Asylbewerber in Europa Österreich verzweifelt an Flüchtlingen

Österreich fühlt sich von den Flüchtlingen überrannt. Die Volksanwaltschaft schlägt Alarm über die unhaltbaren Zustände der Unterbringung von Asylbewerbern. Politischer Nutznießer könnte die fremdenfeindliche FPÖ sein.
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20 Kilometer südlich von Wien offenbart sich die ganze Flüchtlingsproblematik: In provisorischen Camps harren ganze Familien hinter Gitterzäunen in kaum regensicheren Zelten aus. Quelle: AFP
Flüchtlinge in Traiskirchen

20 Kilometer südlich von Wien offenbart sich die ganze Flüchtlingsproblematik: In provisorischen Camps harren ganze Familien hinter Gitterzäunen in kaum regensicheren Zelten aus.

(Foto: AFP)

WienMalerisch präsentiert sich die Landschaft rund um das österreichische Städtchen Traiskirchen, 20 Minuten mit dem Auto von Wien. An den Hängen des Wienerwaldes leuchten die Weingärten in dunklem Grün. Die in der Alpenrepublik so beliebten Heurige laden zu einem weinseligen Abend ein.

Die touristische Szenerie ist meilenweit von der Realität des ebenfalls in Traiskirchen ansässigen Flüchtlingslagers entfernt. Das niederösterreichische Städtchen, nicht weit von der ungarischen Grenze, beherbergt die Bundesbetreuungsstelle für Asylbewerber, wie es offiziell heißt. Das Lager platzt mit derzeit 4000 Flüchtlingen aus allen Nähten. In der Nacht zum Mittwoch wurde ein Aufnahmestopp verhängt.

Die Situation für die Flüchtlinge in Traiskirchen ist katastrophal. 1500 Asylsuchende haben dort nicht einmal einen Schlafplatz. „Wir haben sehr unerfreuliche Zustände angetroffen“, berichtet Franjo Schruiff, Leiter der Kommission der österreichischen Volksanwaltschaft, über den letzten Besuch in Traiskirchen.

Das staatliche Gremium funktioniert als Ombudsmann, um die österreichischen Behörden zu kontrollieren und auf Missstände hinzuweisen. „Es ist eine sehr, sehr schwierige Situation“, sagt der gelernte Jurist Schruiff am Mittwoch in Wien. „Schwangere liegen am Boden und haben nichts zu trinken. Es besteht dringender Handlungsbedarf.“

Am schlimmsten trifft es Kinder und Jugendliche, die sich ohne ihre Eltern in dem Lager aufhalten. Das bestätigen auch Flüchtlingsorganisationen. „Das Schlimmste, was man einem traumatisierten Menschen antun kann, ist nichts zu tun“, sagt Anahita Tasharofi, Vorsitzende der österreichischen Hilfsorganisation „Flucht nach vorn“. „Die Menschen wollen ein Leben in Sicherheit und Würde“, fasst die junge Frau den Traum vieler Asylbewerber aus Syrien, dem Irak und vielen afrikanischen Ländern zusammen.

Von der Würde ist man im Lager Traiskirchen bei Wien offenbar meilenweit entfernt. Es gibt nach Angaben der Volksanwaltschaft nicht genügend Duschen, bisweilen nicht einmal ausreichend Toilettenpapier. Die medizinische Versorgung ist miserabel.

Politischer Streit um die Unterbringung
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27 Kommentare zu "Asylbewerber in Europa: Österreich verzweifelt an Flüchtlingen"

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  • Niemand ist negativ gegenüber der Quelle des Lebens, dem Wasser, eingestellt.

    Ein gesunder Fluss/Bach/See und das Meer ist eine Bereicherung für alle, bringt Nutzen, egal ob materiell oder immateriell und vervollkommnet die biologische Vielfalt.

    Eine Flut oder Überschwemmung führt zu Zerstörung, Not und Elend.

  • Die Österreicher haben halt Nationalgefühl und Nationalstolz - sind somit nach herrschender politischer Definition rechtsradikal und fremdenfeindlich. Es kommt halt immer auf die Brille an, die man auf hat. Schaut man andersrum durch ist man Stolz auf sein Vaterland und seine Kultur und die Souveränität, selbst zu bestimmen, wer sich im eigenen Vaterland aufhält und nicht umgekehrt. Dann sind die genanten Parteien Bürgerfreundlich und vertreten die Interessen udn Meinungen der Bevölkerung und damit auch demokratisch. Und das sind die entscheidenenden Defizite der Blockparteien: Demokratie und Vertretung der Bürgerinteressen.

