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Asean-Gipfel 15 Länder einigen sich auf großen Freihandelspakt 2020

Ein Freihandelsabkommen in Südostasien würde ein Drittel des Welthandels einschließen. Die Länder haben das Vorhaben heute auf den Weg gebracht.
Update: 04.11.2019 - 14:01 Uhr Kommentieren
Donald Trump schwänzt Asean-Gipfel und lädt zu Sondertreffen ein Quelle: AFP
Asean-Gipfel

Trumps Sicherheitsberater Robert O'Brien (Mitte) reiste an Trumps Stelle nach Thailand.

(Foto: AFP)

Nonthaburi 15 Länder haben sich nach Medienberichten auf dem Asean-Gipfel in Thailand verständigt, den größten Freihandelspakt im asiatisch-pazifischen Raum im kommenden Jahr abzuschließen. Japans führende Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtete unter Berufung auf Verhandlungskreise, dass 15 Länder der 16 verhandelnden Länder den sogenannten RCEP-Vertrag im kommenden Jahr unterzeichnen wollen.

Das 16. Land, Indien, habe sich demnach noch nicht dazu bereit erklärt. Indiens Premierminister Narendra Modi sehe das Abkommen zum jetzigen Zeitpunkt als nicht fair an, wie die indische Nachrichtenagentur ANI ebenfalls unter Berufung auf Verhandlungskreise schrieb. Allerdings wollen die Länder zusammenarbeiten, um ihre Differenzen bis 2020 zu beheben, schrieb die Nachrichtenagentur Kyodo. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) endet am Montagabend (Ortzeit) mit einer Abschlusserklärung.

Der Freihandelspakt unter der Führung von China würde ein Drittel des Welthandels einschließen. Die RCEP-Gespräche haben durch den Handelskrieg zwischen den USA und China neuen Schwung bekommen, zumal US-Präsident Donald Trump kurz nach seinem Amtsantritt auch das bereits fertig ausgehandelte Abkommen für eine Transpazifische Partnerschaft (TPP) aufgekündigt hatte. Die RCEP-Teilnehmerstaaten wollen diese Lücke für sich nutzen. Vor allem für China als zweitgrößte Volkswirtschaft wäre der Freihandelspakt ein großer Erfolg. Teilnehmen wollen auch Japan, Indien, Südkorea, Australien, Neuseeland sowie die zehn Asean-Länder Indonesien, Malaysia, Thailand, die Philippinen, Vietnam, Myanmar, Brunei, Laos, Kambodscha und Singapur.

Der jährliche Asean-Gipfel wird normalerweise von Staats- und Regierungschefs besucht. Ein Staatsoberhaupt fehlte allerdings in diesem Jahr: US-Präsident Donald Trump schickte einen Stellvertreter nach Thailand, seinen Sicherheitsberate Robert O'Brien. Stattdessen lud er die er die Staats- und Regierungschefs der südostasiatischen Staaten während eines Treffens der Asean-Staaten und den USA zu einem Sondergipfel nach Washington ein.

Da O'Brien noch nicht einmal Mitglied von Trumps Kabinett ist, schickten sieben der zehn beteiligten Asean-Staaten ihre Außenminister zu dem Treffen am Rande des Gipfels.

Mehr: In Asien soll ein neuer Handelsdeal die Hälfte der Weltbevölkerung umfassen. Doch Indien fürchtet, mit chinesischen Waren überschwemmt zu werden.

  • ap
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