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"Antisemitischer Banker" Sarrazin mischt Londoner Elite-Uni auf

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Die Entscheidung, die Veranstaltung abzusagen, habe man aber „nur sehr ungern“ getroffen. Neben den Sicherheitsbedenken standen zudem Bedenken der LSE-Studentenvereinigung gegen die Veranstaltung im Raum, die argumentierte, die Debatte könne „die gute Atmosphäre auf dem Campus ernsthaft beschädigen.“ LSE-Sprecher Smith: „Wegen dieser Kombination von Faktoren hat die Hochschulleitung beschlossen, dass die Veranstaltung nicht stattfinden kann. Die LSE steht aber weiterhin hinter dem Grundsatz der Meinungsfreiheit innerhalb der gesetzlichen Grenzen.“

Nach dem turbulenten Beginn war die Diskussion im „Waldorf Hilton Hotel“ zwar hitzig, verlief aber absolut friedlich. Sarrazin wiederholte seine üblichen Thesen, dass Deutschland wegen der unterschiedlichen Geburtenraten zwischen Deutschen und Zuwanderern Gefahr laufe, seine „kulturelle Identität“ zu verlieren. „Wie verhindern wir, dass die Muslime nicht alle zur Unterschicht gehören?“, fragte Sarrazin. „Wir haben in Deutschland 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Davon haben fünf bis sechs Millionen muslimischen Hintergrund. Alle statistisch beobachteten Integrationsprobleme liegen ausschließlich bei diesen fünf bis sechs Millionen muslimischen Migranten.“

Hendryk M. Broder stahl Sarazzin mit extrem polemischen Aussagen die Schau. „Wir würden es zum Beispiel Hindus, die nach Europa kommen, nicht gestatten, diesen wunderschönen Brauch der Witwenverbrennung bei uns fortzusetzen. Es gibt aber in Berlin Debatten darüber, ob wir moslemischen Schülern gestatten, Gebetsräume an Schulen zu haben“, sagte Broder. „Natürlich darf ich diesen Vergleich ziehen“, reagierte Broder auf Zwischenrufe. „Es ist eine Form von positiver Sonderbehandlung.“ Einer deutschen LSE-Studentin, die schilderte, wie sie wegen ihrer schwarzen Hautfarbe in Deutschland angespuckt und bedroht wurde, entgegnete Broder, sie solle bitte aufhören, sich darüber zu beklagen.

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