Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Asien Nordkoreas Wirtschaft ist weiter geschrumpft

Südkorea schätzt, dass das Bruttoinlandsprodukt von Nordkorea wohl um 4,1 Prozent gesunken ist. Seit 21 Jahren ist es das höchste Tief des Nachbarlandes.
26.07.2019 - 12:35 Uhr Kommentieren
Die Zentralbank in der Hauptstadt von Südkorea greift auf Daten des Geheimdienstes und von Forschungsinstituten zurück, denn Nordkorea veröffentlicht keine aktuellen Daten zur Wirtschaftsleistung. Quelle: dpa
Flagge von Nordkorea

Die Zentralbank in der Hauptstadt von Südkorea greift auf Daten des Geheimdienstes und von Forschungsinstituten zurück, denn Nordkorea veröffentlicht keine aktuellen Daten zur Wirtschaftsleistung.

(Foto: dpa)

Seoul Die Wirtschaft des weithin abgeschotteten Nordkorea ist 2018 nach Schätzungen aus Südkorea das zweite Jahr hintereinander deutlich geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt des Nachbarlandes sei um 4,1 Prozent (2017: minus 3,5 Prozent) zurückgegangen und damit so stark wie seit 21 Jahren nicht mehr, schreibt die Zentralbank in einem am Freitag in Seoul veröffentlichten Bericht. Der Außenhandel fiel demnach wertmäßig um nahezu 50 Prozent. 

Die starke Rezession der chronisch kriselnden Wirtschaft Nordkoreas wird von Experten auch auf die harten internationalen Sanktionen zurückgeführt, denen das sozialistische Land wegen seines Atomwaffenprogramms unterworfen ist. Der UN-Sicherheitsrat hatte zuletzt Ende 2017 Lieferungen von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an das Land weiter begrenzt.

Die Sanktionen werden teils aber umgangen. Das gesamte Bruttonationaleinkommen Nordkoreas wird von der Zentralbank Südkoreas auf umgerechnet knapp 36 Billionen Won geschätzt, umgerechnet also rund 27 Milliarden Euro. In dem Bericht der Bank hieß es weiter, das Außenhandelsvolumen Nordkoreas habe im vergangenen Jahr schätzungsweise 2,84 Milliarden Dollar betragen.

Das sei ein Rückgang um 48,8 Prozent im Vergleich zu 2017. Die Wachstumsraten für den Bergbau und das verarbeitende Gewerbe seien noch stärker als 2017 geschrumpft. Allerdings habe sich die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser verbessert, wobei sich die Stromerzeugung durch Wasserkraft- und Wärmekraftwerke erhöht habe. 

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Berechnungen des BIP und zur Entwicklung der einzelnen Wirtschaftszweige in Nordkorea gelten als unsicher, da aus dem Land so gut wie keine aktuellen Daten zur Wirtschaftsleistung veröffentlicht werden. Die Zentralbank in Seoul greift dabei vor allem auf Daten des Geheimdienstes und von Forschungsinstituten zurück, die sich auf Nordkorea spezialisiert haben.

    Mehr: Der Test einer taktischen Lenkwaffe sei eine Antwort auf die Waffenentwicklungen Südkoreas und dessen Pläne, Militärübungen abzuhalten, hieß es in staatlichen Medien am Freitag.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Asien - Nordkoreas Wirtschaft ist weiter geschrumpft
    0 Kommentare zu "Asien: Nordkoreas Wirtschaft ist weiter geschrumpft"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%