Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Anschläge von Istanbul Deutsche Firmen verstärken Sicherheitsvorkehrungen

Seite 2 von 2:

Beim Konsumgüterhersteller Henkel mit 500 Beschäftigten in der Türkei werde hingegen derzeit kein Gefährdungspotenzial in dem Land gesehen, sagte ein Sprecher. Die Mitarbeiter in der Türkei stünden aber in engem Kontakt zu den Behörden. Aufgrund der in der Chemieproduktion ohnehin prinzipiell hohen Sicherheitsstandards hat auch der weltgrößte Chemiekonzern BASF nach eigener Darstellung bislang keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen in der Region ergriffen. Auch der Wiesbadener Mischkonzern Linde habe die Sicherheitsvorkehrungen bislang nicht erhöht, sagte ein Sprecher. „Wir sind in diesem Raum seit Jahrzehnten vertreten, und die politische Lage ist da auch seit Jahrzehnten labil.“ In der Region gebe es zudem auch keine Produktionsstätten.

Für Autohersteller wie die Münchener BMW AG ist die Türkei ohnehin ein relativ kleiner Markt. „Wir haben in der Türkei lediglich einen Importeur“, sagte ein Sprecher. Mit Blick auf das weitere Geschäft nach den Anschlägen sagte er: „Es ist klar, dass das zu einer Kaufzurückhaltung führen kann.“ Noch sei es aber zu früh, um mögliche Auswirkungen zu beziffern. Eine generelle Kaufzurückhaltung in Folge der jüngsten Anschläge erkennt BMW derzeit jedenfalls nicht. Im vergangenen Jahr hat BMW in der Türkei nur rund 3000 Fahrzeuge verkauft.

Die Reisekonzerne teilten am Tag nach den Anschlägen unterdessen mit, dass es bislang kaum Umbuchungswünsche für Türkei-Reisen gebe. „Die Reaktion unserer Gäste kann man insgesamt als sehr ruhig und besonnen bezeichnen“, sagte ein Sprecher des größten europäischen Reisekonzerns TUI in Hannover. Allerdings bleiben Branchenexperten skeptisch und rechnen für den nächsten Sommerurlaub mit möglichen Einbußen im Türkei-Geschäft der Touristikindustrie. Dies müsse sich aber nicht in generellem Reiseverzicht niederschlagen, sondern werde wahrscheinlich Urlaubszielen im westlichen Mittelmeer wie Spanien zu Gute kommen, erklärten Touristikanalysten am Freitag.

Brexit 2019
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote