Anschlag in Großbritannien „Rasche Fortschritte“– vergiftetem Ex-Spion Skripal geht es besser

Der in England vergiftete Russe Sergej Skripal ist nicht mehr in Lebensgefahr. Seine Tochter hatte sich schon am Vortag zu Wort gemeldet.
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Krankenhaus: „Skripal geht es besser“

LondonDem in England vergifteten russischen Ex-Spion Sergej Skripal geht es besser. Er sei nicht mehr in einem kritischen Zustand, vermeldete das Krankenhaus in Salisbury, in dem der 66-Jährige seit rund einem Monat behandelt wird am Freitagnachmittag. Er mache „rasche Fortschritte“, sei bei Bewusstsein und spreche.

Erst am Vortag hatte sich seine Tochter Julia über eine Pressemitteilung der Polizei zu Wort gemeldet. Auch sie ist offenbar wieder bei Bewusstsein und ansprechbar. „Ich bin vor einer Woche aufgewacht“, wird die 33-Jährige in der Pressemitteilung zitiert. „Seitdem spüre ich, wie die Kraft immer mehr zurückkommt“.

Julia freue sich schon darauf, dass Krankenhaus verlassen zu können, teilte die Klinik nun weiter mit, wann dieser Tag komme, sei aber noch nicht klar. „Bis dahin bittet Julia darum, dass ihre Privatsphäre respektiert wird“.

Vor einem Monat waren der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia auf einer Parkbank in Südengland bewusstlos zusammengebrochen. Die britische Regierungschefin Theresa May beschuldigt Russland, hinter dem Anschlag zu stecken, da ihren Experten zufolge ein Nervengift aus der in der Sowjetunion entwickelten Nowitschok-Gruppe verwendet wurde.

Russland hatte die Vorwürfe zurückgewiesen – und deutet stattdessen an, dass Großbritannien selbst hinter dem Giftanschlag stecken könnte.

Der Vorfall setzte eine diplomatische Krise in Gang, die mittlerweile über Großbritannien und Russland hinausgeht. Beide Länder sowie die Nationen, die sich hinter Großbritannien gestellt hatten, wiesen zahlreiche Diplomaten aus.

Erst am Vortag hatten russische Vertreter London bei einem Sondertreffen des UN-Sicherheitsrates vorgeworfen, Russland mit „haltlosen Anschuldigungen diskreditieren“. „Berechtigte Fragen“ von Russland würden ignoriert. Russland fordert eine gemeinsame Untersuchung des Vorfalls – ein Vorschlag, der von britischer Seite als „pervers“ zurückgewiesen wird.

Die Nachricht, dass es nicht nur Julia, sondern auch ihrem Vater besser geht, kommentierte die russische Botschaft in London mit einem kurzen Tweet: „Gute Nachrichten“.

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7 Kommentare zu "Anschlag in Großbritannien: „Rasche Fortschritte“– vergiftetem Ex-Spion Skripal geht es besser"

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  • Es freut mich, dass es Herrn Sergej Skripal und seiner Tochter besser geht.
    Was mich nicht freut, sind die Vorverurteilung Russlands und die diplomatischen Konsequenzen daraus! Was May macht ist falsch.

  • Sien die beide überhaupt vergiftet? Es liegen doch keine Beweise vor?Glauben an Berichten aus die Presse? Dafür gibt es noch die Kirche wo zwischen mir und den Gott keine steht.
    Es gibt keine Ex Spionen einmal Spion immer Spion! Wer fürs Geld sich verkauft wird das immer wieder das tun! Nichts persönliches

  • Merkwürdig, merkwürdig. Bisher haben die Putin-Fans die These vertreten, dass England Skripal umbringen wollte, um den Russen dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben. Und nun? Fehlgeschlagen! Das "Mordopfer" lebt! Nun könnte der Mann singen! Er könnte seinen Mörder vielleicht sogar benennen.

    Wieso sind die englischen Geheimdienste so lasch? Sie hätten ihm doch im Krankenhaus den Rest geben können! Kein professioneller Killer würde es riskieren, dass sein Opfer nun das große Quatschen kriegt!

  • Da wird der Putin aber froh sein.

  • Könnte auch ein Agentenschnupfen gewesen sein :-)

  • Vielleicht hat er einen Tip, wer's war.

  • "Vergiftetem Ex-Spion Skripal geht es besser"

    Gott sei Dank.

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