Anschlag in Belgien vereitelt Tote bei Anti-Terror-Aktion nahe der deutschen Grenze

Anti-Terroreinsatz gegen Dschihadisten in Belgien: Zwei Verdächtige sind bei einer Razzia ums Leben gekommen. Die Regierung berät nun über schärfere Sicherheitsmaßnahmen. Jüdische Schulen bleiben vorerst geschlossen.
Update: 16.01.2015 - 09:08 Uhr 15 Kommentare
Spezialeinheiten der Polizei haben das Bahnhofsviertel im belgischen Verviers abgeriegelt. Quelle: dpa

Spezialeinheiten der Polizei haben das Bahnhofsviertel im belgischen Verviers abgeriegelt.

(Foto: dpa)

Brüssel/VerviersBei einer großangelegten Polizeiaktion gegen mutmaßliche Dschihadisten hat es in Belgien zwei Tote gegeben. Ein weiterer Verdächtiger überlebte. Er wurde bei dem Zugriff in der ostbelgischen Stadt Verviers festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend in Brüssel mitteilte. Verviers liegt unweit der deutsch-belgischen Grenze rund 35 Kilometer von Aachen entfernt.

Dem Einsatz sind nach Angaben der Regierung monatelange Ermittlungen vorausgegangen. Dies teilte der Sprecher von Ministerpräsident Charles Michel, Frédéric Cauderlier, in der Nacht auf Freitag laut belgischer Nachrichtenagentur Belga mit. Zuvor traf sich Michel demnach mit Innenminister Jan Jambon und Justizminister Koen Geens zu einer Krisensitzung. Die drei Politiker hätten den „minutiös geplanten“ Einsatz am Abend von Beginn an verfolgt.

Laut Staatsanwaltschaft stand ein größerer Terroranschlag unmittelbar bevor. „Insbesondere Polizeikräfte waren das Ziel in Belgien“, berichtete der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric van der Sypt. Kein Polizist oder Anwohner sei bei der Aktion in Verviers verletzt worden. Auch in Brüssel und Umgebung griffen die Ermittler zu.

Die Verdächtigen hätten mit Kriegswaffen minutenlang auf die Spezialkräfte der Polizei geschossen, so die Ermittler. „Wir haben einen Durchsuchungsbefehl ausgeführt, und sie haben direkt das Feuer eröffnet“, so van der Sypt. Die Täter hätten automatische Waffen und Kalaschnikows eingesetzt. Die Identität der Toten blieb zunächst offen. Alle seien belgische Staatsangehörige, so die Ermittler

Die Ermittler sprachen von einer Terrorzelle; einige ihrer Mitglieder seien aus Syrien heimgekehrt. Die Ermittler äußerten sich nicht zu einer möglichen Zugehörigkeit der Syrien-Kämpfer zu einer bestimmten Terrororganisation.

Einen Zusammenhang mit den islamistischen Attentaten, die Frankreich in der zurückliegenden Woche erschütterten, sieht die Staatsanwaltschaft nicht. „Es gibt keine Verbindung zu dem, was in Paris passierte“, sagte van der Sypt.

Nach dem großen Anti-Terror-Einsatz berät die Regierung über schärfere Sicherheitsmaßnahmen. Bei der Kabinettssitzung am Freitag gehe es um die Frage, wie Terroranschläge verhindert werden könnten, meldete das belgische Radio RTBF. Dazu gehörten die Überwachung von Einrichtungen durch das Militär und Maßnahmen zum Schutz gegen rückkehrende Dschihad-Kämpfer aus Syrien oder dem Irak.

Zu den Plänen der Regierung gehört auch, die Telefon-Überwachung von Verdächtigen auszuweiten. Laut RTBF basierte der Polizeieinsatz vom Abend auf abgehörten Telefonaten von Terrorverdächtigen, die aus Syrien zurückgekehrt waren. Sie hätten vor allem Anschläge auf die Polizei und Justiz geplant.

