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Anschläge offenbaren Sicherheitsdefizite Mullahs gewinnen in Pakistan an Macht

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Für Musharraf, der den schrittweisen Übergang zu echter Demokratie versprochen hat, kommt schon bald die Stunde der Wahrheit. Zum Jahresende hat der General versprochen, die Uniform auszuziehen und als ziviler Präsident weiter zu regieren. Doch daran zweifeln selbst seine eigenen Leute. „Musharraf wird seine Uniform nicht ausziehen“, prophezeit ein Politiker aus dem Lager des Präsidenten – und fühlt sich gezwungen nachzuschieben: „Wenn Sie mich damit zitieren, bringe ich Sie um.“

Musharraf zwischen den Fronten

In Pakistan ist General Pervez Musharraf nicht ohne Feinde. Der Staatschef kam 1999 durch einen Militärputsch an die Macht und ist weiter Oberbefehlshaber der Armee. Fundamentalisten werfen ihm zu große Nähe zu den USA vor. In den vergangenen Monaten gab es drei Attentatsversuche auf ihn. In Washington mutierte Pakistan vom Quasi-Schurkenstaat zum Verbündeten, als Musharraf im Kampf gegen den Terrorismus der „Koalition der Willigen“ beitrat. Auch bei der Jagd auf Osama bin Laden spielt Pakistan eine Schlüsselrolle. Im Atomskandal begnadigte Musharraf den Volkshelden Abdul Qadeer Khan, der die Weitergabe von Atomtechnologie an Iran, Libyen und Nordkorea „gestanden“ hatte. Nach Meinung von Experten brachte er sich damit selbst aus der Schusslinie, denn der Transfer kann seinerzeit kaum ohne Wissen der Militärs geschehen sein.

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