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Asien Trump will sich mit China gegen Nordkorea verbünden

Trotz internationalem Widerstand treibt Nordkorea sein Atom- und Raketenprogramm voran. Die USA, China und Japan lehnen weiter Atomwaffen auf der koreanischen Halbinsel ab. Eine strategische Klärung scheint gescheitert.
03.07.2017 Update: 03.07.2017 - 11:17 Uhr Kommentieren
Mobile Raketen werden in Pjöngjang bei einer Militärparade über den Kim-Il-Sung-Platz gefahren. Quelle: dpa
Nordkorea

Mobile Raketen werden in Pjöngjang bei einer Militärparade über den Kim-Il-Sung-Platz gefahren.

(Foto: dpa)

Bridgewater/Tokio US-Präsident Donald Trump bemüht sich im Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm um einen Schulterschluss mit den regionalen Schlüsselmächten China und Japan. In Telefonaten mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hätten alle Beteiligten bekräftigt, die koreanische Halbinsel atomwaffenfrei zu halten, teilte das US-Präsidialamt am Sonntagabend mit. Zudem habe Trump wenige Tage vor dem G20-Gipfel in Hamburg auch Handelsfragen angesprochen.

Ein Sprecher des japanischen Ministerpräsidenten erklärte nach dem Telefonat, zusammen mit Südkorea wolle man den Druck auf die Regierung in Pjöngjang erhöhen. Trump hatte bereits am Freitag Südkoreas Präsident Moon Jae In in Washington empfangen. Am Rande des G20-Gipfels solle es ein Treffen der drei Staats- und Regierungschefs zu Nordkorea geben, teilte ein japanischer Regierungssprecher mit. Der Gipfel beginnt am Freitag.

Trump und Xi hätten über Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel gesprochen, berichteten chinesische Staatsmedien. Xi habe aber auch angesprochen, dass die bilateralen Beziehungen durch „negative Faktoren“ getrübt würden, meldete das Staatsfernsehen. Angeführt wurde die Taiwan-Frage. Die USA hatten China vergangene Woche mit einen Waffengeschäft verärgert. Sie wollen Rüstungsgüter im Wert von 1,42 Milliarden Dollar an Taiwan verkaufen. China betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik und befürchtet, Trump werde nicht an der „Ein-China-Politik“ seiner Vorgänger festhalten.

Für eine Belastung der Beziehungen könnte auch sorgen, dass die US-Regierung gegen zwei Chinesen und eine chinesische Reederei Sanktionen erließ, weil diese angeblich das nordkoreanische Raketenprogramm unterstützten. Außerdem beschuldigte die US-Regierung eine chinesische Bank der Geldwäsche für die Regierung in Pjöngjang.

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    Zudem ist der Streit um die Hoheit im Südchinesischen Meer wieder aufgeflammt. China warf den USA eine „schwere politische und militärische Provokation" durch einen US-Zerstörer vor, der ohne Erlaubnis in chinesische Hoheitsgewässer eingedrungen sei. Die „Stethem“ hatte am Sonntag nach US-Angaben die Zwölf-Meilen-Zone um die Insel Triton durchkreuzt. Das Eiland gehört zu den Paracel-Inseln im Südchinesischen Meer, die von China, Taiwan und Vietnam gleichermaßen beansprucht werden. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums soll der Zerstörer die Freiheit der Schifffahrt in der Region gewährleisten.

    • rtr
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