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Antirassismus-Konferenz Deutschland boykottiert erstmals Uno-Konferenz

Die umstrittene Antirassismus-Konferenz der Vereinten Nationen in Genf wird von den USA, Deutschland und fünf anderen Staaten boykottiert. Hintergrund ist die Befürchtung, dass die Konferenz von islamischen Ländern für propagandistische Attacken gegen Israel missbraucht werden könnte. Der Zentralrat der Juden begrüßten die deutsche Absage nachdrücklich, übte aber zugleich heftige Kritik an der Haltung der Europäischen Union.
Die Uno reagierte schockiert auf die Absagen. Quelle: dpa

Die Uno reagierte schockiert auf die Absagen.

(Foto: dpa)

dne/HB BERLIN/GENF. Die Uno-Konferenz soll am Montag eröffnet werden und bis zum 25. April dauern. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben bislang mindestens 35 Staaten ihre Teilnahme zugesagt.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad traf am Sonntagabend unter dem Protest Israels den Schweizer Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz in Genf.

Es ist das erste Mal, dass Deutschland eine Konferenz der Vereinten Nationen boykottiert. Außenminister Frank-Walter Steinmeier gab seine Entscheidung am Sonntagabend bekannt - nach einer Telefonkonferenz mit mehreren EU-Kollegen - unter anderen aus Frankreich, Großbritannien, Spanien, Tschechien, Dänemark und Schweden.

In der EU war bis zuletzt um eine gemeinsame Haltung gerungen worden. Nach Italien lehnten aber am Sonntag auch die Niederlande eine Teilnahme ab, Großbritannien sagte dagegen zu. Israel, Kanada und Australien hatten schon vor längerem beschlossen, die Konferenz zu boykottieren. Die USA begründeten ihre Absage mit ihrer Kritik an dem geplanten Abschlussdokument, konkret den Formulierungen zum Thema Israel. Die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte und Gastgeberin der Konferenz, Navi Pillay, äußerte sich „schockiert und tief enttäuscht“ über den US-Boykott.

Die erste „Weltkonferenz gegen Rassismus“ war im Jahr 2001 in Durban mit einem Eklat geendet. Die Delegationen der USA und Israels reisten damals vorzeitig ab.

Steinmeier appellierte an alle Teilnehmer der Konferenz in Genf, sich zur wirksamen Bekämpfung von Rassismus und Rassendiskriminierung zu bekennen und die bevorstehende Konferenz nicht anderweitig zu instrumentalisieren.

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