulum der Nachrichtenagentur Reuters am Montag: „Wir erwarten, dass seine Festnahme allgemein die Zahl der Anschläge verringern wird.“ In Saddams Heimatstadt Tikrit versammelten sich einige Anhänger des Ex-Präsidenten zu Protestaktionen, die aber von US-Soldaten mit Schlagstöcken aufgelöst wurden.

Das US-Militär gab am Montag weitere Einzelheiten von Saddams Festnahme bekannt. Ein Militärsprecher sagte, der entmachtete Präsident habe die Soldaten auf Englisch mit den Worten empfangen: „Ich bin Saddam Hussein, ich bin der Präsident des Irak und ich bin bereit zu Verhandlungen.“ Die Soldaten hätten erwidert: „Präsident Bush lässt schön grüßen.“ Der leitende Offizier der Brigarde, Oberst James Hickey, sagte, Saddam habe gerade noch rechtzeitig auf sich aufmerksam gemacht. Die Soldaten seien kurz davor gewesen, sein Versteck in einem Erdloch „auf eine militärische Art und Weise“ - mit einer Handgranate - zu räumen. „Es war klug von ihm, nicht zu lange zu warten“, sagte Hickey. Er sagte weiter, Saddam sei von einem Mitglied einer wichtigen Familie in Tikrit verraten worden, das „einen großen Bauchumfang“ habe. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

Wohin Saddam gebracht wurde, gaben die USA nicht bekannt. „Wir kommentieren die Verlegung Gefangener aus Sicherheitsgründen nicht“, sagte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Der US-Sender CNN berichtete, Saddam sei nach Katar gebracht worden, wo die USA einen Militärstützpunkt unterhalten. Dem widersprach Muwafak el Rubaije vom irakischen Regierenden Rat im arabischen Fernsehen. „Saddam ist immer noch im Irak“, sagte er. „Saddam wird vor ein faires irakisches Gericht in Bagdad gestellt.“

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