Gegen die Radikalisierung plant Belgien auch Projekte in Gefängnissen und die Kontrolle sozialer Netzwerke. Das Thema stand bereits vor der Polizeiaktion auf der Agenda, erhielt nun aber neue Brisanz.

Belgien hat die Terrorwarnstufe auf das zweithöchste Niveau erhöht. Jüdische Schulen in Brüssel und Antwerpen blieben am Freitag geschlossen. Im Mai vergangenen Jahres hatte ein Islamist bei einem Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel vier Menschen getötet. Auch im niederländischen Amsterdam öffnete die orthodox-jüdische Schule aus Sicherheitsgründen am Freitag nicht.

Terrorwarnstufe heraufgesetzt
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15 Kommentare zu "Anschlag in Belgien vereitelt: Tote bei Anti-Terror-Aktion nahe der deutschen Grenze"

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  • schon mal zur Pariser Fals Flag Operation:
    hier:
    >>homment.com/Posse<<

  • Warum lassen wir uns wie eine Viehherde in den Abgrund treiben?

    Der in Dänemark lebende emeritierte US-Professor und Friedensaktivist John Scales Avery fordert die Menschen auf, sich nicht mehr vor der erfundenen terroristischen Bedrohung zu fürchten, weil die nur von gefährlichen realen Bedrohungen ablenken soll.

    " .... Der Terrorismus ist eine erfundene Bedrohung. Der militärisch-industrielle Komplex ( hat sie nach dem Kalten Krieg als Ersatz für die damit entschwundene kommunistische Bedrohung erfunden. Die terroristische Bedrohung wurde inszeniert, damit auch weiterhin jährlich die kaum
    vorstellbare Riesensumme von 1.700.000.000.000 Dollar (1,7 Billionen Dollar) in die Rüstungsindustrie fließen kann. ...... "

    Die wahren Terroristen sitzen in den westlichen Regierungen, Geheimdiensten und Banken!

  • Droht jetzt der Überwachungsterror durch die Staatsmafia?

    In seiner Analyse "10 Strategien der Manipulation" zeigt der französische Autor Sylvain Timst auf satirische Weise, wie eine Gesellschaft manipuliert werden kann, ohne dass eine kritische Masse an Menschen in dieser Gesellschaft dies realisiert.

    In einer Zeit in der viele Bürger von der "plötzlich" anwachsenden Brisanz politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen überrascht sind, ist es besonders wertvoll, Timsits Einsichten zu verinnerlichen.

    S. Timsit zeigt auf, wie das System beeinflusst wird und welche Informationen wir für relevant halten. Da Information immer zu Wahrnehmung führt und Wahrnehmung die Grundlage jeden Handelns ist.

    Erzeuge Probleme und liefere die Lösung.

    Diese Methode wird die "Problem-Reaktion-Lösung" genannt.
    Es wird ein Problem bzw. eine Situation geschaffen, um eine Reaktion bei den Empfängern auszulösen, die danach eine präventive Vorgehensweise erwarten.

    Verbreite Gewalt oder zettle blutige Angriffe an, damit die Gesellschaft eine Verschärfung der Rechtsnormen und Gesetze auf Kosten der eigenen Freiheit akzeptiert.

    Die wahren Hintergründe dieses Mordanschlags müssen ermittelt werden!
    Es ist auffällig, dass jetzt schon wieder – wie auch am 11.September 2011 – angeblich ein Pass im Auto "gefunden" wurde, der auf die "richtige" Spur von Al-Qaida-Kämpfern führte.

    Kann man das glauben?

    Handelt es sich um ein Anschlag unter falscher Flagge?

    Wer steckt wirklich hinter dem Anschlag?

    Will man mit solchen Mordanschlägen nur die Gesellschaft spalten und die Freiheitsrechte abschaffen?

    Wer mehr über Terror im Namen des Staates erfahren möchte, sollte Bücher des ehemaligen Bundestagsabgeordnete und Bundesminister Andreas von Bülow lesen.

