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Anti-Betrugsbehörde EU-Gelder in Höhe von Hunderten Millionen Euro veruntreut – Italien im Visier

Die EU-Behörde gegen Betrug macht in ihrem Jahresbericht den Missbrauch von EU-Geldern in Millionenhöhe öffentlich. Ein größerer Fall betrifft dabei Italien.
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Bericht: 2018 wurden Hunderte Millionen Euro EU-Geld missbraucht Quelle: dpa
Euro

Die EU-Antibetrugsbehörde Olaf ist dafür zuständig, Missbrauch von EU-Geld aufzudecken.

(Foto: dpa)

Brüssel EU-Ermittler haben im vergangenen Jahr den Missbrauch oder die Zweckentfremdung von 371 Millionen Euro angeprangert. Dies geht aus dem Jahresbericht hervor, den die EU-Antibetrugsbehörde Olaf an diesem Dienstag in Brüssel vorgelegt hat. Olaf ist dafür zuständig, Missbrauch von EU-Geld aufzudecken und schaltet gegebenenfalls die Staatsanwaltschaft ein.

„Das Geld wird schrittweise von den maßgeblichen Behörden der EU und der Mitgliedstaaten erstattet, so dass es Projekten zugute kommen kann, die das Leben aller Europäer verbessern“, sagte Olaf-Generaldirektor Ville Itälä. 2017 hatte die Summe mit mehr als drei Milliarden Euro fast zehn mal so hoch gelegen. Dies lag aber vor allem an einem Sonderverfahren zu Zollbetrug.

Ein größerer Fall aus dem vergangenen Jahr dreht sich um den Missbrauch von EU-Geld bei der Unterbringung und Versorgung von Schutzsuchenden in Italien. Zum Teil hätten Flüchtlinge und Migranten in ihren Unterkünften zu wenig Mahlzeiten und abgelaufene Lebensmittel bekommen, heißt es in dem Bericht.

Die Olaf-Ermittlungen hätten Verbindungen zur organisierten Kriminalität aufgedeckt. Die Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft in Italien habe Ermittlungen gegen 84 Personen eingeleitet.

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  • dpa
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