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Arbeitszeit Wer arbeitet am meisten?

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Norwegen: In der Mittagspause schwimmen im Fjord
Freizeit wird in Norwegen groß geschrieben: In der Mittagspause im Fjord schwimmen, wie hier Anne Opsahl, Berit Nordli and Turid Degenæs, ist da sogar schon mal drin. Quelle: picture alliance

Freizeit wird in Norwegen groß geschrieben: In der Mittagspause im Fjord schwimmen, wie hier Anne Opsahl, Berit Nordli and Turid Degenæs, ist da sogar schon mal drin.

(Foto: picture alliance )

„Wenn ein Norweger in Deutschland zu arbeiten beginnt, kriegt er sehr wahrscheinlich einen Kulturschock. Die Arbeitsatmosphäre und Einstellung zum Job sind in Norwegen sehr anders als in Deutschland. Dabei sind die gesetzlichen Vorgaben denen in Deutschland gar nicht unähnlich.

In meinem Vertrag [bei einem norwegischen Aluminiumproduzenten mit Sitz in Oslo] etwa standen 40 Arbeitsstunden pro Woche, und die habe ich auch gearbeitet. Mehr allerdings nicht. Ihre Arbeit ist den Norwegern zwar wichtig, hat aber nicht den Stellenwert wie in Deutschland.

Ausgedehnte Mittagspausen wie in Deutschland gibt es nicht. Die Norweger bringen sich stattdessen eher Brote mit, die sie am Platz essen. Groß gegessen wird eher gegen 17, 17.30 Uhr – und dann schon zu Hause mit der Familie. Die Firma, in der ich gearbeitet habe, lag – klischeehaft – direkt an einem Fjord. Viele sind in der Mittagspause kurz schwimmen gegangen.

Der Arbeitstag ist entsprechend früh zu Ende. Deshalb gibt's zwischen 16 und 17 Uhr auch die schlimmsten Feierabendstaus.

Man will früh raus, noch etwas vom Tag haben, zu seiner Familie, zum Haus, zum Bötchen, in die Natur. Und diese Prioritätensetzung wird in Norwegen anerkannt. Überstunden werden nur von sehr hohen Führungskräften erwartet und sind – wenn sie denn anfallen – extrem gut bezahlt.

Sehr lange Urlaube sind außerdem die Regel und völlig in Ordnung. Jeder akzeptiert, dass man vier, fünf Wochen am Stück wegfahren möchte. Außerdem sind die Hierarchien in den Unternehmen sehr flach und es geht nicht so hektisch zu.

In Norwegen zu arbeiten, habe ich als sehr angenehm empfunden. Dort sieht man, dass es auch anders geht.“

Alexander Rösch (33), Oslo, heute Düsseldorf

(Désirée Linde)

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