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Arbeitsmarkt US-Arbeitslosenquote fällt auf 6,9 Prozent – und damit stärker als erwartet

Außerhalb der Landwirtschaft haben Unternehmen im Oktober fast 640.000 neue Jobs geschaffen. Wegen der Coronakrise bleibt die Lage am Jobmarkt aber kritisch.
06.11.2020 Update: 06.11.2020 - 15:13 Uhr Kommentieren
Noch im April hatte die Arbeitslosenquote ihren Höchststand erreicht. Quelle: AP
Kellnerin in New Jersey

Noch im April hatte die Arbeitslosenquote ihren Höchststand erreicht.

(Foto: AP)

Washington Die Lage am US-Jobmarkt hat sich im Oktober trotz einer neuen Corona-Welle überraschend deutlich aufgehellt. Die Arbeitslosenquote fiel von 7,9 Prozent im Vormonat auf 6,9 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten lediglich einen Rückgang auf 7,7 Prozent erwartet.

Den Angaben der Behörde zufolge schufen Unternehmen außerhalb der Landwirtschaft im vergangenen Monat 638.000 neue Jobs – damit wurden die Prognosen auch beim Stellenaufbau deutlich übertroffen.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 600.000 gerechnet – nach 672.000 im September. Doch der Stellen-Zuwachs im Oktober ist das kleinste monatliche Plus, seit die Erholung im Mai einsetzte.

Trotz der gesunkenen Arbeitslosenquote bleibt der Arbeitsmarkt in der weltgrößten Volkswirtschaft noch immer weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Zum Vergleich: Vor der Pandemie hatte die Erwerbslosenquote lediglich 3,5 Prozent betragen.

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    Experte: Arbeitsmarkt kostete Trump das Amt

    Die Coronakrise hatte die US-Wirtschaft zwischenzeitlich in weiten Teilen lahmgelegt, was die Quote im April auf über 14 Prozent in die Höhe schießen ließ. Damit erreichte sie den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg.

    Insgesamt gingen in der Krise in den USA mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang erst gut die Hälfte zurückgewonnen wurde. „Per Saldo steht seit März noch immer ein Abbau von mehr als 10 Millionen Jobs zu Buche. Der beachtliche Kahlschlag am US-Arbeitsmarkt kostete Donald Trump vermutlich das Amt“, meint Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank: „Die einfache Formel lautet: Läuft es am Arbeitsmarkt nicht gut, läuft es für den Präsidenten nicht gut.“

    Die noch immer angespannte Lage am Jobmarkt treibt auch die US-Notenbank Fed um, die Vollbeschäftigung sichern soll, von diesem Ziel jedoch meilenweit entfernt ist.

    Fed-Chef Jerome Powell betonte jüngst, die Notenbank werde die Millionen Amerikaner nicht aus dem Blickwinkel verlieren, die derzeit ohne Job seien. Zugleich stieß er die Tür für neue Konjunkturhilfen auf, falls die Wirtschaft im Zuge der Corona-Pandemie wieder ins Trudeln geraten sollte.

    Mehr: So verlief der Wahltag in den USA

    • dpa
    • rtr
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