    Wenn man schon jeden illegalen Einwanderer als willkommenen Flüchtling bezeichnet sollte man auch sagen wieviele davon man aufnehmen will. 1 Mio. - 3 Mio, - 5 Mio - 10 Mio. - 20 Mio. - 50 Mio. - 100 Mio. oder gar eine Milliarde? Nachschub steht genügend bereit, und wird sich in Marsch setzen wenn sich die Erfolgsstorys häufen. Zumindest diejenigen mit Geld werden dies tun.

    Es ist nur noch ein Frage der Zeit, bis auch Deutschland an der Invasion verzweifelt, und die nationalen Interessen sich wieder in neuen Parteien bündeln. Es bleib zu hoffen, dass wie in Österreich und Frankreich eine entsprechende Entwickung stattfindet. 30% lassen irgenwie auf eine bessere Zukunft hoffen.

  • Zitat: " „Die Menschen wollen ein Leben in Sicherheit und Würde“, "

    die Sicherheit bieten wir Ihnen, für die Würde sind sie selbst zuständig!

    die Erwartungen der Flüchtlinge sind schlicht und einfach zu hoch!

  • Dann werden wir laut Herrn Siebenhaar ja bald in Deutschland eine "Fremdenfeindliche" Regierung haben, die Altparteien tun auf jeden Fall alles dafür.

  • Hans-Peter Siebenhaar: Wie weit soll die Hetze gegen politisch andersdenkende eigentlich noch gehen, wenn jetzt schon die FPÖ in einem HB-online-Artikel als "fremdenfeindlich" bezeichnet wird???

    Herr Siebenhaar, Sie sollten sich mal in aller Ruhe überlegen, was Sie in einer Redaktion überhaupt zu suchen haben. Können Sie keinen für Sie geeigneteren Beruf ausüben? Leute wie Sie sind es, die bei denen, die noch frei denken können und wollen, Asoziationen zur Goebbels-Presse provozieren.

  • Natürlich gibt es Bürgerkrieg und Elvis wird die Revolte anführen gemeinsam mit DeanRead und Erich Honecker. Was zum Teufel haben Sie geraucht?

  • Die FPÖ ist genauso wenig Fremdenfeindlich wie die AfD, diese Parteien bestehen nur darauf das die geltenden Gesetze eingehalten werden, was i.M. nämlich nicht passiert.
    Wer ungebeten hierher kommt darf sich nicht wundern wenn ihm nicht alle um den Hals fallen, ist übrigens nirgendwo so.
    Die Bevölkerung erkennt meißt sehr schnell wenn sie Verarscht wird, Geld ist plötzlich in Massen da, nur für die welche hier arbeiten und Steuern zahlen gibt's immer weniger.
    Hier noch Zahlen der Arbeitsagentur zu Hartz4
    Libanesen 90%
    Iraker 69 %
    Afghanen 52 %
    Pakistani 47 %
    Ghana 42 %
    Syrien 41 %
    Das Märchen der dringend benötigten Facharbeiter hat ausgedient.

  • Suggestivfrage?

  • Guter Witz Ihre Frage.

  • Wir zahlen Entwicklungshilfe, wozu eigentlich?
    Wo landest das Geld denn?
    Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, aus Schwazafrika kommen keine armen Flüchtlingen.
    Man muß sie nur anschauen, geuns, gut genährt, ordentlich gekleidet und 2 Handys in der Tasche
    Diese Fluchten sind getürkt ud dies müßten unsere Politiker mal überprüfen, anstatt die eingene, deutsche Bevölkerung als rassistisch zu beschimpfen und das auch noch mit Hilfe von Möchte-Gern-Stars
    Abschiebung innerhalb von 14 Tagen und ohne, dass hier solche Scheinasylanten auch noch auf unsr Kosten Gericht in Anspruch nehmen können.
    Das Schlimme daran ist nämlich, dass man iwrklichen Kriegsflüchtlingen aus Syrien z. B. dann auch nicht mehr hilft.

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