Assoziierungsabkommen EU umwirbt den Ukraine-Nachbarn Moldau

Am Dienstag bot EU-Ratspräsident Van Rompuy der Ex-Sowjetrepublik Moldau ein Abkommen an, tags zuvor besuchte ein Nato-Vertreter das Ukraine-Nachbarland. Es soll sich der EU annähern - doch das dürfte Russland ärgern.
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EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy (2.v.r.) umwirbt Moldau. Zunächst bekommt er in dort bei seinem Besuch den traditionellen Willkommensgruß Brot und Salz. Quelle: dpa

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy (2.v.r.) umwirbt Moldau. Zunächst bekommt er in dort bei seinem Besuch den traditionellen Willkommensgruß Brot und Salz.

(Foto: dpa)

ChisinauEU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat die frühere Sowjetrepublik Moldau eingeladen, am 27. Juni ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union zu unterzeichnen.

Moldau sei ein wichtiges europäisches Land, das dazu aufgerufen sei, „Frieden und Stabilität in diesem Teil Europas wiederherzustellen“, sagte Van Rompuy nach einem Treffen mit dem moldauischen Ministerpräsidenten Iurie Leanca am Dienstag in Chisinau.

Präsident Nicolae Timofti hatte es zuvor als „souveränes Recht“ Moldaus bezeichnet, gegen politischen und wirtschaftlichen Druck von außen ein solches Abkommen zu schließen. Timofti nannte Russland nicht direkt beim Namen. Aber es ist bekannt, dass Moskau gegen eine Annäherung Moldaus an die EU ist. Gegen die Ukraine und die baltischen Staaten hatte Russland wirtschaftliche Sanktionen verhängt, als diese engere Beziehungen mit dem Westen anstrebten.

Van Rompuy sagte, die EU werde Moldau helfen, das eines der ärmsten Länder Europas ist und an die Ukraine grenzt. Am Montag hatte sich der stellvertretende Nato-Generalekretär Alexander Vershbow mit Timofti getroffen.

Am Dienstag sagte Vershbow, die Nato könnte Chisinau politische Unterstützung bei Verhandlungen mit der prorussischen, separatistischen Region Transnistrien im Osten des Landes anbieten. Eine militärische Intervention schloss er aus.

Wie schlimm ist die Ukraine-Krise für die Weltwirtschaft?

  • ap
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10 Kommentare zu "Assoziierungsabkommen: EU umwirbt den Ukraine-Nachbarn Moldau"

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  • Die EU scheint offentsichtlich zu einer "faschistischen Union" zu werden und die Bürger Europas in einem Krieg zu führen. Da kann man froh sein, dass Le Pen,Wilders ,die Morgenröte etc das politisch in Brüssel unterbinden wollen.

    Aus Deutschland hört man nichts, hier starrt man mit Tellerminen Augen unsere Politiker an und meint das die für Frieden sind, weil sie so oft davon sprechen. Falsch! Weg mit den 5% Hinderniss das endlich auch Parteien starten können, denen Deutschland noch am Herzen liegen.

    Wie vor Wochen habe ich vorrausgesagt,Weissrussland, Moldawien und Serbien vielleicht werden zu Unruhestaaten dank der EU. Aber Deutschland geht ja überall vorran.

    Vielleicht werden wir das nächstemal viergeteilt.

  • @ Geht-koan-wos-o
    Wenn man sich mal die "Liste der Militäroperationen der USA" (wikipedia) ansieht, die vielen Kriege der USA auflistet, so muß man die USA schon als absolut aggressiv einstufen.
    Und die haben nicht die 5Mrd (nach eigenen Angaben) investiert, um der Ukraine zu helfen. Die wollen die EU wirtschaftlich an sich binden, die Rohstoffe der Ukraine ausbeuten und Rußland schädigen. Dies sind grob die Ziele des Putsches in der Ukraine.
    Würde man keinen Krieg riskieren wollen, hätte man mit Moldawien noch gewartet - deeskaliert. So aber muß man schon davon ausgehen, das die USA schon provozieren wollen. Im Übrigen auch die 600 US-Mariens in den baltischen Staaten, die Blackwater-truppen in der Ukraine, der CIA-Chef in Kiew - alles keine deeskalierenden Dinge.

