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Anschlagserie Ukraine steht unter Schock

Innerhalb weniger Minuten explodierten vier Bomben in Dnjepropetrowsk. Dutzende Menschen werden verletzt. Die Ukraine steht sechs Wochen vor der Fußball-EM unter Schock. Welches Motiv die Attentäter hatten, ist unklar.
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Die ukrainische Polizei blockiert die Straßen in Dnjepropetrowsk. Quelle: Reuters

Die ukrainische Polizei blockiert die Straßen in Dnjepropetrowsk.

(Foto: Reuters)

Kiew, Berlin Sechs Wochen vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft hat eine Anschlagsserie mit vielen Verletzten die Ukraine erschüttert. Innerhalb weniger Minuten detonierten am Freitag vier Bomben an belebten Plätzen der Industriestadt Dnjepropetrowsk, aus der die inhaftierte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko stammt. Nach Angaben des Innenministeriums in Kiew wurden mindestens 29 Menschen verletzt, darunter zehn Kinder. Fünf der Opfer seien Schwerverletzte. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem Terroranschlag.

Die Europäische Fußball-Union UEFA und die örtlichen Behörden sehen die Sicherheit für die EM aber weiter gewährleistet. Das Auswärtige Amt änderte allerdings seine Reisehinweise und riet zu „besonderer Vorsicht“ in dem Land.

Die Ukraine ist vom 8. Juni an zusammen mit Polen Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft. Die Regierung in Kiew steht wegen des Umgangs mit Oppositionellen unter internationalem Druck. Vor allem die Behandlung der wegen Amtsmissbrauchs verurteilten und an einem Bandscheibenvorfall leidenden Timoschenko hat Proteststürme ausgelöst.

Eine Anschlagsserie wie in Dnjepropetrowsk hat es in den vergangenen Jahren in der Ukraine noch nicht gegeben. Als erstes explodierte an einer Straßenbahnhaltestelle ein Sprengkörper, der in einem Abfalleimer versteckt war. Kurz darauf ereigneten sich nach Angaben der Polizei mindestens drei weitere Explosionen, unter anderem am Bahnhof und nahe der Oper der 1,1 Millionen Einwohner zählenden Stadt. Augenzeugen berichteten im Internet von Panik und tumultartigen Szenen. Das Mobilfunknetz der viertgrößten Stadt der Ukraine brach zeitweise zusammen.

Ein fünfter Sprengsatz wurde laut Innenministerium entschärft. Hinweise auf die Täter gab es zunächst. Es habe weder Anschlagsdrohungen noch ein Bekennerschreiben gegeben, hieß es.

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