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Argentinien Verhärtete Fronten

Kein Ende in Sicht: Eine Entspannung im Schuldenstreits der argentinischen Regierung mit Hedgefonds steht weiterhin in den Sternen. In den finalen Verhandlungen mischt die Deutsche Bank ganz vorne mit.
13.08.2014 - 07:06 Uhr Kommentieren
Mann mit argentinischer Flagge: Argentinien will den Gläubigern der Staatsschuld die Verlegung der Zahlungen nach Buenos Aires anbieten Quelle: ap

Mann mit argentinischer Flagge: Argentinien will den Gläubigern der Staatsschuld die Verlegung der Zahlungen nach Buenos Aires anbieten

(Foto: ap)

New York Die Bemühungen der Deutschen Bank und anderer internationaler Geldhäuser um eine Entspannung des Streits über Argentiniens Staatsschulden ziehen sich hin. Die Institute senkten ihr Angebot zum Aufkauf von Staatsanleihen im Besitz der Hedgefonds, die gegen die Regierung in Buenos Aires klagen, wie die Reuters-Tochter IFR aus Verhandlungskreisen erfuhr. Demnach biete das größte deutsche Geldhaus sowie die US-Banken Citigroup und JP Morgan sowie die britische HSBC nur noch 50 Cent für jeden Dollar ausstehender Schulden Argentiniens im Gesamtvolumen von rund 1,66 Milliarden Dollar. Vergangene Woche war noch von 80 Cent die Rede. Möglicherweise seien die Banken verunsichert, welche Garantien sie von dem südamerikanischen Land erhalten könnten, dass sie spätestens nächstes Jahr ausbezahlt werden, sagten die Insider.

Dann läuft eine Klausel in den Verträgen der mit einem Schuldenschnitt belegten Gläubiger aus, die ihnen die Option auf eine Besserstellung einräumt. Der Konflikt geht auf die Staatspleite Argentiniens im Jahr 2002 zurück. Während sich die Regierung in den Folgejahren mit den meisten Gläubigern auf einen Schuldenerlass und einen Umtausch von Anleihen einigte, kauften einige Hedgefonds Schuldtitel mit einen hohen Abschlag und fordern nun eine volle Auszahlung. Das lehnt Argentinien ab.

Ein US-Gericht wies deswegen an, dass die Inhaber restrukturierter Anleihen nur dann ausgezahlt werden dürfen, wenn die Regierung auch die klagenden Hedgefonds bedient, die sich nicht der Umschuldungsvereinbarung angeschlossen hatten. Obwohl das Land anders als vor zwölf Jahren liquide ist, wurde es wegen einer gerichtlich blockierten Zinszahlung an die Umschuldungsgläubiger nun von den Ratingagenturen erneut für pleite erklärt.

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