  • Da kann die EU ja wieder genauso intelligent vorgehen wie im Fall Ukraine: Wenn Zusage an EU und den Westen, dann Absage an Rußland.
    Dabei ist auch einem Nicht-Hochschul-Absolventen mit gesundem Menschenverstand klar: Alle früheren Sowjet-Staaten, egal ob sie schon Mitglieder der EU sind oder nicht, werden ohne wirtschaftliche Unterstützung durch Rußland für die jeweiligen Bevölkerungen nicht auf ein angemessenes Wohlstands-Niveau kommen, ob der Westen das nun wahrhaben will oder nicht. Vor allem auch dann nicht, wenn die 3. Stufe der Sanktionen-Rakete gegen Rußland gezündet wird. Die Sanktionen werden sich als Rohrkrepierer erweisen. Das ist halt der Nachteil der Demokratie: Einmal gewählt kann man mit der politischen Macht im Rücken(Primat der Politik) in der Wahlperiode mit undurchdachten Maßnahmen irreparable Schäden an Menschen ubd Sachen anrichten. Wer haftet dafür? Es ist interessant, daß bei Herrn Vizekanzler Gabriel ein Dämmerungsprozeß begonnen hat, nachdem dem objektiven Beobachter der Vorgänge schon längst klar ist, daß die Ukraine-Krise vor allem durch den Westen ausgelöst wurde. Herr Gabriel hat leider zu spät registriert, daß es der höchst sensible Herr Barroso(aber eigentlich ist er ein Elefant im Porzellanladen) war, der die Ukraine mit Alternativlosigkeit(in der EU vorherrschend) konfrontiert hat: entweder EU und Westen oder Rußland. Wissen Herr Gabriel und Herr Barroso überhaupt, wo die Grenze Europas gegenüber Asien verläuft: schon tief in Rußland am Uralgebirge. Wie soll man Europa gegenüber positiv eingestellt sein in Anbetracht solcher Europa-Repräsentanten. Es kommen noch andere hinzu(u.a.van Rompuy, Schulz, Juncker), aber Gabriel und Barroso sind vielleicht die Unsensibelsten).

  • Hat die EU nicht schon genug SCHADEN angerichtet.Was sitzten dort für unfähige Blödmänner.Mal schnell noch eien Draufsetzen und die Verhandlungen torpedieren.Gerade wo Russland einen Dialog befürwortet.Mir schein diese Leute gehöhren in die Phychiatri.Also hinter verschlossene Türen.
    Da wundern sich Politiker aller coleur,wen die EU Bürger die Nase voll haben.Dann werden Diese Menschen aucxh noch als Rechte angeprangert.Weg mit der jetzigen EU.Wir brauchen eine kleine überschaubare NEUE " EU " die die Menschen mitnimmt,miterntscheiden lässt.Es wird allerhöchste Zeit diesen Moloch abzuschaffen !!!

  • Zitat : EU umwirbt den Ukraine-Nachbarn Moldau

    -der nächste Unruhe-Herd mit Transnistrien ist vorprogrammiert !

    Stoppt die EU, stoppt die Schmarotzer, die unsere Steuergelder durch das Fenster der Ostkriminalität werfen !

  • @Fredi: Sorry, hier kann ich nicht zustimmen. Zwar können wir in den USA in breiten Bevölkerungs-schichten leider von einem doch nur sehr mäßig ausgeprägten Allgemeinwissen und damit einher-gehend auf eine geringe Widerstandskraft gegen Hetze und Parolen ausgehen, jedoch darf nicht vergessen werden dass es in den USA auch eine gebildete Oberschicht gibt, welche im Wesentlichen politische Entscheidungen trifft. Und hier gilt die klassische Frage „Cui Bono?“ Ein Krieg in Europa mit Russland als Gegner würde den USA schon allein aufgrund des russichen nuklearen Potentials sowie der engen politischen Verflechtungen Russlands mit dem aufstrebenden China, wo inzwischen das Hauptaugenmerk der US-Strategen liegen dürfte, in keinster Weise nutzen sondern schaden. Im Inte-resse der USA ist es aber sicher, wenn a) die Angst vor Russland in Europa (vor allen Dingen im „neuen“ Europa) geschürt wird um, auch aufgrund der niedrigen Verteidigungsausgaben in Europa, eine militäri-sche Abhängigkeit der Europäer von den USA als Hegemonialmacht zu zementieren und b) die guten wirtschaftlichen Beziehungen einiger europäischer Staaten zu Russland (insbesondere in Bezug auf russisches Gas) zu schädigen um hier eigene Absatzmärkte zu erschließen und c) die EU einerseits durch eine Instrumentalisierung als Machtwerkzeug der USA zu missbrauchen (d.h. durch diverse Ost-Erweiterungen Nato/EU den westlichen/US Einfluss auszubauen) und andererseits diese als politische Einheit aufgrund der Überdehnung einhergehend mit Entscheidungsunfähigkeit der Europäischen Union als ganzes politisch zu schwächen, was ebenfalls dem Einfluss der USA auf Europa zugute kommen würde.

