Arabische Welt: Gefahr für deutsche Firmen: Die neue Rivalität der Golf-Staaten
Riads Kampfansage an die Rivalen am Golf.
Foto: APDubai. Atemberaubend schräg reckt sich das silbrig schimmernde Gebäude in die Höhe. Imposant und riesig ist der Pavillon Saudi-Arabiens auf der Expo 2020, die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben wurde und jetzt ein halbes Jahr lang mindestens 25 Millionen Menschen nach Dubai locken soll.
Drei Guinness-Weltrekorde hat das futuristische Gebäude für den größten interaktiven Lichtboden, das längste interaktive Wasserspiel und den größten interaktiven digitalen LED-Spiegelbildschirm erhalten.
Ob Ölanlagen, jahrtausendealte Kulturstätten oder die Massen an Pilgern in Mekka: Gigantische Videoinstallationen mit diesen Motiven sollen das Königreich den Schaulustigen näherbringen.
Mit 13.000 Quadratmetern ist der saudische Bau auf der Weltausstellung der größte nach dem Pavillon des Gastgebers, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), der wie eine weiße Falkenschwinge errichtetet wurde. Die Gebäude sind ein Sinnbild der neuen Rivalität am Golf.
Jahrzehntelang war Saudi-Arabien mit seinem erzkonservativen Königshaus die verschlafene Großmacht. Reich wegen der Ölmilliarden, mächtig wegen des größten Militärs der Region und den im Islam heiligen Stätten Mekka und Medina dämmerte die größte Volkswirtschaft des Mittleren Ostens in der Wüste. Was die Herrscher in Riad sagten, galt für alle.