  • Anti-Terroreinsatz gegen Dschihadisten in Belgien:

    ------------------------------------------------------

    Auf NTV-Nachrichtensender kann man den nachrichten entnehmen dass :

    Scheinbar die Waffen für den Attentat in Paris...

    in dem Brüsseler Bahnhofsviertel gekauft worden sind ???

    dann muss man erklären dass wir 500 MILLIONEN EUROPÄER

    in Europa nicht sicher leben.

    Weil Politiker noch viel näher am Brüsseler Bahnhofsviertel

    sich befinden...und nichts dagegen tun !!!

    Wie sollen die dann andere besser beschützen als sich selbst ????????????????????????????????????????????????




  • Selbstverständlich gehört der Islam-Terror zu Deutschland.
    Schließlich haben wir hier Religions-Freiheit.

  • ... .bürste!

    Wie schon gesagt - ein ganz schönes Kauderwelsch, das Sie da von sich geben! Unabhängig davon, dass Sie nun blond und Hauptschüler sind. Das sollte keine Entschuldigung für Sie sein. Auch in der Hauptschule können Sie Satzbau, Grammatik und Rechtschreibung erlernen.

    Die Frage nach Ihrem verehrten Großvater und in welcher Opposition gegen wen er sein Leben ließ, wollen oder können Sie nicht beantworten? Es ist sicherlich auch nicht so wichtig - lediglich fand ich Ihren ursprünglichen Kommentar recht missverständlich.

    Einen schönen Abend noch!

  • Die ständige Überwachung einzelner Bürger landet später beim Bundesverfassungsgericht.

  • War sicher nur ein Einzelfall, hat gar nichts mit dem Islam zu tun.
    Regt euch nicht auf, geht arbeiten, der Staat braucht Geld.

  • Sie meinen sicher das
    hier:

    Mal ... den Spezialisten.
    In der Ostzone,
    wurde/(wird noch?) jedes Schreiben/Brief zwischen
    Behörde/Kollektiven, also alle nicht private Korrespondenz verfasst wie ein Aufsatzthema in der Bundes Deutsch Grundschule / Bibi Blocksberg Art –
    „mein schönster Urlaubstag oder Vergleichbar"
    (Das ist ja das Verwunderliche,
    in einer "Gesellschaft" in der Emotionalität verachtet wurde, alles mit positiven Attribute als Negativ galt und alles Negativ belegte, Positiv galt (verkehrte Welt) - wie zu Zeiten der Ufa (`33 - `45) die heile Welt im Kino)



    – 3/5 der Seite galt der ausgedachten schönen Geschichte und auch das Interesse des Lesers galt mehr der schönen Geschichte,
    der Dreizeiler um das es eigentlich ging,
    Thema war in dem Schreiben,
    wurde kurz überfliegend zu „Kenntnis“ genommen,
    und dann kam der Abschluss der schönen Geschichte.
    .
    Hier geht es nicht um Nette Bibi Blocksberg schöne Geschichten,
    da müsst ihr euch nen Bilderbuch nehmen!
    Oder auf Youtube, da gibt es doch viele bunte Sachen.
    .
    Hier geht es um Inhalte & Input die man Verstehen/Begreifen muss, nichts dabei zur unreflektierten Kenntnisnahme!
    (i`m so sorry)



    was sagt Ihnen der Name?

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Vielen Dank für Ihre Erläuterungen, Herr Omarius M.!

    Auch Sie schrieben lieber unter einem Decknamen und werden dafür sicherlich gute Gründe nennen können.

    Sie spannen einen sehr weiten Bogen hier und verlassen komplett das Thema des kommentierten Beitrags.
    Mit Ihren Abkürzungen kann und möchte ich nichts anfangen. Mit den von Ihnen genutzten Begriffen wie "völkisch" positionieren Sie sich eindeutig.

    Wenn Sie kurz erläutern könnten, was Sie mit "Links", "Rechts" und "internationaler Bolschewiki" meinen? Das ist eine ehrlich gemeinte Frage. Es würde mir helfen, Ihre Bemerkungen einzuordnen. Vielen Dank!

    Und ganz zum Schluss: vielleicht noch ein wenig an der Rechtschreibung arbeiten. Rechts schreiben können Sie ja schon ganz gut.

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