  • "Van Rompuy sagte, die EU werde Moldau helfen, => das eines der ärmsten Länder Europas ist... <="
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    Also das nächste Armenhaus, das unter dem Strich die Deutschen durchfüttern "dürfen". (Eigentlich müßten sich die Russen kaputtlachen anstatt sich zu ärgern, den wer mit gesundem Menschenverstand halst sich solche Kostenfallen auf.)
    Es reicht allmählich. Die EU ist jetzt schon völlig überdehnt und besteht mehrheitlich aus Völkern vom Stamme "Nimm". Die hätte von vorne herein auf Kerneuropa und wirtschaftlich potente Länder beschränkt werden müssen. Das ganze ist doch (für uns sehr teurer) Irrsinn und politisch obendrein brandgefährlich!

  • Hier geht es um was anderes!

    Die USA wollen endlich KRIEG in Europa! Um jeden Preis. Und da das in der Ukraine noch nicht richtig funzt nun eben Moldawien. Sicherlich sind auch dorthin schon BlackwaterSöldner der USA unterwegs!

  • Deeskalation ala USA eben!
    Die EU giesst in Anbetracht der Ukrainekrise Öl ins Feuer. Damit versucht man Rußland zu provozieren. Vielleicht verliert ja dort endlich mal jemand die Nerven!

    Bald ist EU-Wahltag!

    Manch einer wird sich erinnern wer in dieser Krise Krieg oder Frieden will!

    Es gibt eine Partei, die gegen diese Provokation ist . EINE!
    Übrigens ist diese Partei auch gegen das Geheimabkommen TTIP und damit die bedingungslose Unterwerfung unter die USA!

  • Leider drängt sich auch hier wieder der Eindruck auf, dass die Damen und Herren der EU absolut lernressistent sind. Neben den Problemen, die eine aktuell schon vollkommen überzogene Europäisch Union mit sich bringt, sprich gemeinsame Standpunkte finden z.B. in der Aussen- und Wirtschaftspolitik, könnte man meinen die tollen Erfahrungen die man mit Rumänien und Bulgarien hinsichtlich Korruption/Vertragstreue gemacht hat (Moldawien dürfte ebenso wie die Ukraine keinen Deut besser sein) würden ebenso wie das Schlamassel, das man in der Ukraine mit angerichtet hat, sprich Bürgerkrieg und deutliche Verschlechterung der Beziehungen zu Russland mit noch offenem Ausgang, zu einem Lerneffekt (d.h. zu einer absolut notwendigen Konsolidierung) führen. Aber anscheinend sind die Damen und Herren Bürokraten, Romantiker, Lobbyisten oder wie man sie auch immer bezeichnen möge derart verblendet, dass eine aufgrund des schlechten Images der EU dort notwendige Reform der EU-Institutionen sowie der EU selbst von diesen wohl nicht zu erwarten ist. Anscheinend wird dort immer noch geglaubt, man könne eine nur auf die Eliten ausgerichtete EU weiterhin so betreiben. Wahlumfragen sowie die Stimmungslage der einfachen Bevölkerung in Bezug auf die EU werden aktuell wohl noch mit Verweis auf das „dumme Proletariat“ ignoriert. Eine langfristig erfolgreiche EU wird sich jedoch auf die Ängste und Vorstellungen der Bevölkerung einstellen und diesen Begegnen müssen, denn sonst verliert die ohnehin an einem Demokratiedefizit leidende EU weiter an Reputation und riskiert damit letzten Endes ihre eigene Legitimation und damit ihren Bestand. Die Wahlen und die künftige Entwicklung werden spannend…

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