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Arbeitskampf Gewerkschaftsführer bei Protestaktion vor Lidl-Lager in Norditalien getötet

Ein Lastwagenfahrer ist durch Streikposten vor einem Lidl-Warenlager in Norditalien gefahren. Es gab einen Toten und zwei Leichtverletzte. Italiens Ministerpräsident Draghi äußert sich bestürzt.
18.06.2021 - 18:57 Uhr Kommentieren
Bei Protesten für bessere Arbeitsbedingungen vor einem Lidl-Warenlager in Norditalien kam es zu einem tödlichen Zwischenfall. Quelle: AFP
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Bei Protesten für bessere Arbeitsbedingungen vor einem Lidl-Warenlager in Norditalien kam es zu einem tödlichen Zwischenfall.

(Foto: AFP)

Rom Ein Lastwagenfahrer hat in Norditalien eine Kette von Streikposten vor einem Warenlager der Supermarktkette Lidl durchbrochen und einen Gewerkschaftsführer tödlich verletzt. Medienberichten zufolge protestierten rund 20 Logistik-Mitarbeiter vor dem Gebäude in Biandrate, als der Lastwagen durch ein Tor fuhr, das von Streikenden blockiert wurde. Ein 37 Jahre alter Mann sei von dem Fahrzeug erfasst und getötet worden.

Der Fahrer flüchtete Medienberichten zufolge, wurde aber später auf einer nahe gelegenen Autobahn von der Polizei gestoppt. Der Mann wurde festgenommen und sollte verhört werden. Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi äußerte sich bestürzt und forderte, das Geschehen müsse umgehend aufgeklärt werden.

Die Demonstranten forderten bessere Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter in der Lebensmittel-Logistik. Zwei weitere Teilnehmer der Protestaktion wurden ebenfalls von dem Lastwagen erfasst und erlitten leichte Verletzungen, wie die Nachrichtenagentur La Presse berichtete.

Der Gewerkschaftsführer Attilio Fasulo erklärte, der Getötete und die Verletzten seien Opfer der Spannungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der Logistik-Branche. „Wir sind äußerst betroffen von dem tragischen Unfall durch den heute Morgen Adil Belakhdim sein Leben verloren hat und wir möchten seiner Familie in diesem traurigen Moment unser aufrichtiges Beileid und tiefes Mitgefühl aussprechen“, erklärte Lidl Italia in einer Stellungnahme.

Der Fahrer und das Fahrzeug hätten zu einem Lieferanten von Lidl gehört – nicht zum Unternehmen selbst. Zudem betonte Lidl, dass für alle der etwa 2.500 Mitarbeiter der zehn Logistikplattformen nicht der Logistikvertrag angewendet wird, „sondern der Tarifvertrag des Lebensmitteleinzelhandels, der durch eine Zusatzvereinbarung mit den Gewerkschaften ergänzt ist“.

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  • ap
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