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Aruba, Barbados und Bermuda EU streicht drei Karibik-Inseln von schwarzer Steueroase-Liste

Drei karibische Inseln sind nach Ansicht der EU keine Steueroasen mehr. Für den Schritt ernten die EU-Finanzminister Kritik, zum Beispiel von Oxfam.
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Auf der Steueroasen-Liste stehen Gebiete außerhalb der EU, die sich etwa dem internationalen Austausch von Steuerdaten verweigern oder Unternehmenssteuersätze von null Prozent haben. Quelle: AFP
Bermuda

Auf der Steueroasen-Liste stehen Gebiete außerhalb der EU, die sich etwa dem internationalen Austausch von Steuerdaten verweigern oder Unternehmenssteuersätze von null Prozent haben.

(Foto: AFP)

BrüsselDie EU-Staaten haben die Karibik-Inseln Aruba, Barbados und Bermuda von ihrer schwarzen Liste der Steueroasen gestrichen. Alle drei haben ausreichend Zusagen gemacht, ihre Steuerpraktiken ändern zu wollen, wie die EU-Finanzminister am Freitag in Brüssel mitteilten. Aruba gehört zu den Niederlanden, Bermuda ist ein britisches Überseegebiet. Barbados ist unabhängig.

Die drei Inseln waren im März mit weiteren Ländern auf die schwarze Liste gesetzt worden. Dabei geht es um Gebiete außerhalb der EU, die sich etwa dem internationalen Austausch von Steuerdaten verweigern oder Unternehmenssteuersätze von null Prozent haben.

Die Hilfsorganisation Oxfam kritisierte die Entscheidung der EU-Finanzminister. Die Zusagen reichten nicht aus. „Die EU lässt schon wieder einige der schlimmsten Steueroasen weltweit entkommen“, teilte Oxfam mit.

Die Liste war im Dezember 2017 nach Enthüllungen in den sogenannten Panama Papers und den „Paradise Papers“ über Firmengeflechte und Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen erstellt worden. Eine ganze Reihe von Ländern hatte in der Vergangenheit bereits Zusagen gemacht, die Liste schrumpfte daraufhin erheblich.

Aktuell sind noch 12 Länder beziehungsweise Steuergebiete auf der Liste: Amerikanisch-Samoa, Belize, Dominica, Fidschi, Guam, die Marshallinseln, der Oman, Samoa, Trinidad und Tobago, die Vereinigten Arabischen Emirate, Vanuatu sowie die Amerikanischen Jungferninseln. Mit der Nennung auf der schwarzen Liste will die EU die betroffenen Staaten in erster Linie durch Anprangern zum Einlenken bewegen.

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  • dpa
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